„Kaum jemand“ hat noch nie interveniert? Eine irritierende Weltsicht! Finanzämter-Chef Manhal zeichnet als Angeklagter im Wöginger-Prozess ein verstörendes Bild davon, wie unsere Gesellschaft funktioniert ( Kommentar / Fabian Schmid )

https://www.derstandard.at/story/3000000310443/kaum-jemand-hat-noch-nie-interveniert-eine-irritierende-weltsicht

Von Turtle456

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11 Kommentare

  1. Imaginary_String_814 on

    Haben Sie schon einmal einen Politiker gefragt, ob er Ihnen eine Wohnung verschaffen kann? Oder einen guten Job? Falls nicht, sind Sie zumindest aus Sicht von Siegfried Manhal in der absoluten Minderheit. „Kaum jemand“ habe „noch nie“ interveniert, ließ Manhal als Mitangeklagter im Prozess gegen ÖVP-Klubchef August Wöginger wissen.

    Lmaoo just ÖVP things 

  2. CommissionNervous151 on

    Ja so funktioniert unsere Gesellschaft. Das ist leider so, es ist moralisch falsch aber es ist wahr.

    Edit: nur wenn man es benennt, öffentlich macht und thematisiert kann mans bekämpfen.

  3. aguycalledluke on

    Die ÖVP ist echt korrupt bis aufs Blut.

    Bei den anderen Parteien, ausgenommen FPÖ, sinds primär weiße Schafe und ein paar schwarze. In der ÖVP sind’s quasi nur schwarze.

  4. Das schlimme ist, dass Manhal damit Recht hat und unsere Gesellschaft ist extrem moralisch fragwürdig.

  5. Wer davon „verstört“ ist rennt aber Zeit seines Lebens schon mit Scheuklappen herum. Das weiß jeder der nicht erst gestern auf die Welt gekommen ist.

    Ist in jedem Land und jeder Gesellschaft in unterschiedlicher Ausprägung und Gestaltung das selbe.

  6. Das tragische ist nicht die Aussage an sich – die ja nicht ganz falsch ist – sondern das Selbstverständnis mit dem es gesagt wird.

  7. Ich erinner mich immer gern an eine Sendung im ORF, mit dem Häupl zu Gast. Und eine Mutter aus dem Publikum beschwert sich, dass ihr Sohn keine Lehrstelle findet, es war Krise, so wie jetzt.

    Häupl meinte vor laufender Kamera, die Mutter soll mach der Sendung zu ihm kommen, und „wir finden schon was“.

    Alle waren sehr empört, weil genau so soll’s ja nicht laufen. Häupl hat das gar nicht verstanden, und eher genervt reagiert:“ Na soll i jetzt helfen, oder ned?“

    Also, er hat’s ja gut gemeint. Ich denke, er wollte wirklich helfen. Gleichzeitig hat er halt gar nicht verstanden, was an dem System schlecht ist, weil in seiner Welt kann eh jeder zu ihm oder einem anderen Politiker kommen.

  8. Hmm, ja. Um dein Argument zu untermauern, erzähl dem Staatsanwalt doch mal anekdotisch, welche deiner Parteikollegen in welcher Form denn ebenfalls so interveniert haben.

  9. Schon mal einen Freund eine Freundinum Hilfe gebeten? Das schon mal im beruflichen Umfeld gemacht, weil das System zu sperrig und kompliziert war und ein Telefonanruf das sofort gelöst hat?
    Und jetzt zieh mal die harte Grenze….

  10. Natürlich lässt sich das Grundstück leichter [umwidmen](https://www.derstandard.at/story/3000000210376/grundstueck-deal-in-pyhradurch-oevp-stadtchef-in-kritik) wenn man in der richtigen Partei ist.

    Natürlich kriegt der Richtige den [Auftrag](https://www.wienerzeitung.at/a/pernitzer-gemeinderat-profitiert-von-oeffentlichem-auftrag) für eine Baustelle.

    Natürlich kriegt der Parteifreund den [Posten](https://www.profil.at/investigativ/postenschacher-innenministerium-polizei-karner-ennser-jedenastik/403076480).

    Natürlich ist es selbstverständlich für die ~~Heisln~~ Parteikollegen, dass man sich gegenseitig aushilft.

    Natürlich fängt der Fisch beim Kopf zu stinken an.

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