>Selbst wenn der Krieg morgen endet, ist der langfristige Schaden schon angerichtet. Der Förder-Shutdown lässt sich nicht schnell beheben: „Das ist nicht wie ein Wasserhahn, den man mal schnell wieder aufdrehen kann“, bringt Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman es auf den Punkt. Denn sobald der Druck in vielen der älteren Ölfelder am Golf einmal abgefallen ist, lässt er sich nur schwer wieder auf das alte Niveau bringen.
>Bestenfalls wird es also mehrere Wochen dauern, bis die Förderung wieder normal läuft. Und schlimmstenfalls wird das Angebot dauerhaft verknappt: Ein Teil des Öls werde „nicht bloß vorübergehend gestoppt. Es wird physisch blockiert und kann nie mehr durch das Bohrloch gefördert werden“, zitiert „Fortune“ einen Petro-Ingenieur der Universität Texas A&M. „Selbst wenn der Krieg vorbei ist, könnte diese Förderkapazität für immer verloren sein, was das weltweite Angebot dauerhaft reduziert und die Energiepreise langfristig erhöht.“
>Der Iran-Konflikt ist ein asymmetrischer Krieg: Das Mullah-Regime muss ihn nicht gewinnen. Sondern bloß nicht verlieren. Selbst ein militärisch geschwächter Iran kann die Meerenge auch in Zukunft bedrohen. Das strategische Blockadepotential kann ihm geografisch niemand nehmen. Es ist das größte Druckmittel, das die Mullahs haben. Also dürften sie es auch in Zukunft einsetzen, um ihr Überleben zu sichern.
Markus_zockt on
Wenn es doch nur eine alternative Möglichkeit geben würde, sich unabhängig von Öl und Benzin fortzubewegen und diese Möglichkeit in den letzten 20 Jahren stärker vorangetrieben anstatt aktiv verhindert worden wäre. 🙁
avec_fromage on
TLDR: Manche behaupten das wird jetzt die schlimmste Energiekrise seit den 1970er-Jahren (1000 Schiffe stauen sich schon, längerer Stopp kann Ölfelder schädigen), selbst bei schnellem Kriegsende wird’s hohe Öl- und Gaspreise über Wochen, Monate oder immer bestehen bleiben. Habt ihr alle schon Danke gesagt.
Drumbelgalf on
Jetzt wissen wir warum sich die USA zuerst Venezuela gesichert haben. Denen wird das Öl sicher nicht ausgehen.
Javusees on
Hab mir den Artikel gestern schon gescreenshotted um mir das in 10 Jahren nochmal anzugucken wenn der Krieg immer noch tobt 🙂
Antares42 on
Bisschen off-topic, aber im Zweiten Weltkrieg wollte die Wehrmacht ja bis zu den Ölfeldern am Kaspischen Meer vordringen, um Deutschlands Versorgung zu sichern. Selbst wenn sie das geschafft hätten, so wird argumentiert, hätte es wohl mindestens ein bis zwei Jahre gedauert, bis da irgendwas nennenswert hätte gefördert werden können.
Wäre also auch zu spät gewesen.
Theophrastus_Borg on
Eigendlich ist Trump ein Maulwurf der Klimaschützer, um endlich das Zeitalter der Verbrenner zu beenden lol
OneJobToRuleThemAll on
Wurde beim Ausbruch des Ukrainekriegs auch behauptet, Russland könne die alten Kapazitäten auf keinen Fall nochmal wieder erreichen, der Öl und Gas Markt ist permanent verändert, Russland wird pleite gehen etc. pp. Draus geworden ist überhaupt nichts, Russland fördert und exportiert weiterhin Öl und Gas, die Mengen haben sich wieder ans Vorkriegsniveau angepasst.
Und wenn Russland das ohne US Techniktransfer hinbekommt, dann bekommen das die Golfstaaten mit US Techniktransfer erst recht hin. Ich sehe darin vorallem Doomsaying, schlechte Narichten verkaufen sich besser.
aksdb on
Das beschissenste für mich persönlich ist: ich bin schon seit Monaten auf der Suche nach einem gebrauchten E-Auto. Den Markt kann ich jetzt glaub ich knicken. :-/
Icy_Masterpiece4502 on
Wir müssen endlich von Öl und Gas weg, da es immer wieder Wirtschaftskrisen und extrem hohe Kosten verursacht.
Die Regierung müsste klar sagen dass die Leute auf Elektrofahrzeuge/Wärmepumpen umstellen müssen und das es abseits von Regularien/Übergewinn abschöpfen keine Hilfe gibt.
Aber die Lobby und Rückwärtsgewandtheit der CDU/CSU ist einfach zu groß
Numai_theOnlyOne on
Ich hoffe doch, das fickt die Regierung jetzt richtig hart und zwingt uns mal wieder all in erneuerbare zu gehen.
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11 Kommentare
>Selbst wenn der Krieg morgen endet, ist der langfristige Schaden schon angerichtet. Der Förder-Shutdown lässt sich nicht schnell beheben: „Das ist nicht wie ein Wasserhahn, den man mal schnell wieder aufdrehen kann“, bringt Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman es auf den Punkt. Denn sobald der Druck in vielen der älteren Ölfelder am Golf einmal abgefallen ist, lässt er sich nur schwer wieder auf das alte Niveau bringen.
>Bestenfalls wird es also mehrere Wochen dauern, bis die Förderung wieder normal läuft. Und schlimmstenfalls wird das Angebot dauerhaft verknappt: Ein Teil des Öls werde „nicht bloß vorübergehend gestoppt. Es wird physisch blockiert und kann nie mehr durch das Bohrloch gefördert werden“, zitiert „Fortune“ einen Petro-Ingenieur der Universität Texas A&M. „Selbst wenn der Krieg vorbei ist, könnte diese Förderkapazität für immer verloren sein, was das weltweite Angebot dauerhaft reduziert und die Energiepreise langfristig erhöht.“
>Der Iran-Konflikt ist ein asymmetrischer Krieg: Das Mullah-Regime muss ihn nicht gewinnen. Sondern bloß nicht verlieren. Selbst ein militärisch geschwächter Iran kann die Meerenge auch in Zukunft bedrohen. Das strategische Blockadepotential kann ihm geografisch niemand nehmen. Es ist das größte Druckmittel, das die Mullahs haben. Also dürften sie es auch in Zukunft einsetzen, um ihr Überleben zu sichern.
Wenn es doch nur eine alternative Möglichkeit geben würde, sich unabhängig von Öl und Benzin fortzubewegen und diese Möglichkeit in den letzten 20 Jahren stärker vorangetrieben anstatt aktiv verhindert worden wäre. 🙁
TLDR: Manche behaupten das wird jetzt die schlimmste Energiekrise seit den 1970er-Jahren (1000 Schiffe stauen sich schon, längerer Stopp kann Ölfelder schädigen), selbst bei schnellem Kriegsende wird’s hohe Öl- und Gaspreise über Wochen, Monate oder immer bestehen bleiben. Habt ihr alle schon Danke gesagt.
Jetzt wissen wir warum sich die USA zuerst Venezuela gesichert haben. Denen wird das Öl sicher nicht ausgehen.
Hab mir den Artikel gestern schon gescreenshotted um mir das in 10 Jahren nochmal anzugucken wenn der Krieg immer noch tobt 🙂
Bisschen off-topic, aber im Zweiten Weltkrieg wollte die Wehrmacht ja bis zu den Ölfeldern am Kaspischen Meer vordringen, um Deutschlands Versorgung zu sichern. Selbst wenn sie das geschafft hätten, so wird argumentiert, hätte es wohl mindestens ein bis zwei Jahre gedauert, bis da irgendwas nennenswert hätte gefördert werden können.
Wäre also auch zu spät gewesen.
Eigendlich ist Trump ein Maulwurf der Klimaschützer, um endlich das Zeitalter der Verbrenner zu beenden lol
Wurde beim Ausbruch des Ukrainekriegs auch behauptet, Russland könne die alten Kapazitäten auf keinen Fall nochmal wieder erreichen, der Öl und Gas Markt ist permanent verändert, Russland wird pleite gehen etc. pp. Draus geworden ist überhaupt nichts, Russland fördert und exportiert weiterhin Öl und Gas, die Mengen haben sich wieder ans Vorkriegsniveau angepasst.
Und wenn Russland das ohne US Techniktransfer hinbekommt, dann bekommen das die Golfstaaten mit US Techniktransfer erst recht hin. Ich sehe darin vorallem Doomsaying, schlechte Narichten verkaufen sich besser.
Das beschissenste für mich persönlich ist: ich bin schon seit Monaten auf der Suche nach einem gebrauchten E-Auto. Den Markt kann ich jetzt glaub ich knicken. :-/
Wir müssen endlich von Öl und Gas weg, da es immer wieder Wirtschaftskrisen und extrem hohe Kosten verursacht.
Die Regierung müsste klar sagen dass die Leute auf Elektrofahrzeuge/Wärmepumpen umstellen müssen und das es abseits von Regularien/Übergewinn abschöpfen keine Hilfe gibt.
Aber die Lobby und Rückwärtsgewandtheit der CDU/CSU ist einfach zu groß
Ich hoffe doch, das fickt die Regierung jetzt richtig hart und zwingt uns mal wieder all in erneuerbare zu gehen.