
Foto: YONHAP News Die Zahl der Ärzte, die in öffentlichen Gesundheitszentren in Südkorea arbeiten, ist in diesem Jahr auf 593 gesunken, nur 28 Prozent des Niveaus von vor einem Jahrzehnt, was Anlass zur Sorge über die medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten gibt. Das Ministerium für Gesundheit und Soziales sagte in einer Pressekonferenz am Donnerstag, dass es den starken Rückgang als eine regionale Gesundheitskrise betrachte und die Einführung von Sofortmaßnahmen plane, um Lücken in der medizinischen Versorgung zu schließen. In diesem Jahr wurden nur 98 neue Ärzte im öffentlichen Gesundheitswesen eingestellt, und da 450 voraussichtlich in diesem Jahr ihren Dienst beenden werden, beträgt die Ersatzquote nur etwa 22 Prozent. Das Ministerium stellte fest, dass die Zahl der Ärzte im öffentlichen Gesundheitswesen aufgrund der immer größer werdenden Kluft bei den Dienstzeiten im Vergleich zu Soldaten im aktiven Dienst und des wachsenden Anteils weiblicher Medizinstudenten stetig zurückgegangen sei. Es fügte hinzu, dass sich die Situation in einigen Jahren noch weiter verschlechtern könnte, da sich aufgrund der kollektiven Aktion der Ärzte immer mehr Medizinstudenten für den Militärdienst beurlauben ließen.