Der Beginn des 16. Jahrhunderts bedeutete für Friesland eine große Revolution. Während die Friesen in den Jahrhunderten zuvor direkt unter dem Kaiser selbst regiert hatten, richteten verschiedene Herren ihr Augenmerk nun auf die fruchtbaren Gebiete entlang der Nordseeküste. Die Herzöge von Sachsen waren die ersten unter ihnen. Im Osten bekamen sie Konkurrenz vom Grafen von Oldenburg und den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg. Im Mittelpunkt dieser Schlacht stand Graf Edzard I. von Ostfriesland. Nachdem er sich zunächst auf die Seite der sächsischen Herzöge gestellt hatte, eroberte er 1506 im Namen des Heiligen Römischen Reiches die Stadt Groningen. Dadurch erlangte er die Kontrolle über weite Teile Frieslands zwischen Lauwers und Weser. Anschließend kam es zu einem diplomatischen Streit um die Frage, wer der rechtmäßige Herrscher Frieslands sei. Im Jahr 1514 eskalierte dieser Konflikt zu einem bewaffneten Kampf, in dem Graf Edzard I. alles tun musste, um seine geerbten Ländereien zu behalten. Er verlor seinen Einfluss westlich der Ems, schloss aber 1517 Frieden mit seinen Feinden und blieb Graf von Ostfriesland. Dadurch wurden die friesischen Länder von der Vlie bis zur Weser dauerhaft voneinander getrennt. Der Traum, alle friesischen Gebiete unter einem einzigen Herrscher zu vereinen, wurde für immer zerstört.

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    Von NiekMB

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    3 Kommentare

    1. Prachtige kaart! Had deze nog nooit gezien.
      Zoals ik altijd zeg: Friesland is géén provincie, wij zijn een volk!

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