
Hi! Ich bin seit einiger Zeit total in die Welt der TTRPGs (Rollenspiele wie Dungeons & Dragons) eingetaucht. Ich spiele sie, lese darüber, höre Podcasts usw. Bis jetzt hat sich meine Frau nicht wirklich für meine neue Obsession interessiert, aber als ich ihr das Spiel „Slugblaster“ vorstellte, zeigte sie großes Interesse, es auszuprobieren.
Das Christkind muss uns spioniert haben, denn das Buch wurde am 24. von ihm magischerweise zu ihr geliefert. Jetzt komme ich mit meiner Bitte an euch: Ich könnte das Setting des Buchs nutzen, aber ich würde gerne ein eigenes Szenario für sie schreiben. Das Abenteuer sollte in einem Dorf in Österreich zu Beginn der 2000er Jahre (2001–2007) stattfinden.
Leider bin ich nicht in Österreich aufgewachsen und kenne mich daher nicht aus. Könntet ihr eure Erinnerungen an diese Zeit mit mir teilen? Wonach suche ich?
– Popkulturelle Referenzen
– Orte, an denen sich Teenager aufgehalten haben
– Musik
– Spitznamen
– Hobbys und Vereine
– Lebensperspektiven
und alle Arten kleiner Details, die das Setting ins Leben bringen.
Mein Ziel ist es, eine Erfahrung zu schaffen, in der Realität und Nostalgie, verrückte Abenteuer und Sci-Fi aufeinandertreffen.
Ich danke euch im Voraus!
Details über das Teenage-Leben im Dorf zu Beginn der 2000er?
byu/kommpedro inAustria
Von kommpedro
4 Kommentare
So traurig es auch ist: Alkohol hat bei sehr vielen Teenagern damals eine riesige Rolle gespielt. In dem Zeitraum war ich genau ein Teenager (2001 war ich 13). Gegen 2007 war dann immer öfter das Komasaufen in der Zeitung und hatte da eine regelrechte Hochzeit. Dorffeste waren hierbei der Supergau (Feuerwehrfeste (!), Osterfeuer, Sonnwendfeier etc.). Aber eigentlich wurde jedes Ereignis zum saufen ausgenutzt.
Ich will das ganze jetzt nicht schlecht oder gut reden, aber genau dabei sind die besten Erinnerungen entstanden. Wennst einfach mal um 5uhr morgens im Sommer bei Sonnenschein vom Festl heimgetorkelt bist. Natürlich habend die jüngeren (unter 14) heimlich gemacht, 14-16 wurde toleriert und an 16 wurde dir alles an der Bar anstandslos serviert, sogar die Alabama Schwalben. Oder du bist mit 2-3 Flaschen Vodka mit deinen Freunden in den Park und hast dich da niedergeschossen.
Gottseidank sind die Zeiten vorbei und meine Kinder werden nicht so aufwachsen (aber es sind unschätzbare Erinnerungen, auf die ich gern zurückblicke). Das ist jetzt nur ein Aspekt aber für mehr habe ich atm keine Zeit, wenn du noch Fragen hast, immer her damit aber ich werd erst morgen wieder antworten wahrscheinlich. 🙂
Alk und Zigaretten
Landjugend-, Wald-, Wiesen-, Hütten-, See-, … Feste.
Zumindest bei uns im Freundeskreis war Musik ziemlich präsent, auch weil MP3 zu der Zeit gerade am aufkommen war.
Ich bin dann in die Computer und MMORPG Gaming versumpft.
Hat wohl einige Gehirnzellen gerettet im Vergleich zum Alternativprogramm.
Die 2000er waren ned wesentlich anders als jetzt. Nur mehr Alkohol. Fussball und freiwillige Feuerwehr oder Musikkapelle als Freizeit. Sommer am Freibad/See.
[Finnel – Dorfkinder](https://www.youtube.com/watch?v=3SdKODqdNZw) <- recht akkurat dargestellt.
Für ein interessantes Setting ist das meiner Meinung nach zu nah am aktuellen, auch wenn du deiner Frau gerne eine Dosis Nostalgie versetzen würdest, wäre es denke ich besser noch weiter zurück zu gehen, z.B. in die 80er mit gelben Straßenmarkierungen, schwarzen Nummerntaferln und überhaupt total undigital. Dazu fällt mir dann der Film Twinni ein, DVDs leider vergriffen aber total nostalgisch. Kann man bei cineplexx on demand aber streamen. [https://vod.cineplexx.at/film/twinni/](https://vod.cineplexx.at/film/twinni/)
Sowas is sicher auch sehr regional unterschiedlich.
Wir hatten 2 lebhafte Jugendkulturen zu der Zeit an der Schule: Gabba (mit Ed Hardy Shirt, Techno gehört, Jumpstyle und Schranz getanzt) und Emo (ganz in schwarz, Rockfans). Und da hat man sich dann gelegentlich reingesteigert. Und geweint, weil man mit der besten Freundin nicht mehr reden kann, weil sie jetzt Cascada hört.
Man hat sich illegal Musik von Limewire auf den MP3 Player geladen und Bilder mit traurigen Sprüchen am Handy gesammelt. Oder per Bluetooth im Schulbus verschickt
Social Media war man auf sms.at und Netlog. Auf sms.at durfte man im Monat 5 Sms schreiben, was zu zeiten, wo du nur sehr begrenzte Handykontigente hattest Gold wert war.
Beim Schreiben hat man oft Nachrichten mit ^^ beendet. Oder sOooo GeSchriEbEn *rawr*
Im Fernsehen hat man bei Starmania mitgefiebert.
Und verheimlicht, dass man den Kiddy Contest noch cool findet.
Ja und ca alles dazwischen war saufen. Das stimmt schon. Manchmal sogar im Schulturnsaal, wo regelmässig „Clubbings“ veranstaltet wurden.