Ich lese oft, dass die Forderung nach der 35h-Woche im Sozialb
ereich als „Luxus“ abgetan wird und wir alle nur nix hackeln wollen. Die Realität sieht allerdings so aus.

Die „9-9:30“ Dienste: Ich bin 24,5 Stunden physisch in der Arbeit, bezahlt bekomme ich davon aber nur 16 Stunden. 
Warum? Weil die Nacht als „Bereitschaft“ gilt. Dass man in einer WG mit Jugendlichen eigentlich nie wirklich (gut) schläft, ignoriert das System. Ich verbringe also an jedem 24h Dienst 8h graits in der Arbeit, die mit einer 50 Euro pauschale abgespeist werden. Diese Zeit wird nicht aufs Stundenkontigent gerechnet.

Die 13h-Absurdität: In Österreich darf man eigentlich nicht länger als 10h arbeiten, ohne dass massive Zuschläge oder Schutzbestimmungen greifen. Aber im 24h-Modell hackle ich von 09:00 bis 22:00 (13 Stunden am Stück!) voll durch, bevor die „Ruhe“ beginnt. Vergütung? Ein feuchter Händedruck, weil es ja als „ein langer Dienst“ zählt. 

Wo ist das fair? Und von welchen Verbesserungen spricht die Gewerkschaft eigentlich?

Throwaway Account for obvious reasons.

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Von Ok_Return_4030

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13 Kommentare

  1. obs fair ist oder nicht interessiert keinen, grade der sozialbereich erwirtschaftet nix sondern ist primär ein kostenpunkt, drum is auch nicht mehr geld da

    /s (naja oder auch nicht)

  2. Brief-Surround-8314 on

    Dann such dir halt einen anderen Job. 40 Std/Woche sollte für einen ambitionierten Menschen das Minimum sein- außer man ist Leistungsverweigerer 

  3. TheFamousSpy on

    Was stellst du dir denn stattdessen vor?

    Wenn man in der IT Bereitschaft hat, dann kann man auch nicht machen was man will. schläft auch unruhiger. Die Stunde wird dabei lt. KV mit 4,64 € vergütet.

    Das ist also eine sehr ähnliche Regelung. Mir wäre auch nicht bekannt, dass das in irgendeiner Branche wesentlich anders ist

  4. longusmaximus420 on

    9-9:30 was soll das sein, 30 Minuten Dienste? D hab i ja Grad Mal den Sprit rein gearbeitet um zur Arbeit zu fahren

    Edit: ah hab den Text jetzt gelesen, alles klar

    Wir haben (oder hatten bevor gespart wurde) auch regelmäßig 13h Dienste, ab 10h gibt’s halt nochmal einen Aufschlag und statt 30min Pause, wie bei einem 10er Dienst, halt 1h30min

    Siehst positiv, ich kann nicht viele Ruhezeit verkürzungen sehen bei dir, das zwickt ordentlich (also z.b 22:30 Dienstschluss und um 8 schon wieder drin stehn)

  5. Fritzschmied on

    Ich bin absolut für 35h Vollzeit Woche. Würd halt trotzdem 38,5-40 h arbeiten aber dann natürlich um einiges mehr verdienen bzw. um einiges mehr za aufbauen wenn 35 schon Vollzeit ist.

  6. Du hast in der ersten woche Mittwoch auf Donnerstag 24h frei und dann Fr, Sa, Sonntag.

    In der zweiten Woche Di frei, Mittwoch auf Donnerstag 25h und Sa + Sonntag quasi frei.

    Was gibts denn da zu kämpfen? Andere bekommen die „Freizeit“ auf Dienstreisen, wo man in Wahreheit überhaupt nichts machen kann und im Hotel gammelt auch nicht bezahlt.

  7. 40h passen bei mir gut. Ich arbeite in 12h Schichten (6-18 und 18-6 uhr) und das ~13x im Monat.

    Pausen gibt’s dann wenn der Zugverkehr es zulässt, kann manchmal auch sein dass ich von 8-15 Uhr kaum aufs Klo gehen kann weil so viel zu tun ist. Ist oft eine Einstellungssache.

  8. Bitte formatier das um, damit es normaler Fließtext ist und nicht ein Codeblock, den man ewig horizontal scrollen muss. 

  9. Versteht hier eigentlich niemand die Perversion, dass man laut SWÖ KV keine 12h Schichten machen darf, ohne massiv Zuschläge zu kassieren?
    Aber wenn mans 24h Schicht nennt, sind 13h am Stück hackln legitim?!?

  10. Asscept-the-truth on

    wenn du was anderes außer schläfst müsstest du dich doch in den aktiven dienst versetzen, dass is ja dann keine bereitschaft mehr?

  11. justsomeonetheir on

    Warum ist das nicht wie bei Flugbegleitern geregelt, die auch einen anstregenden Job haben?

  12. twin-hoodlum3 on

    Jeder, der eine 35h-Woche im Sozialbereich als Luxus abtut, ist entweder massiv ahnungslos oder strunzdumm. As simple as that.

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