Ich fand diesen Dokumentarfilm wirklich sehr interessant, aber was mir daran nicht gefiel, ist, dass keiner von ihnen, nicht einmal die Ökonomen, die sie dabei hatten, über die eigentliche Ökonomie zu sprechen schien, um die es hier geht.

In der Ökonomie geht es um Anreize. Gier hat es immer gegeben und wird es immer geben, weil sie irgendwie menschlich ist, egal in welchem ​​System sie existiert. In der Sowjetunion gab es Gier, jetzt gibt es Gier im Kapitalismus und es gab Gier im Feudalismus.

Aber in der Ökonomie geht es darum, die richtigen Anreize zu schaffen, um die richtigen Ergebnisse zu erzielen. Und keiner von ihnen in der Dokumentation scheint darüber zu sprechen. Regelungen wie „Wer darf wo einziehen“ und solche Flickenteppiche werden die hier vorhandenen Grundanreize nicht beheben.

Sie führten ein interessantes Beispiel dafür an, dass die SBB sich entschieden hat, nicht viele neue Wohnungen zu bauen, weil die Parteien von ihnen verlangten, dass sie billig statt rentabel seien. Der Impuls, dies zu fordern, ist verständlich. Aber auch die Reaktion der SBB, die Wohnungen dann doch nicht zu bauen, weil Immobilien nicht ihr Zweck seien. Das ist für sie nur ein Nebenprojekt.

Die Aufgabe des Staates besteht darin, die richtigen Anreize zu schaffen, damit die Ziele, die wir erreichen wollen, nämlich tatsächlich erschwingliche Preise und ein ausreichend hohes Angebot, erreicht werden. Die Regierung versagt hier bei ihrer Aufgabe. Dies ist teilweise auf Lobbyismus zurückzuführen, aber auch auf Wahlgewohnheiten und immer mehr populistische Lösungen, die in der Theorie gut klingen, aber wiederum Pflaster sind und die zugrunde liegenden Anreize nicht lösen.

Die Marktkräfte werden immer stärker sein als die Regierung. Dafür gibt es auf der ganzen Welt viele Beispiele, und sie werden sich in vielen Formen zeigen. Die Aufgabe der Regierung besteht darin, diese Marktkräfte in die richtige Richtung zu lenken, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Und das kann nur durch die richtige Steuerpolitik erreicht werden, anstatt beispielsweise zu versuchen, einzelne Projekte bezahlbar zu machen.





Von justyannicc

Ein Kommentar

  1. WalkItOffAT on

    We can’t force private companies to build socialist utopia? *shocked pikachu face*

    Answer is lowering demand = immigration.

    And accepting reality. Olten is <30mins by train. If neither you nor your ancestors managed to secure any local real estate, maybe Zurich isn’t for you. Which is fine. 

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