
Mein Sohn, der Soldat – Das eigene Kind geht freiwillig zur Bundeswehr? Niemals, dachte unsere Autorin. Schließlich hat sie es doch pazifistisch erzogen. Dann verpflichtet sich ihr Sohn.
https://www.sueddeutsche.de/leben/wehrdienst-soldat-familie-mutter-bundeswehr-li.3347535
14 Kommentare
Si vis pacem, para bellum.
Freut mich für den Sohn, dass er sein Ding macht.
Soldaten kommen bekanntlich wie Strom aus der Steckdose.
Ich finde ein sehr interessanter Artikel. Gerade als jemand der auch Kinder hat.
Nicht nur junge Erwachsene im entsprechenden Alter, auch viele Eltern machen sich natürlich Gedanken wie das wird.
Und wie die Autorin ja auch schreibt, es gilt aktuell halt nicht „Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin“ sondern eher „Stell dir vor, alle wollen Frieden, aber ein oder zwei Diktatoren machen nicht mit“.
Auch wenn immer gerne plakativ argumentiert wird, es ist nicht leicht, sich so etwas für seine Kinder vorzustellen, egal wie die Realität aussieht.
Ich finde es auch gut von der Mutter, ihren Sohn zu unterstützen, irgendwann sind die Kinder halt selbst für sich verantwortlich (auch wenn das unabhängig vom Soldaten sein schwer fällt).
Boah die Autorin wirkt aber auch mal so richtig anstrengend
„Sie hat ihn doch pazifistisch erzogen“. Kinder sind halt schon sehr viel früher eigene Persönlichkeiten als viele Eltern wahr haben wollen.
Interessanter Artikel, sie hätte sich am Ende aber fragen sollen ob sie bereit wäre für das Leben ihrer Kinder zu töten anstatt zu sterben.
Ich bin ein Sohn, der ebenfalls vor ca. einem halben Jahr zum Heer gegangen ist (Österreichisches Bundesheer). Ich hatte davor nichts mit dem Bundesheer am Hut, meine Eltern sind beide neutral bis anti-Bundesheer. Ich hab selber mit 18 auf Anregung meines Vaters Zivildienst gemacht.
Jetzt 8 Jahre später, hab ich mich trotzdem fürs Heer entschieden obwohl ich eine gute Zivile Ausbildung hab und auch einen Job in der Industrie hatte. Gründe dafür gabs viele und ich hab mir natürlich auch die Frage gestellt wie es wird wenn der Krieg in Europa zunimmt…
„Weglaufen“ war für mich nie eine Option, auch bevor ich aktiv zum Heer gegangen bin. Ich hab mir gedacht „lieber steh ich im Ernstfall da, bin Ausgebildet und kann vllt sogar anderen helfen“. Wie gesagt gibt’s noch einige andere Gründe warum ich das jetzt gemacht hab und ich hoffe natürlich, wie meine Kameraden, dass ich das, was ich lerne nie brauchen werde.
Ich finde es gut, dass sie sich darauf eingelassen hat, was ihr Sohn nun macht, damit beschäftigt und nicht komplett abblockt, wenn das Thema Bundeswehr zur Sprache kommt.
Ich würde einigen/vielen Aussagen zwar nicht unbedingt zustimmen, aber es war trotz der etwas „speziellen“ Ansicht im Untertitel ganz interessant zu lesen.
Bis zu einem gewissen Grad hat sich ihre Einstellung auch geändert/angepasst. Pazifismus funktioniert halt nicht, wenn ein paar nicht mitspielen wollen.
Ich bin 66.
W15 mit 18 Jahren. Zwei mal verweigert, zweimal abgelehnt. Hab’s gehasst wie die Pest.
Heute? Wahrscheinlich Persoenlichkeitsveraenderung wegen Alters, aber: Aus meiner heutigen Sicht, wuerde ich mich verpflichten und Offizier werden.
Die Friendensversprechungen mit denen ich aufgewachsen bin sind all ins Nichts zerflossen. Leider war unsere ganze Philosophie nicht bruchsicher.
Es gibt kein politisches System das es Psychopathen (Putin) und Soziopathen (Trump) unmöglich macht an die Macht zu kommen. Und es wird nie eines geben.
Wir sind Affen mit einem vergroesserten Vorhirn. Das is Alles. Wir folgen Affen Regeln wir verhalten uns wie Affen. Das bisschen Kultur is Tuenche, die waescht sich ab, wenn’s ernst wird. Das heisst, dass wir ein sehr grosses Aggressions Potenzial haben. Und das laesst sich nicht einfach wegwuenschen.
Leider.
(Sorry, English KB, no Umlaute und Deutsch tippen ist ein Horror fuer mich)
Würde mir ehrlich das Herz brechen.
Die Idee mein Kind irgendwo an der Front zu verlieren, kann niemals durch berechtigtes oder unberechtigtes Gerede über unsere Werte, Wehrhafte Demokratie oder sonst irgendetwas weniger erschreckend gemacht werden.
Kinder tun oft, was die Eltern niemals wollten. So ist das Leben.
Als die 68er-Generation ihre Eltern fragten, was die so in der Nazi-Zeit machten, da passte das denen auch nicht in den Kram. Aber es war notwendig.
Pazifist sein schließt für mich keineswegs aus, Soldat zu sein. Es hängt schließlich nicht von einem selbst ab, ob jemand anders Krieg führt oder nicht/jemand Schutz und Verteidigung braucht.
PAZIFISMUS UND VERTEIDIGUNG SIND KEINE GEGENTEILIGEN KONZEPTE