Ich bin in Leipzig und beschäftige mich derzeit mit einer Rundfunkbeitragssache, die bis zur Vollstreckung durch einen Gerichtsvollzieher eskaliert ist, und ehrlich gesagt bin ich ziemlich überfordert.

Ich habe einen Brief von einem Gerichtsvollzieher erhalten, in dem ich aufgefordert werde, innerhalb von zwei Wochen etwa 410 € zu zahlen. Zahle ich nicht, bin ich zur Vermögensauskunft verpflichtet. Gläubiger ist der MDR über den ARD/ZDF-Beitragsservice. Sie fordern laut Anlage Beiträge für den Zeitraum 01/2024–06/2025.

Das Problem ist, dass meine offizielle Anmeldung erst im 01/2025 begann. Bei meiner Erstanmeldung hat das Bürgeramt fälschlicherweise 01/2024 statt 01/2025 eingegeben. Ich bemerkte den Fehler und ging etwa eine Woche später noch einmal zurück, und er wurde behoben. Ich habe jetzt eine Meldebescheinigung, aus der eindeutig 01/2025 als Startdatum hervorgeht. Vor 2024 war ich überhaupt nicht in Deutschland, daher macht eine Beitragspflicht ab 01/2024 in meiner Situation keinen Sinn.

Bevor es zur Vollstreckung kam, erhielt ich Briefe vom Beitragsservice und versuchte wiederholt, den Fehler über das Online-Kontaktformular zu erklären, erhielt jedoch nie eine Antwort. Ich habe auch mehrmals erfolglos versucht anzurufen. Bisher habe ich noch nichts per Post verschickt.

Auch ich war vor Kurzem außer Landes und habe jetzt nur noch zwei Tage Zeit, bis die Zahlungsfrist des Gerichtsvollziehers abläuft. Darüber hinaus fällt der Termin für die Vermögensauskunft genau auf den Tag einer wichtigen universitären Prüfung.

Die Zahlung der 410 € ist für mich kein finanzielles Problem. Mein Hauptanliegen ist es, rechtliche Probleme oder einen Eintrag im Schuldnerregister zu vermeiden und diese schnell zu lösen, damit ich mich auf meine Prüfungen konzentrieren kann. Gleichzeitig möchte ich kein Geld verlieren, wenn der Zeitraum 01/2024–12/2024 eindeutig falsch ist.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was im Moment der sinnvollste Schritt ist. Wenn ich den Gerichtsvollzieher einfach sofort bezahle, ist die Sache dann wirklich erledigt und der Termin automatisch abgesagt? Oder könnten die Probleme später erneut auftreten, wenn das zugrunde liegende Beitragskonto nicht intern korrigiert wird?

Würde ich mir einen rechtlichen Nachteil daraus machen, wenn ich erst bezahle und dann versuche, das falsche Registrierungsdatum zu korrigieren? Ist es für die Monate 01/2024–12/2024 auch nach erfolgter Zahlung noch möglich, eine Überprüfung und Rückerstattung zu beantragen?

Und wie geht man bei der Korrektur des Registrierungsdatums richtig vor? Reicht die Zusendung meiner Meldebescheinigung oder sollte ich zusätzlich eine schriftliche Bestätigung des Bürgeramtes einholen, dass es sich beim ursprünglichen Datum 01/2024 um einen Verwaltungsfehler handelt?

Ich möchte nur verhindern, dass es noch weiter eskaliert, jeglichen Stress vor Gericht oder die Offenlegung von Vermögenswerten vermeiden und die Situation sauber und endgültig lösen. Was wäre in dieser Situation der sinnvollste Schritt?

Das erste Bild ist der Brief des Gerichtsvollziehers/Gerichts. Beim zweiten und dritten Bild handelt es sich um die Originalbriefe des Beitragsservice, auf denen sich die Vollstreckung nun gründet.

https://www.reddit.com/gallery/1rh8kt8

Von trucklover711

3 Kommentare

  1. > Paying the €410 is not a financial issue for me.

    The initial consultation with a lawyer costs less than half of that out of pocket, and it can probably already be enough to get a lawyer-crafted letter that would get this to stop.

  2. You didn’t go the correct legal way regarding this issue. Objection via the contact form is not the way, you should’ve done this in written form with the correct explanation via an Einschreiben. You still have two days to send this to them, I would try it.

    Edit: It also says they have sent you at least a letter in September 2025 and October 2025. which basically says you fucked up.

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