
Foto: YONHAP News Japan legte heftigen Protest ein, nachdem es Chinas Vorhaben bestätigt hatte, auf der chinesischen Seite der Mittellinie zwischen den beiden Ländern im Ostchinesischen Meer ein neues Bauwerk zu errichten. In einer Erklärung vom Freitag sagte das Außenministerium von Tokio, es sei „äußerst bedauerlich“, dass Peking die einseitige Entwicklung im Ostchinesischen Meer vorantreibe, während die ausschließliche Wirtschaftszone und der Festlandsockel im Ostchinesischen Meer noch nicht abgegrenzt seien. Masaaki Kanai, Generaldirektor des Büros für asiatische und ozeanische Angelegenheiten des Ministeriums, legte bei Shi Yong, dem stellvertretenden Missionschef der chinesischen Botschaft in Tokio, heftigen Protest ein. Japan hat China aufgefordert, die Konsultationen über die Umsetzung eines bilateralen Abkommens über die Ressourcenentwicklung im Ostchinesischen Meer, das die beiden Seiten 2008 getroffen hatten, wieder aufzunehmen. Laut der japanischen Tageszeitung Yomiuri Shimbun geht das Außenministerium davon aus, dass der Bau von Chinas 22. Bauwerk im Ostchinesischen Meer mit der Entwicklung seines Gasfelds zusammenhängt. Die Spannungen zwischen den beiden Nachbarn haben sich in den letzten Monaten verschärft, insbesondere nachdem Kommentare des japanischen Premierministers Sanae Takaichi Anfang November zu einem möglichen Notfall in Taiwan eine heftige Reaktion Chinas hervorriefen.