
Foto: YONHAP News Ein Gericht in Seoul hat Yun Young-ho, einen ehemaligen Leiter der Weltzentrale der Vereinigungskirche, zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er Politikern Geld und Geschenke gegeben hatte. Das Seoul Central District Court erließ am Mittwoch das Urteil für Yun, der wegen Unterschlagung, Verstoß gegen das Gesetz über politische Gelder, Vernichtung von Beweismitteln und Verstoß gegen das Antikorruptionsgesetz vor Gericht stand. Das Gericht verurteilte Yun zu acht Monaten wegen Verstoßes gegen das Gesetz über politische Fonds und zu sechs Monaten wegen Unterschlagung und Verstoßes gegen das Antikorruptionsgesetz. Der Vorwurf der Vernichtung von Beweismitteln wurde jedoch mit der Begründung zurückgewiesen, dass die Vorwürfe, Yun habe Informationen aus einer polizeilichen Untersuchung des Führers der Vereinigungskirche, Han Hak-ja, über Glücksspiel im Ausland erhalten und entsprechende Beweise vernichtet hätten, nicht Gegenstand der Untersuchung des für Yuns Fall zuständigen Sonderermittlers seien. In seiner Entscheidung erklärte das Gericht, dass Yun mit starker finanzieller Unterstützung der Vereinigungskirche große Geldsummen und Geschenke an die ehemalige First Lady Kim Keon-hee und den größten Oppositionsabgeordneten der People Power Party, Kweon Seong-dong, übergeben und dabei Kirchengelder veruntreut habe. Das Gericht sagte, allein diese Straftaten hätten das Vertrauen der Öffentlichkeit in die faire Umsetzung der Richtlinien untergraben, unabhängig davon, ob die als Gegenleistung für das Geld und die Geschenke geforderten Gefälligkeiten tatsächlich eingetreten seien oder nicht. Das Urteil des Gerichts ist milder als die vom Sonderermittlerteam geforderte vierjährige Haftstrafe.