
Foto: Yonhap Premium News Inmitten der Nahostkrise erwägt das südkoreanische Außenministerium den Abzug seiner Botschaft aus dem Iran. Ein Ministeriumssprecher teilte Reportern am Donnerstag mit, dass die Sicherheit der Botschaft nicht mehr gewährleistet werden könne und dass ein Notfallhandbuch für die Evakuierung erstellt worden sei. Südkorea bleibt – neben Japan, Norwegen und Finnland – eines der wenigen Länder, das weiterhin Botschaften im Iran betreibt. Die meisten anderen haben ihre Missionen in benachbarte Länder verlegt. Nach Angaben des Ministeriums befinden sich immer noch 40 Südkoreaner im Iran, mehr als die Hälfte von ihnen sind Mitglieder multikultureller Familien, die sich dort niedergelassen haben, obwohl die Regierung sie weiterhin nachdrücklich dazu drängt, das Land zu verlassen. Der Beamte warnte außerdem davor, dass die Sicherheitsrisiken im Irak und im Libanon extrem hoch seien, und forderte südkoreanische Staatsangehörige auf, diese Länder so schnell wie möglich zu verlassen. Etwa 240 Südkoreaner sind im Irak, die meisten davon arbeiten für südkoreanische Baufirmen, und etwa 120 sind im Libanon, die meisten von ihnen sind Missionare.