
Proton gibt Identitätsdaten eines Klimaschutzaktivisten an das FBI weiter | Es ist nicht das erste Mal, dass das Schweizer Unternehmen, das sich Anonymität auf die Fahne schreibt, politische Aktivisten an Behörden ausliefert
https://www.derstandard.at/story/3000000311532/proton-gibt-identitaetsdaten-eines-klimaschutz-aktivisten-an-das-fbi-weiter
10 Kommentare
Gut. Ich kündige dann Proton. Was könnt ihr mir empfehlen? Mullvad?
Es geht dabei explizit um den Mailservice, nicht dem VPN.
Proton folgt Schweizer Gesetzen, weshalb sie in Einzelfällen die Kontaktdaten (via Zahlungsinformationen) ihrer Kunden herausgeben haben, z.B bei expliziten Terrordrohungen.
Der VPN ist trotzdem insofern sicher, dass sie garantieren eine no-log policy zu fahren.
Der Fall zeigt aber auch deutlich, dass man sich nicht auf einen einzelnen Dienstleister verlassen solle, wenn man es mit der Privatsphäre wirklich _komplett_ ernst meint.
scheisse das geht nicht klar…
Also um die Leute aufzuklären die nur die Headline schauen.
Es geht um Protonmail, und dass die Daten der Zahlungsmethode für den Email Dienst an eine Schweizer behörde weitergegeben wurden, diese dann an das FBI gegeben haben. Sind nun mal die Informationen die Proton hat. In diesem fall war das lediglich die Kreditkarte die den Account bezahlt hat.
Es geht nicht um die VPN, oder um Accounts welche keine Festen Zahlungsmittel eingerichtet haben. Es ist zwar nicht teil des 5-eyes Länderverbunds, aber die Schweiz hat halt leider auch strenge auflagen, in welchem Fall die Firma alles liefern muss was sie hat (sobald dies von der Schweiz strafrechtlich geprüft wurde), in dem Fall halt die Kreditkarteninformationen.
Hätte halt keine Headline klickbar gemacht also die insenuierung dass Proton auf dem Selben level wie NordVPN und co. (und fast alle VPN anbieter in Ländern der Five eyes) sind und ungefragt alles an FBI und co. herausgeben. Hätte der Nutzer die Optionen genutzt in Bitcoin oder Cash genutzt anstelle von Kreditkarte, hätte Proton vermutlich auch nichts ausgeben können.
Cool, Konto direkt gelöscht.
Proton bietet Privatsphäre gegenüber Dritten bzw. Unternehmen, keine Anonymität gegenüber dem Staat.
Das geht eigentlich auch klar aus der Website hervor.
Die Erwartung zu haben gegenüber Strafverfolgungsbehörden anonym zu bleiben, wenn man Services von Drittanbietern benutzt, ist einfach unsinnig
Uuuund einen Ex-Kunden mehr
Das können auch die sich halt nicht aussuchen.
Muss diese Neutralität sein.
Auch zum drei millionsten Mal: Proton wird Anweisungen nach Schweizer Recht Folge leisten. Das sagen sie auch ganz klar selbst:
>Not recommended
>
>If you are attempting to leak state secrets (as was the case of Edward Snowden) or going up against a powerful state adversary, email may not be the most secure medium for communications. The Internet is generally not anonymous, and if you are breaking Swiss law, a law-abiding company such as Proton Mail can be legally compelled to log your IP address. A powerful state adversary will also be better positioned to launch one of the attacks described above against you, which may negate the privacy protection provided by Proton Mail. While we can offer more protection and security, we cannot guarantee your safety against a powerful adversary.
https://proton.me/blog/protonmail-threat-model