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8 Kommentare
Genau mein Humor. Eine Frau wird als Geschworene einberufen und fragt nach ob sie sich entschuldigen kann, da sie im 6. Monat schwanger, im Rollstuhl und in Italien ist. Man sagt ihr, dass das nicht geht (im Nachgang heißt es, das wäre doch gegangen).
Dann reist sie an nur um dann festzustellen, dass sie nicht ins Beratungszimmer kommt. Die Richterin sagt, dass sie die Beschaffung einer Rampe anregen wird, es stellt sich später raus, dass schon eine Rampe vorhanden gewesen wäre. Die wurde dann aber doch nicht geholt weil ja die Geschworene entlassen war.
Das is ja voi gemein!
Schon ein bissl traurig, gerade wenn sie vorher auch noch wegen der Barrierefreiheit nachfragt.
Was mich wundert ist, dass sie im 6. Monat schwanger ist und weit weg wohnt, das aber trotzdem kein Ausschlussgrund war. Ein Mordprozess kann ja auch mal länger dauern – da will man doch nicht riskieren, dass eine Geschworene vielleicht früher oder später ausfällt?
Österreich in a Nutshell.
Wie der Artikel beim Lesen immer besser wird.
Das „*Seitens des Gerichts hieß es jedoch, man wisse nicht, mit wem Moshkovich die Vorladung diskutiert habe. Bei stichhaltigen Argumenten wäre eine Enthebung von dieser Pflicht durchaus vorstellbar gewesen, beteuerte Fink.*“ ist etwas was mich so ankotzt.
Wenn man erwischt wird als Behörde/Institution/Wasauchimmer war es danach niemand. Vermutlich der Heilige Geist der am Land draußen ja noch sehr aktiv ist.
Der Teil mit der Rampe ist pures Gold
Und dann kommt der Teil wo anderer Gewschworene sie hätten tragen sollen.
1.) Wie kommen die dazu, was ist wenn die sich dabei verletzen?
2.) Wie absolut würdelos ist dieses Vorgehen gegenüber der Sportlerin…
Ok net bös sein, aber da werden schon zwei völlig verschiedene Dinge wild vermischt.
a) Generell Zumutbarkeit. Wenn wer im Rollstuhl, schwanger und Italien ist, muss eine Entschuldigung möglich sein. Keine Ahnung, was da wo wie schiefgelaufen ist. Ich kenne die wahren Fakten nicht, der Bericht erscheint mir dazu aber schon etwas „einseitig“. Wir sehen den Bericht, lesen ihn, kennen aber die „andere Seite“ der Story nicht.
b) Rampe. Wenn man (a) ausblendet und sich nur auf die Rampe selber fokussiert, ist das für mich aber – sorry – schon etwas hm. Klar, es „sollte“ im Idealfall immer und überall alles barrierefrei sein. Ist es halt nicht. Weil unsere Welt nicht perfekt ist. Und dass die Richterin selber über die Rampe nicht Bescheid weiß? Cmon. Ihr, die ihr das hier lests, wissts ihr alle Bescheid über die Barrierefreiheitsinfrastruktur in eurem Büro?
Das ist jetzt aber eine verlorene Szene aus einem Monty Python Film der behördliche Inkompetenzen veräppelt, oder? ODER?
Vor Gericht (war selber schon und kenne es von anderen) erzählen sie einem immer, dass sie deshalb so viele Schöffen einberufen (und die Hälfte wieder heimschicken) weil so viele einfach nicht auftauchen. Da fährt hin, ein paar nehmens und der Rest fährt wieder heim. Hauptsache die Frau muss extra schwanger aus Italien kommen.
Österreichische Beamte in 2 Sätzen:
Um derartige Vorfälle künftig zu vermeiden, wurde seitens des Gerichts erklärt, man werde eine Rampe anschaffen. Wenige Stunden später war klar: Das Gericht besitzt bereits eine Rampe.