Schuhkarton?! Die können sich glücklich schätzen! Wir haben Monate lang in ner zusammen gerollten Zeitung in einer Klärgrube gewohnt!
Familiar-Ad9034 on
Wenn jeder qm 4000-4500 € kostet, dann ist das doch klar.
Worried_Crow7597 on
Seit 1965 hat sich die Wohnfläche pro Person von 20 auf jetzt 50qm2 mehr als verdoppelt (wie die taz auch selber schreibt). Die Stagnation auf dem hohen Level jetzt als Schuhkarton zu beschreiben ist… naja.
Hauptgrund ist schlussendlich, dass jeder in der Metropole ein hipper Single sein will aber gleichzeitig bitte kein Neubau. Woher soll dann auch das Wachstum noch kommen?
Western_Ad_682 on
Ich finde das schlimmste eher die Zimmeranzahl. Was gibt nahezu keine 4 Zimmerwohnungen, geschweige denn 5 Zimmerwohnungen. Uns wäre eine Wohnung deutlich lieber als ein Haus gewesen. Alle Neubauten haben ebenfalls meistens 2 maximal 3 Zimmer
carilessy on
Unsere Aussichten:
– Mehr arbeiten
– Mehr Abgaben
– Alles im Abo
– Schuhkartonwohnungen (die auch noch dazu tendieren gen hälfte des Lohns zu kosten)
– Und sei doch bitte nicht krank! ~
Das werden turbulente Jahre.
SwedishReddito on
Eher so: Die Profite der Vermieter steigen immer weiter, weil der Staat als Akteur von Bau von Sozialwohnungen entfällt. Und diese trotz Bedarf spottbillig an Wohnungskonzerne verscherbelt.
mh_992 on
> Laut der Schätzung soll die Durchschnittsgröße einer Wohnung von derzeit etwa 94 Quadratmetern bis zum Jahr 2050 auf dann knapp 88,5 sinken.
Oh nein, 6% weniger Fläche ist ein „Schuhkarton“. Fläche pro Person wird wahrscheinlich trotzdem steigen wegen Demografie und so.
Exotic-Draft8802 on
Unpopular Opinion: Ich finde kleine Wohnungen gar nicht so schlimm, solange sie WIRKLICH gut geschnitten und mit passenden Möbeln ausgestattet sind.
Dazu gehört:
1. Küche: bitte keine regale, sondern nur Schubladen.
2. Flure minimieren
3. Badfläche minimieren: ein bad braucht eine Möglichkeit Handtücher aufzuhängen, etwas Stauraum für hygienebedarf. In guten hotels ist das häufig gut gelöst.
4. Nische für Haushaltssachen, insbesondere für den Staubsauger. Der hat in vielen Wohnungen/Häusern keinen guten Platz
In Studenten Zimmern kann man noch mit den Ebenen spielen, also zb das Bett erhöht um darunter Platz zu schaffen.
Und selbstverständlich gilt auch, dass man gut arbeiten muss wenn viele Menschen auf einander leben:
1. Schall: ich erinnere mich gut an knallende Haustüren, Nachbarn die ihre Katze rund um die Uhr rufen, Nachbarn von denen ich dauernd Musik höre.
2. Licht: auch wenn es eng ist, sollte jeder viel Tageslicht bekommen. Meine Frau hatte eine sousterrain 1-Zimmer Wohnung, die da schon kritisch war
3. Gemeinschaftsräume / „dritte Plätze“ in der Nähe: wir wollen uns mit Freunden treffen. Für viele bedeutet das in den eigenen 4 Wänden, aber nur weil unsere Gesellschaft in dem Bezug versagt. Eventuell sollte man ab einer gewissen Wohneinheitsdichte die Bauherren/Vermieter verpflichten beheizten kostenlos nutzbaren Raum für gesellschaftliche Anlässe bereit zu stellen. In einigen Studentenwohnheimen gibt’s für jeden Flur einen Gemeinschaftsraum. Ist in einer Großstadt anonym jetzt auch nicht das geilste… Vielleicht könnte man auch Vereine unterstützen oder irgendwie dafür sorgen, dass man in Bars / Cafés eine Weile son kann ohne auf Dauer ein Vermögen da zu lassen
Just_a_Berliner on
Das ist jetzt sehr reißerisch von der Taz gewählt.
Zu einem geht die durchschnittliche Wohnfläche pro Person bis 2050 nur um 5% zurück. Wenn das ein Schuhkarton sein soll, dann müssen die Redakteure dort, ganz schön große Füße haben.
Darüber hinaus darf man auch nicht vergessen, dass jeder m² nicht nur Geld, sondern auch ökologische Ressourcen kostet auch wenn man noch so ökologisch bau. Daher gibt es schon seit Jahren die Forderung mehr gemeinschaftliches Wohnen zu fördern, um dadurch Wohnbedarfe zu decken.
Und ich bin da mal so ketzerisch und behaupte, dass eine Person gut mit 40m² leben kann.
captainbastion on
>Laut der Schätzung soll die Durchschnittsgröße einer Wohnung von derzeit etwa 94 Quadratmetern bis zum Jahr 2050 auf dann knapp 88,5 sinken.
>Schuhkarton
Hmm
florapalmtree on
Ich bevorzuge die Ausdrücke Hasenkiste oder Wohnklo
heytherejess_ on
War das nicht schon immer so, wenn man nicht zur oberen Mittelklasse gehört hat? Ich hatte während meiner Schulzeit viele Freunde, die sich das Zimmer mit dem Geschwisterchen teilen mussten. Teilweise sogar im Stockbett, weil keine zwei Betten ins Zimmer gepasst haben.
Diejenigen, die alle ein eingenes Zimmer hatten, waren die, deren Eltern gebaut hatten und dementsprechend besserverdienend waren.
Und heutzutage ist es auch nicht besser. Wenn man sich die ganzen Neubausiedlungen anschaut sieht man ja, wie knapp bemessen der Wohnraum ist. Bin immer wieder überrascht, Baupläne zu sehen oder das auch in echt zu sehen, wie die Leute so knapp planen, dass sie sich nicht mal einige Regale oder Schränke ins Wohnzimmer stellen können, weil sonst alles vollgestellt wäre.
Axolotlanwaerter on
Bin ich froh, dass ich als armer Mensch so gut wohne. Hab selten Glück. Doch da hab ich es echt besser als andere. Schade, dass es so ein Glück braucht.
Nick_Lange_ on
Grüße aus Chemnitz, hier gibt’s alle Formen und Farben von Wohnungen für den halben Preis.
Die Stadt ist echt schön, kommt vorbei.
yeti-biscuit on
_dER maRkt ReGElt_
/s
…das tut er in der Tat, und das ist das Ergebnis. Alle die sich im den Kommentaren daran aufziehen, dass es doch nur ein paar Prozent weniger Fläche sind, vergessen, dass es der eigentliche Aufreger ist, dass in der gleichen Zeit Immobilienkapital, Profite, Rendite und Mieten sehr wohl steigen und das bei sinkender Leistung – der Wohnfläche.
Responsible-Fly3526 on
Macht Sinn. Einfache Rechnung: Mehr Mieter = Mehr Einnahmen. Außerdem kann sich die breite Masse sowieso keine 4-5 Raum leisten.
Alpakasus on
Alter hatte ich ne Panikattacke, hatte mich gefragt woher die ein Bild von meiner Wohnung her hatten
Zeo_Noire on
Wenn der Schuhkarton wenigstens günstig wäre könnte ich damit leben.
Ruby437 on
Habt ihr die Doku vom Leipziger Vermieter gesehen der aus einer 3 Zimmer Wohnung eine 11 Zimmer Wohnung gemacht hat, durch dünne Wände? Vermieter können sich alles erlauben, gerade bei Ein-Zimmer-Wohnungen, weil es nur noch um die Lage geht.
Professional-Bus8449 on
GALVANIZED STEEL!!!!!!
ILikeFlyingMachines on
Durchschnittliche Wohnungsgröße ist irgendwie aber nicht so relevant, das müsste man schon pro Person rechnen. Es leben halt auch mehr Leute allein als früher, logischerweise wird der Schnitt kleiner
Miri_in_da_house on
Wenn man sich den Grundriss vieler Neubauten so anschaut, gibt es in den Zweizimmerwohnungen eine offene Küche (grad mal eine 3 Meter Zeile) und Ess-/Wohnzimmer, wo nur ein Tisch mit vier Stühlen, eine Couch und n fetter Flatscreen geplant ist. Das Bad hat eine Dusche und grad noch so die Möglichkeit, dort eine Waschmaschine aufzustellen. Kleiner Flur und ein Schlafzimmer mit einem Doppelbett, einer Anrichte und 2,5-3 Meter Kleiderschrank. Kein Platz für Hobbys oder einen Schreibtisch oder große Kochaktionen.
Nur funktionales Leben um zu arbeiten. Mehr kann man sich in der Stadt eh nicht leisten!
Und immer diese bodentiefen Fenster, die eine individuelle Einrichtung unmöglich machen…gern noch in Kombination mit diesen Glaskästen als Balkon. Bei uns zur 4 spurigen Hauptstraße hin. Da sitzt niemand, dafür sieht man überall den vollgemüllten Balkon als eine Art Abstellraum. Wer denkt sich so einen architektonischen Müll aus!
Ok-Today8025 on
In dem Schuhkarton ist ja noch Platz für einen Stuhl! Man kann doch auch auf dem Bett sitzen…
Complex-Health-5032 on
Und sie wundern sich immer wieder, warum die Bevölkerung abnimmt.
moonshinesailing on
Das „lustige“ ist ja, dass das alles vorhersehbare Ergebnisse der von der Taz präferierten Markteingriffen ist, „lol“. Tja
Wirklich absolut nicht vorherzusehen, was für Auswirkung maximaler Mieterschutz, Preiskontrollen, NIMBYismus und immer höhere und teurere Vorschriften auf die Preise, Qualität Verfügbarkeit und Risikotoleranz von Vermietern haben würde. Aber trust the science und so 😂
6unnm on
Der Titel ist so absoluter Käse. Die Wohnfläche in Deutschland hat sich in den vergangen Jahrzehnten mehr als verdoppelt. 1965 waren wir bei 20m² pro Person mittlerweile sind wir bei fast 50m². Der Artikel selbst ist ja dann auch ganz brauchbar, die Zahlen stimmen. Ähnlich sieht das übrigens bei unseren Nachbarn aus: In Österreich wächst die Wohnfläche pro Person ähnlich wie in DE [seit Jahrzehnten](https://option.news/wohnraum-im-wandel/https://option.news/wohnraum-im-wandel/). Das es nicht ewig in einem Land mit hoher Bevölkerungsdichte so weitergehen kann und wir vielleicht auch keine knapp 50m² pro Person brauchen, ist das vielleicht auch einfach eine gute Entwicklung.
horror-traktor on
Es ist irgendwie deprimierend, dass man als junger Mensch inzwischen einfach mit einer zwei Zimmer Wohnung schon Glück hat vor allem, wenn die noch bezahlbar ist. Währenddessen wohnen ältere Menschen zu alten Mietpreisen in den großen Familienwohnung mit viel zu vielen Zimmern weil umziehen sich nicht lohnen würde. Solange alte Menschen nicht in kleine Wohnungen ziehen können, weil mieten zu hoch sind, werden sich junge Menschen (vor allem die, die eine Familie gründen wollen) mit den 1-2 Zimmern begnügen müssen. Und die Zimmergrößen sind dort meistens auch sehr klein…
Fisch0557 on
Und selbst die Schuhkartons werden kleiner gemacht weil alle strunzdämlich sind.
Ich wohne in der DDR Platte, da hast du zwischen Bad und Küche die Rohre und an der Flurseite dieses Schachts den Sicherungskasten. Dadurch kann logischerweise eine Küchenzeile nicht wirklich anders aufgestellt werden als ursprünglich angedacht. Aber weil offenen Küchen ja der neuste Schrei sind hat man die Wand Küche zu Wohnzimmer entfernt.
Ergebnis: effektiv 4-5 qm weniger nutzbare Fläche, weil die Tür zur Küche die vorher im Flur war jetzt zu ist und ich ja noch irgendwie in meine Küche laufen muss. Dadurch ist die linke Küchenwand die weg ist zur Hälfte unbenutzbar für Schränke, Arbeitsplatte, etc. weil ich da lang laufen muss.
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28 Kommentare
Schuhkarton?! Die können sich glücklich schätzen! Wir haben Monate lang in ner zusammen gerollten Zeitung in einer Klärgrube gewohnt!
Wenn jeder qm 4000-4500 € kostet, dann ist das doch klar.
Seit 1965 hat sich die Wohnfläche pro Person von 20 auf jetzt 50qm2 mehr als verdoppelt (wie die taz auch selber schreibt). Die Stagnation auf dem hohen Level jetzt als Schuhkarton zu beschreiben ist… naja.
Hauptgrund ist schlussendlich, dass jeder in der Metropole ein hipper Single sein will aber gleichzeitig bitte kein Neubau. Woher soll dann auch das Wachstum noch kommen?
Ich finde das schlimmste eher die Zimmeranzahl. Was gibt nahezu keine 4 Zimmerwohnungen, geschweige denn 5 Zimmerwohnungen. Uns wäre eine Wohnung deutlich lieber als ein Haus gewesen. Alle Neubauten haben ebenfalls meistens 2 maximal 3 Zimmer
Unsere Aussichten:
– Mehr arbeiten
– Mehr Abgaben
– Alles im Abo
– Schuhkartonwohnungen (die auch noch dazu tendieren gen hälfte des Lohns zu kosten)
– Und sei doch bitte nicht krank! ~
Das werden turbulente Jahre.
Eher so: Die Profite der Vermieter steigen immer weiter, weil der Staat als Akteur von Bau von Sozialwohnungen entfällt. Und diese trotz Bedarf spottbillig an Wohnungskonzerne verscherbelt.
> Laut der Schätzung soll die Durchschnittsgröße einer Wohnung von derzeit etwa 94 Quadratmetern bis zum Jahr 2050 auf dann knapp 88,5 sinken.
Oh nein, 6% weniger Fläche ist ein „Schuhkarton“. Fläche pro Person wird wahrscheinlich trotzdem steigen wegen Demografie und so.
Unpopular Opinion: Ich finde kleine Wohnungen gar nicht so schlimm, solange sie WIRKLICH gut geschnitten und mit passenden Möbeln ausgestattet sind.
Dazu gehört:
1. Küche: bitte keine regale, sondern nur Schubladen.
2. Flure minimieren
3. Badfläche minimieren: ein bad braucht eine Möglichkeit Handtücher aufzuhängen, etwas Stauraum für hygienebedarf. In guten hotels ist das häufig gut gelöst.
4. Nische für Haushaltssachen, insbesondere für den Staubsauger. Der hat in vielen Wohnungen/Häusern keinen guten Platz
In Studenten Zimmern kann man noch mit den Ebenen spielen, also zb das Bett erhöht um darunter Platz zu schaffen.
Und selbstverständlich gilt auch, dass man gut arbeiten muss wenn viele Menschen auf einander leben:
1. Schall: ich erinnere mich gut an knallende Haustüren, Nachbarn die ihre Katze rund um die Uhr rufen, Nachbarn von denen ich dauernd Musik höre.
2. Licht: auch wenn es eng ist, sollte jeder viel Tageslicht bekommen. Meine Frau hatte eine sousterrain 1-Zimmer Wohnung, die da schon kritisch war
3. Gemeinschaftsräume / „dritte Plätze“ in der Nähe: wir wollen uns mit Freunden treffen. Für viele bedeutet das in den eigenen 4 Wänden, aber nur weil unsere Gesellschaft in dem Bezug versagt. Eventuell sollte man ab einer gewissen Wohneinheitsdichte die Bauherren/Vermieter verpflichten beheizten kostenlos nutzbaren Raum für gesellschaftliche Anlässe bereit zu stellen. In einigen Studentenwohnheimen gibt’s für jeden Flur einen Gemeinschaftsraum. Ist in einer Großstadt anonym jetzt auch nicht das geilste… Vielleicht könnte man auch Vereine unterstützen oder irgendwie dafür sorgen, dass man in Bars / Cafés eine Weile son kann ohne auf Dauer ein Vermögen da zu lassen
Das ist jetzt sehr reißerisch von der Taz gewählt.
Zu einem geht die durchschnittliche Wohnfläche pro Person bis 2050 nur um 5% zurück. Wenn das ein Schuhkarton sein soll, dann müssen die Redakteure dort, ganz schön große Füße haben.
Darüber hinaus darf man auch nicht vergessen, dass jeder m² nicht nur Geld, sondern auch ökologische Ressourcen kostet auch wenn man noch so ökologisch bau. Daher gibt es schon seit Jahren die Forderung mehr gemeinschaftliches Wohnen zu fördern, um dadurch Wohnbedarfe zu decken.
Und ich bin da mal so ketzerisch und behaupte, dass eine Person gut mit 40m² leben kann.
>Laut der Schätzung soll die Durchschnittsgröße einer Wohnung von derzeit etwa 94 Quadratmetern bis zum Jahr 2050 auf dann knapp 88,5 sinken.
>Schuhkarton
Hmm
Ich bevorzuge die Ausdrücke Hasenkiste oder Wohnklo
War das nicht schon immer so, wenn man nicht zur oberen Mittelklasse gehört hat? Ich hatte während meiner Schulzeit viele Freunde, die sich das Zimmer mit dem Geschwisterchen teilen mussten. Teilweise sogar im Stockbett, weil keine zwei Betten ins Zimmer gepasst haben.
Diejenigen, die alle ein eingenes Zimmer hatten, waren die, deren Eltern gebaut hatten und dementsprechend besserverdienend waren.
Und heutzutage ist es auch nicht besser. Wenn man sich die ganzen Neubausiedlungen anschaut sieht man ja, wie knapp bemessen der Wohnraum ist. Bin immer wieder überrascht, Baupläne zu sehen oder das auch in echt zu sehen, wie die Leute so knapp planen, dass sie sich nicht mal einige Regale oder Schränke ins Wohnzimmer stellen können, weil sonst alles vollgestellt wäre.
Bin ich froh, dass ich als armer Mensch so gut wohne. Hab selten Glück. Doch da hab ich es echt besser als andere. Schade, dass es so ein Glück braucht.
Grüße aus Chemnitz, hier gibt’s alle Formen und Farben von Wohnungen für den halben Preis.
Die Stadt ist echt schön, kommt vorbei.
_dER maRkt ReGElt_
/s
…das tut er in der Tat, und das ist das Ergebnis. Alle die sich im den Kommentaren daran aufziehen, dass es doch nur ein paar Prozent weniger Fläche sind, vergessen, dass es der eigentliche Aufreger ist, dass in der gleichen Zeit Immobilienkapital, Profite, Rendite und Mieten sehr wohl steigen und das bei sinkender Leistung – der Wohnfläche.
Macht Sinn. Einfache Rechnung: Mehr Mieter = Mehr Einnahmen. Außerdem kann sich die breite Masse sowieso keine 4-5 Raum leisten.
Alter hatte ich ne Panikattacke, hatte mich gefragt woher die ein Bild von meiner Wohnung her hatten
Wenn der Schuhkarton wenigstens günstig wäre könnte ich damit leben.
Habt ihr die Doku vom Leipziger Vermieter gesehen der aus einer 3 Zimmer Wohnung eine 11 Zimmer Wohnung gemacht hat, durch dünne Wände? Vermieter können sich alles erlauben, gerade bei Ein-Zimmer-Wohnungen, weil es nur noch um die Lage geht.
GALVANIZED STEEL!!!!!!
Durchschnittliche Wohnungsgröße ist irgendwie aber nicht so relevant, das müsste man schon pro Person rechnen. Es leben halt auch mehr Leute allein als früher, logischerweise wird der Schnitt kleiner
Wenn man sich den Grundriss vieler Neubauten so anschaut, gibt es in den Zweizimmerwohnungen eine offene Küche (grad mal eine 3 Meter Zeile) und Ess-/Wohnzimmer, wo nur ein Tisch mit vier Stühlen, eine Couch und n fetter Flatscreen geplant ist. Das Bad hat eine Dusche und grad noch so die Möglichkeit, dort eine Waschmaschine aufzustellen. Kleiner Flur und ein Schlafzimmer mit einem Doppelbett, einer Anrichte und 2,5-3 Meter Kleiderschrank. Kein Platz für Hobbys oder einen Schreibtisch oder große Kochaktionen.
Nur funktionales Leben um zu arbeiten. Mehr kann man sich in der Stadt eh nicht leisten!
Und immer diese bodentiefen Fenster, die eine individuelle Einrichtung unmöglich machen…gern noch in Kombination mit diesen Glaskästen als Balkon. Bei uns zur 4 spurigen Hauptstraße hin. Da sitzt niemand, dafür sieht man überall den vollgemüllten Balkon als eine Art Abstellraum. Wer denkt sich so einen architektonischen Müll aus!
In dem Schuhkarton ist ja noch Platz für einen Stuhl! Man kann doch auch auf dem Bett sitzen…
Und sie wundern sich immer wieder, warum die Bevölkerung abnimmt.
Das „lustige“ ist ja, dass das alles vorhersehbare Ergebnisse der von der Taz präferierten Markteingriffen ist, „lol“. Tja
Wirklich absolut nicht vorherzusehen, was für Auswirkung maximaler Mieterschutz, Preiskontrollen, NIMBYismus und immer höhere und teurere Vorschriften auf die Preise, Qualität Verfügbarkeit und Risikotoleranz von Vermietern haben würde. Aber trust the science und so 😂
Der Titel ist so absoluter Käse. Die Wohnfläche in Deutschland hat sich in den vergangen Jahrzehnten mehr als verdoppelt. 1965 waren wir bei 20m² pro Person mittlerweile sind wir bei fast 50m². Der Artikel selbst ist ja dann auch ganz brauchbar, die Zahlen stimmen. Ähnlich sieht das übrigens bei unseren Nachbarn aus: In Österreich wächst die Wohnfläche pro Person ähnlich wie in DE [seit Jahrzehnten](https://option.news/wohnraum-im-wandel/https://option.news/wohnraum-im-wandel/). Das es nicht ewig in einem Land mit hoher Bevölkerungsdichte so weitergehen kann und wir vielleicht auch keine knapp 50m² pro Person brauchen, ist das vielleicht auch einfach eine gute Entwicklung.
Es ist irgendwie deprimierend, dass man als junger Mensch inzwischen einfach mit einer zwei Zimmer Wohnung schon Glück hat vor allem, wenn die noch bezahlbar ist. Währenddessen wohnen ältere Menschen zu alten Mietpreisen in den großen Familienwohnung mit viel zu vielen Zimmern weil umziehen sich nicht lohnen würde. Solange alte Menschen nicht in kleine Wohnungen ziehen können, weil mieten zu hoch sind, werden sich junge Menschen (vor allem die, die eine Familie gründen wollen) mit den 1-2 Zimmern begnügen müssen. Und die Zimmergrößen sind dort meistens auch sehr klein…
Und selbst die Schuhkartons werden kleiner gemacht weil alle strunzdämlich sind.
Ich wohne in der DDR Platte, da hast du zwischen Bad und Küche die Rohre und an der Flurseite dieses Schachts den Sicherungskasten. Dadurch kann logischerweise eine Küchenzeile nicht wirklich anders aufgestellt werden als ursprünglich angedacht. Aber weil offenen Küchen ja der neuste Schrei sind hat man die Wand Küche zu Wohnzimmer entfernt.
Ergebnis: effektiv 4-5 qm weniger nutzbare Fläche, weil die Tür zur Küche die vorher im Flur war jetzt zu ist und ich ja noch irgendwie in meine Küche laufen muss. Dadurch ist die linke Küchenwand die weg ist zur Hälfte unbenutzbar für Schränke, Arbeitsplatte, etc. weil ich da lang laufen muss.