17 Kommentare

  1. europeanguy99 on

    Bezweifle die Aussage. Es gibt kein Problem, genug Psychotherapeut:innen zur Besetzung von Kassensitzen zu finden. Auch bei 5% weniger Vergütung wird sich das nicht ändern.

  2. Ja, aber ihr müsst das einfach durch die Wirtschaftskompetenzbrille der Union betrachten.

    Wenn man das jetzt kürzt, gibts auch weniger Diagnosen, die das Jobcenter anzweifeln muss. Was wir dadurch an Verwaltungskosten sparen werden – so große Zahlen gibts garnicht …..

  3. ComentorturB on

    Es ist vielmehr ein strukturelles und gesellschaftliches Problem, als ein Mangel an Personen, die das Dogma „Du kannst andere Menschen nicht ändern, sondern nur dich selbst“ vor sich her tragen und den Opfern damit die Verantwortung für ihr Scheitern übertragen.

  4. Nox_Stripes on

    Ja gut, also als ich dringendst hilfe bräcuhte sagte man mir auch 6 monate. Hat sich dann letzendlich stark genug verschlimmert, dass ich dann ne weile psychisch zu nix mehr in der lage war.

  5. Übrigens ist das nichts neues. Ich bin gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin, hab in einer Psychiatrie gelernt und lange in der Zeitarbeit in diversen Psychiatrien gearbeitet.

    Sehr viele Stationen die zB auf Borderline, Depressionen, Schizophrenie, etc spezialisiert sind, werden geschlossen und neu aufgemacht mit dem neuen Schwerpunkt „Demenz“.

    In meiner alten Psychiatrie in der ich gelernt habe sind das ganze 4 Stationen, die ursprünglicherweise einen ganz anderen Schwerpunkt hatten, die jetzt nur noch demente Patienten betreuen.

    Scheisse für die Patienten und Scheisse für das Personal, aber es bringt richtig Kohle.

  6. Dependent_Rain_4800 on

    Als wenn irgendwer uns gesund haben will. Niemand will uns gesund, weil wir dann nämlich nicht mehr ins System passen.

  7. PeePeeLangstrumpf on

    Wieso? Die Therapie findet jetzt doch im Jobcenter beim Betreuer statt. Die sagen einem dass man doch nicht psychisch krank ist und nur so tut, und *zack* ist man geheilt.

    /s

  8. TheWalkingRain on

    Aber man muss auch mal die Vorteile sehen:

    Da psychisch kranke Menschen ohne Intervention psychische Krankheiten mit hoher Wahrscheinlichkeit an ihre Kinder weitergeben, bilden sich „Dynastien“ heraus, die das Klischee der CDU-Wähler über Arbeitslose/Ausländer/Minderleister erfüllen.

    Man hat also immer genug Nachschub an designierten Schmarotzern für die Propagandamaschine.

    Und mit Blick auf den Rechtsruck gibt es in ein paar Jahren wahrscheinlich wieder Nazidinge wie Sterilisation, Arbeitslager und Aufkleber an der Jacke.

  9. Wer hier kürzt produziert nicht nur mehr Leid, sondern auch noch höhere Kosten. Bin 2023 letztendlich in eine schwere Depression gerutscht. War dann ein halbes Jahr krank und fast die gesamte Zeit in einer Klinik. War mit Lrankengeld (gelte als “Besserverdienerin”) und Keankenhauskosten bestimmt nicht günstig. Achja und die ambulante Therapie fiel im Anschluss für die folgenden 2 Jahre auch noch an. Würde behaupten die ambulante Therapie war noch das Günstigste von allem. Wer daran spart zahlt doppelt.

  10. Aber erst in der nächsten Legislaturperiode sichtbar, also was juckt es die Entscheider?

  11. MidnightChimp on

    Oder einfach sich selbst aus der Welt entfernen. Überlegt mal wie viel man damit an Ausgaben sparen könnte.

    (da solche Kommentare häufig von Reddit gelöscht werden, weil AI zu blöd um es zu erkennen, hier /s)

  12. Captain4verage on

    „Melden Sie sich doch in 6 Monaten nochmal, vielleicht können wir Sie dann auf unserer Warteliste aufnehmen.“

    Wie gut dass unsere Region laut offiziellem Schlüssel überversorgt ist und es dieses Problem theoretisch also garnicht geben kann.

    Muss man aber auch verstehen, mehr Kassensitze zu schaffen würde ja Geld kosten und das geht natürlich nicht. Dafür müssen wir als Gesellschaft nunmal bereit sein Menschen zurück zu lassen.

    Und da soll ich jetzt irgendeine Motivation verspüren etwas zu unserer Gesellschaft beizutragen?

    Sollte ich jemals wieder voll einsatzfähig sein werde ich mich um mich kümmern und die wenigen Menschen die mir nahe stehen. Der Rest braucht von mir garnichts mehr erwarten.

  13. Sehen Sie demnächst in diesem Theater: „Oh nein, wo kommen denn die ganzen Obdachlosen her?“

  14. AnonymousTherapists on

    Die relevante Zahl dazu: [0,05%](https://www.geldfuerdiewelt.de/p/rotstift-fur-psychotherapie-ein-fehler)

    Das ist die Einsparung, die dadurch erfolgt. Das Gesundheitssystem wird um 0,05% entlastet, und dafür werden die Versorgungsbedingungen die sowieso schon nicht gut sind massiv verschlechtert.

    Dazu kommen insbesondere für Langzeit-Therapien noch weitere Einschränkungen. So wurde kaum zur Kenntnis genommen, dass der Fonds sexueller Missbrauch der oft für die Versorgung von Betroffenen nach Ablauf des Therapiekontingents der Krankenkassen eingesprungen ist sang- und klanglos abgeschafft. Entschuldung, „auslaufen lassen“.

    Die Bundeswehr schränkt gegenwärtig – auch das sang- und klanglos die Versorgungsleistungen für traumatisierte Einsatzkräfte massiv ein, hast du in Afghanistan oder sonstwo deinen Kopf hingehalten? Ach, Schwamm drüber, jetzt ist aber auch mal gut mit Versorgung.

    Und mit den Kürzungen hier wird es massiv attraktiv, nur noch Kurzzeit-Gruppentherapie anzubieten. Alles weitere kann man dann auf Selbstzahler-Basis nutzen und die neuen, letztes Jahr gerade nach oben angepassten PKV-Ziffern abrechnen.

  15. PrestigiousWolf8420 on

    Psychotherapie kommt doch eh nur den gesunden subklinischen Patienten zur gute, die eh keinen Anspruch auf Kostenübernahme haben aber dennoch bekommen durch Urkundenfälschung und Abrechnungsbetrug. Eine kürzung macht deswegen Sinn.

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