das muss man babler auf jeden fall hoch anrechnen, sich mit allen medien zugleich anlegen zeugt zumindest von eiern wie sie ein kern oder dosko niemals haben werden. ob babler das politisch überlebt ist eine andere frage, aber bewundernswert ist es.
Nyardyn on
> „Leonhard Dobusch fasst die Problematik zusammen: „Es gibt keine unabhängigen Medien.“ Alle seien – bis zu einem gewissen Grad – von politischen Akteur:innen, Eigentümer:innen, Abonnent:innen und Inseratenkund:innen abhängig.“
Sehr gut, dass das nicht nur gesagt, sondern auch im Artikel belegt wird. Dass es dazu so viele verschiedene Studien gibt war mir gar nicht bewusst! Ich war tatsächlich davon ausgegangen, das ist etwas, das man in Österreich als Bürger glaubt zu wissen, aber das nirgendwo so wirklich erfasst wäre – schön, dass ich mich irre und das sehr wohl gut dokumentiert ist!
> „Diesen Eindruck untermauert eine Analyse der Universität Linz (JKU) von 62 Haushalten mit einem Vermögen jenseits der 500 Millionen Euro. „Durch die Finanzierung oder den Besitz von Medienunternehmen“ könnten vermögende Haushalte „gesellschaftlichen Einfluss“ zu ihren Gunsten ausüben, heißt es in der Studie vom Oktober 2024.“
Toller Artikel und wieder mit astreinen Quellen. Eh scho wissen, wem die Krone und co gehören und was von denen das gewünschte Wahlergebnis ist…
> „Der ÖVP-Politiker und ehemalige Nationalratsvorsitzende Wolfgang Sobotka sagte einst in der Oe24-Talkshow „Fellner Live“ ganz unumwunden: „Na ja, Sie kennen das G’schäft ja, fürs Inserat gibt’s ein Gegengeschäft, oder?“
Muss den Faymann und den Kurz hier nicht erwähnen… ist eh im Artikel beschrieben.
> „Was es bedeutet, dieses System infrage zu stellen, bekommt derzeit Medienminister Andreas Babler (SPÖ) zu spüren. Er kündigte an, die Medienförderung auf neue Beine zu stellen, öffentliche Werbegelder sollen zukünftig an Qualitätskriterien geknüpft sein und nicht nach Gutsherrenart vergeben werden können. Dass nun seit Monaten Negativschlagzeilen über den Vizekanzler im Boulevard dominieren, werten verschiedene Kommentator:innen als Kampagne, um am bestehenden System festzuhalten.“
Man kann nur hoffen, dass der Babler diesen Kampf gewinnt. Das sind fast Eier aus Stahl, in seiner Position sich so mit dem Boulevard anzulegen. Es ist zu erwarten, dass ihm das persönlich echt gar nichts außer Kummer und Sorgen bringt – die Zeitungen werden dafür sorgen, dass ihn für diesen großen Dienst ja keiner liebt und vielleicht auch keiner mehr wählt. Wir schulden diesem Mann den größten Dank; falls er die österreichischen Medien tatsächlich aus dem Sumpf holen kann sogar für das gesamte nächste Jahrhundert.
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das muss man babler auf jeden fall hoch anrechnen, sich mit allen medien zugleich anlegen zeugt zumindest von eiern wie sie ein kern oder dosko niemals haben werden. ob babler das politisch überlebt ist eine andere frage, aber bewundernswert ist es.
> „Leonhard Dobusch fasst die Problematik zusammen: „Es gibt keine unabhängigen Medien.“ Alle seien – bis zu einem gewissen Grad – von politischen Akteur:innen, Eigentümer:innen, Abonnent:innen und Inseratenkund:innen abhängig.“
Sehr gut, dass das nicht nur gesagt, sondern auch im Artikel belegt wird. Dass es dazu so viele verschiedene Studien gibt war mir gar nicht bewusst! Ich war tatsächlich davon ausgegangen, das ist etwas, das man in Österreich als Bürger glaubt zu wissen, aber das nirgendwo so wirklich erfasst wäre – schön, dass ich mich irre und das sehr wohl gut dokumentiert ist!
> „Diesen Eindruck untermauert eine Analyse der Universität Linz (JKU) von 62 Haushalten mit einem Vermögen jenseits der 500 Millionen Euro. „Durch die Finanzierung oder den Besitz von Medienunternehmen“ könnten vermögende Haushalte „gesellschaftlichen Einfluss“ zu ihren Gunsten ausüben, heißt es in der Studie vom Oktober 2024.“
Toller Artikel und wieder mit astreinen Quellen. Eh scho wissen, wem die Krone und co gehören und was von denen das gewünschte Wahlergebnis ist…
> „Der ÖVP-Politiker und ehemalige Nationalratsvorsitzende Wolfgang Sobotka sagte einst in der Oe24-Talkshow „Fellner Live“ ganz unumwunden: „Na ja, Sie kennen das G’schäft ja, fürs Inserat gibt’s ein Gegengeschäft, oder?“
Muss den Faymann und den Kurz hier nicht erwähnen… ist eh im Artikel beschrieben.
> „Was es bedeutet, dieses System infrage zu stellen, bekommt derzeit Medienminister Andreas Babler (SPÖ) zu spüren. Er kündigte an, die Medienförderung auf neue Beine zu stellen, öffentliche Werbegelder sollen zukünftig an Qualitätskriterien geknüpft sein und nicht nach Gutsherrenart vergeben werden können. Dass nun seit Monaten Negativschlagzeilen über den Vizekanzler im Boulevard dominieren, werten verschiedene Kommentator:innen als Kampagne, um am bestehenden System festzuhalten.“
Man kann nur hoffen, dass der Babler diesen Kampf gewinnt. Das sind fast Eier aus Stahl, in seiner Position sich so mit dem Boulevard anzulegen. Es ist zu erwarten, dass ihm das persönlich echt gar nichts außer Kummer und Sorgen bringt – die Zeitungen werden dafür sorgen, dass ihn für diesen großen Dienst ja keiner liebt und vielleicht auch keiner mehr wählt. Wir schulden diesem Mann den größten Dank; falls er die österreichischen Medien tatsächlich aus dem Sumpf holen kann sogar für das gesamte nächste Jahrhundert.