Staatliche Kindeswohlgefährdung: Sozial benachteiligte Kinder werden seit Jahrzehnten um ihre Bildungschancen betrogen

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11 Kommentare

  1. Und es ist sehr teuer und Aufwändig sich seine gestohlene Bildung wieder zu holen.
    Das schlimmste war, nicht mal zu wissen was einem zusteht und das dann nur per Zufall zu erfahren.

  2. Man sollte gesellschaftlich alles von ganz unten durchdenken. Ausgehend von einem Bürger der absolut Mittellos ist. Es kommt mir vor, als ob überwiegend die Interessen privilegierte durchgesetzt werden. Zum Beispiel wenn es ums Auto geht oder das eigene Haus.

  3. Mir fehlt in diesem Zusammenhang der Vergleich mit anderen Ländern. Es wird zwar gesagt, dass Deutschland im Vergleich der sozialen Bildungsgerechtigkeit schlecht dasteht, aber welche Länder bekommen es besser hin? Was sind die Erfolgsrezepte in anderen Ländern? Ist es das verpflichtende Vorschuljahr? Warum ist es in Deutschland so extrem?

  4. MarcAbaddon on

    Nur mal als Hinweis an die Wirtschaftsliberalen hier die regelmäßig bei Themen zur Wohungsnot meinen es gäbe halt kein Recht in der Stadt zu wohnen und jeder Eingriff in den Mietmarkt ist Teufelswerk: soziale Durchmischung ist das A und O auch bei fairen Bildungschancen.

  5. Die Bildungschancen müssen unabhängiger von der Einstellung und Unterstützung(smöglichkeit) durch die Eltern werden. Denn meist liegt es doch weniger am vorhanden Geld selbst (auch wenn mehr Geld natürlich immer hilft), sondern daran, dass die Kinder zu Hause nicht ausreichend unterstützt und gefördert werden (können). Teils, weil es den Eltern eben egal ist, teils weil sie mangels Zeit, Sprachkenntnissen oder eigener Bildung nicht unterstützen können.

    Da muss man doch ansetzen. Verpflichtendes, kostenloses Vorschuljahr um Sprachkenntnisse und grundlegende Fähigkeiten (Stift halten usw.) zum Schuleintritt zu sichern. Ganztagsschulen mit guter Hausaufgabenbetreuung, kostenloser Nachhilfe nach Bedarf und sinnvollen, gut betreuten AGs und Aktivitäten. Kleinere Klassen, mehr Schulsozialarbeiter, mehr Unterstützung von Familien durch die Jugendämter… kostet aber eben alles Geld, dass keiner ausgeben will. Darauf ne Rentenerhöhung…

  6. Alle sind gleich, nur manche gleicher. Diese systematische Benachteiligung von Menschen ist inzwischen echt absurd. Und sich von unten hoch zu kämpfen zu einem guten Abschluss ist garnicht so einfach. Armut ist vererbbar.

  7. Tricky_Analysis8206 on

    Mir ist nicht ganz klar, warum die Eltern im Artikel mit keinem Wort erwähnt werden. Kann mich noch dran erinnern wie ich in der Mittelstufe bei nem Kumpel war um ein Referat vorzubereiten und sein Vater uns angemacht hat was wir für Streber wären und das Abitur und Gymnasium generell nur was für Bonzenkinder ist. Nach dem Abi hat der Kumpel ne Ausbildung gemacht und ich studiert und wirklich jedes Mal wenn ich da war musste ich mir irgendwelche dummen Sprüche deshalb anhören. Manche Arbeiterfamilien arbeiten halt auch aktiv dagegen, dass ihr Kind den Bildungsaufstieg schafft.

  8. Ich habe einen Freund der Lehrer von fast ausschließlich sozial benachteiligten Kindern bzw Jugendlichen ist.

    Die meisten von denen haben gar kein Interesse an Bildung oder Schule.

    Wer die Möglichkeiten die angeboten werden, absichtlich ablehnt, hat meiner Meinung nach kein Anspruch den Staat dafür dann verantwortlich zu machen.

    Sehr schwieriges Thema halt. Wenn man wirklich totale Chancengleichheit und Bildungsgleichheit will müsste man die Kindern den Eltern nach der Geburt abnehmen und alle Erziehung müsste vom Staat ausgehen.

  9. FriedenshoodHoodlum on

    No shit… Haben die endlich mal wen gefragt, der davon betroffen ist?
    Das kann dir wortwörtlich *jeder*, dessen Eltern nicht wohlhabend sind, sagen.

  10. AvidCyclist250 on

    Ja, das beabsichtigte und gewollte Kastensystem Light Deutschlands ist nicht mehr wirklich zeitgemäß. Es wurde ja damals als sinnvolle Verbesserung eingeführt aber es hat sich nicht wirklich genug getan seitdem.

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