Die Arroganz der Macht

https://www.t-online.de/nachrichten/tagesanbruch/id_101146816/politiker-fuerchten-das-volk-.html

12 Kommentare

  1. jemandvoelliganderes on

    >Der CDU-Bundestagsabgeordnete **Hermann Färber,** Vorsitzender des zuständigen Ausschusses, ließ wissen: Für ein Votum, das über eine „bloße Kenntnisnahme“ hinausgehe, habe sich „keine Mehrheit“ gefunden. Bundestagspräsidentin **Julia Klöckner,** ebenfalls von der CDU, löste die Stabsstelle Bürgerräte im Bundestag still und leise auf. Damit ist das Forum auf Bundesebene tot. Dabei hatten CDU/CSU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag dessen Fortsetzung ausdrücklich vereinbart.

    r/tja …

  2. insecurity_trickster on

    Never ask a woman her age, a man his salary, or Julia Klöckner about gesunde Ernährung.

  3. Ich bin immer großer Freund von mehr Bürgerbeteiligung und meine „Utopie“ ist definitiv eine Experten gestützter, basis-demokratischer Ansatz.
    Find das krass mit der Ampel, die Bürgerräte berufen hat, mit richtig einfach handfesten Wünschen und das alles wurde still beiseite gelegt von der derzeitigen Regierung.

    Abgesehen davon finde Ich auch, es ist an der Zeit. Das parlamentarische Prinzip hat vor allem durch Parteien immer das Problem einer Phase der Etablierung und anschließenden Verteidigung einer Wählerschaft bzw. der Position. Das ist das Ziel, nicht die Politik an sich. Stattdessen bildet sich dort ein Vakuum für Lobby-Geschäfte und parteipolitisch fragwürdige Marketing-Strategien.
    Es nervt.

    Überspitzt gesagt, ist die Welt inzwischen klein genug, als dass wir alle gleichzeitig im Bundestag sitzen könnten, wenn wir es wollen würden. Das wäre für mich der Nutzen schlechthin für all die Informationstechnologie des 21. Jahrhunderts diesen ganzen Apparat zu entschlacken und Beteiligung zu vereinfachen.

  4. UOLFirestrider on

    Konservative wissen halt, dass ihre Politik ohne Manipulation keine Mehrheiten findet.

  5. Wir hatten für 3 1/2 Jahre sowas wie eine gemeinwohlorientierte Regierung und diese wurde mit Mistgabeln und Fackeln aus dem Land getrieben, weil sich ein großer Teil der Bevölkerung auf einfachste Weise instrumentalisieren und belügen lässt.
    Es ist ja nicht so, dass sich die „Arroganz der Macht“ mit Gewalt an die Regierung putsch. Nein, sie werden tatsächlich demokratisch gewählt.

  6. >Offensichtlich fürchten vor allem CDU-Politiker die praktische Einbindung real existierender Mitbürger wie der Teufel das Weihwasser. Das Wahlvolk soll alle vier Jahre seine Kreuzchen an der Urne machen, aber **ansonsten bitte den Mund halten** und die Profis machen lassen […].

    Deswegen heißt es ja auch, man gibt seine Stimme ab. Danach verstummt man.

  7. Das hatten wir wirklich:

    >Das Prinzip ist so simpel wie wirkungsvoll: Man lost repräsentativ zusammengesetzte Bürger aus, stellt ihnen Fachleute als Berater zur Seite und gibt ihnen Zeit, um in Diskussionen Empfehlungen zu erarbeiten. Kein Fraktionszwang, kein Klienteldenken, kein Profilierungsgehabe. Nur das Gemeinwohl steht im Mittelpunkt.

    >
    Vor zwei Jahren legten sie ihren Abschlussbericht vor: neun konkrete Empfehlungen – von kostenlosem Schulessen über ein staatliches Lebensmittelsiegel bis zur Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse. Finanzierungsvorschläge inklusive.

    Und das wirft man weg. Und wird trotzdem noch gewählt.

  8. Ich kann diese konservativen Hackfressen alle nicht mehr sehen. Der konservative Gedanke ist grunsätzlich erstmal wichtig für eine Gesellschaft, aber das was unsere Konservativen (bzw die Konservativen auf der ganzen Welt) daraus gemacht haben ist einfach nur noch abstoßend. Korruption, Machtgeilheit, Dekadenz etc.

  9. Ok_Musician_1072 on

    Es geht mir so auf den Sack dass diese verfickte Drecks-CDU mit Grünenbashing an die Macht gekommen ist und jetzt einfach auf alles scheißt. Junge Menschen, Arbeiter, kleine und mittelständische Unternehmen, arme Menschen, demokratische Teilhabe, alles scheißegal. Hauptsache Politik für die Wirtschaft und Superreiche, damit die eigenen korrupten Taschen noch voller werden, widerlich.
    Am schlimmsten ist aber, dass die Konsequenz aus dieser verfehlten Wahrnehmung von politischer Verantwortung ist, dass ein Großteil sich aus Frust der AfD zuwendet und auch das der CDU scheißegal ist.

    Sehenden Auges wird das Land in eine absolute Katastrophe geführt. Ab wann darf man das eigentlich als Verrat am Volk bezeichnen, ohne in die braune Ecke gestellt zu werden?

  10. Last_Eggplant5742 on

    Wir in Berlin hatten auch mal sowas (habe das nur nebenbei verfolgt):
    Ein große Thema ist die Bebauung des Tempelhofer Felds (ehemaliger Flughafen mitten in der Stadt). Volksentscheid sagte nein, keine Bebauung. Das lässt natürlich gewisse Politiker nicht ruhen (schliesslich hat Berlin eine lange Tradition mit leistungslosem Einkommen aus Immobilien). Also Dialogveranstaltungen mit Bürgern aufgesetzt, die beteiligten Bürger lehnen das wieder ab. Die Politik will aber trotzdem bebauen.
    Tja, dann fragt man die Bürger eben so lange, bis sie das „richtige“ sagen.

  11. Sehr lesenswert, bedeutet die Feststellung im Artikel doch im Grunde, dass die Politik sich genau aus den im Artikel genannten Gründen wie Klienteldenken, Partei- oder Fraktionszwängen oder Profilierungsgehabe, immer weiter von der eigentlichen Demokratie zur Entscheidungsfindung entfernt. Dass die Bürgerentscheide gerade deswegen heikle Themen lösen konnten, wo dies etablierte Politik nicht konnte, ist an sich ein Beweis, dass die Demokratie selbst super funktioniert. 

    Wir haben also nicht das Problem, dass Demokratie nicht mehr funktioniert, sondern dass sich Politiker und Politik entdemokratisieren. Das wird meist vor allem der AFD angelastet, aber betrifft im Grunde, auch wenn das jeder Politiker scharf zurückweisen würde, die restliche Politik.

    DAS genau ist der Kern der Politikverdrossenheit, weshalb „trocknet den Sumpf aus“ und die dahinterstehenden Personen oder Parteien solchen Zuwachs haben und ich persönlich finde, dass genau an dieser Frage eine Grenze durch Politiker verläuft die essentiell ist: Die eine Seite, die sich dem Gemeinwohl und der Sache selbst allein verpflichtet sieht (Habek, Lauterbach, die „guten“ eben) und diejenigen, die all das oben genannte in sich vereinen (Reiche, weite teile der CDU, die „bösen“). Natürlich ist diese Grenze nicht scharf, sondern fließend, aber ich denke dem Grunde nach steckt hier eine wichtige Erkenntnis der heutigen Zeit.

Leave A Reply