In der Schule haben sie uns immer die heiligen, unfehlbaren Naturgesetze von Angebot und Nachfrage eingetrichtert: Steigt das Angebot, bleibt die Nachfrage aber gleich, müssten eigentlich die Preise sinken, damit die Nachfrage wieder steigt.

    Aber oh nein, wenn es darum geht dass der geschröpfte Österreicher verliert, gelten diese Gesetze aber scheinbar nicht. Hier erhöhen sich die Preise bei mehr Angebot bei gleicher Nachfrage.

    https://www.derstandard.at/story/3000000250021/supermarkteinkauf-in-oesterreich-laut-konsumentenschutz-viel-teurer-als-in-deutschland

    Lebensmittelpreise: Helft mir zu verstehen warum eine hohe Filialdichte zu hohen Preise führen soll
    byu/TheWhiskyBear inAustria



    Von TheWhiskyBear

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    29 Kommentare

    1. GazelleLower5146 on

      Es ist ja nicht mehr Angebot, das ist das Problem. Nur das selbe Angebot aufgeteilt auf 20 Orte.

    2. I versteh net was die Jammerei wegen der Lebensmittelpreise immer soll. Wer sich kein Brot leisten kann, soll halt Kuchen essen.

    3. kaeseleberkaes on

      Personalkosten, Miete, Errichtung des Geschäfts, Stromkosten… das geht unendlich weiter. Ein Geschäft kostet halt auch geld und steht ned gratis da

    4. Wenns beim Billa in der Hauptstraße 5 zu teuer ist, geh ich in den Billa in der Hauptstraße 15 oder wie?

    5. >Hier erhöhen sich die Preise bei mehr Angebot bei gleicher Nachfrage.

      Der Trugschluss ist, dass es mehr Angebot gibt.

      Das ist immer das selbe Angebot, das nur von verschiedenen Orten verkauft wird. Und dadurch das jeder Ort bezahlt werden muss (Miete, Mitarbeiter, Strom…) steigt der Grundpreis für den ein Verkäufer das Ding anbieten will um zu sagen, ja lohnt sich für mich.

    6. Das Warenangebot richtet sich nach der Nachfrage und steigt ja nicht, sondern verteilt sich auf mehr Läden mit weniger Umsatz, daher höheren Gesamtkosten, daher höheres Preisniveau. Steht im Einklang zu den Wirtschaftstheorien.

    7. Naja, um so mehr Filialen du hast umso mehr Personal brauchst du. Zusätzlich muss zu jeder Filiale einzelnz bestellt werden, Buch geführt werden etc.

      Aber bei höherer filial Dichte, verteilen sich die Kunden mehr.
      Heißt du hast pro Filiale höhere Kosten aber weniger Umsatz.

    8. Du verwechselst Filialdichte mit Konkurrenz. Wenn BILLA statt 30 Filialen jetzt 40 im selben Gebiet betreibt, werden die trotzdem nicht miteinander konkurrieren und versuchen sich gegenseitig zu unterbieten. Allerdings muss BILLA halt jetzt um ein Drittel mehr Mieten und Angestellte zahlen. Allerdings wird der Umsatz nicht um ein Drittel erhöht, sondern nur um einen Teil davon. Darum steigen die Preise, weil die Fixkosten gestiegen sind.

    9. Wolpertinger81 on

      Du hast durch die Filialdichte weder mehr Angebot noch mehr Nachfrage, es verteilt sich einfach nur.

      Und jede Filiale kostet Geld – Gebäude, Betrieb (Strom, Kühlung, …), Verwaltung, Versicherung und Personal. – dann kommen noch Kosten für Einkauf, Transport usw hinzu.

      Wenn jetzt 1 Filiale die Nachfrage im Einzugsgebiet erfüllt ist das okay. Wenn sich jetzt eine 2te Filiale im gleichen Einzugsgebiet ansiedelt dann verdoppeln sich die Aufwendungen – die Leute kaufen aber nicht doppelt so viel ein. Nachfrage bleibt ja unverändert.
      Und wenn sich im Einzugsgebiet dann Spar, Billa, Lidl, Hofer, Penny, Billa Plus, Interspar, Norma, usw. den Markt teilen dann hat jeder seine Ausgaben bei gleicher Nachfrage.

    10. Unterhosengummi on

      Najo, in einem funktionierenden Markt wäre das auch tendenziell der Fall. Tut der Lebensmitteleinzelhandel aber nicht. Die wenigen großen Player hebeln das gekonnt aus.

    11. MaleficentLynx on

      OP du wirst mit den jetzigen Bedingungen keine eindeutige Antwort bekommen, die mehr ist als „die Preise machen die Unternehmen.“ Was fehlt denn um akkurater anzutworten? Transparenz. Die Rechnung. So Prinzipien wie Angebot und Nachfrage und Preisgestaltung ist nicht als Tool geeignet, man braucht mehr. Als BSP: Unternehmen die eigentlich „Minus“ machen, auf Investoren angewiesen sind, rentabel wird das Unternehmen nach X Jahren mit folgenden Rechnungsformeln …

    12. Ist halt auch ein komplettes Blödsinnsargument, das nur Leute mit einstelligem IQ tatsächlich glauben.

      Morgen sagt dann mein Anwalt, er muss leider seinen Stundensatz verdoppeln, weil sein neuer Aston Martin so viel kostet. Oder so.

    13. Angebot und Nachfrage hängt nicht mit der Anzahl der Filialen, sondern mit der Menge des Produktes zusammen. Weiters ist halt eine Beschränkung des Marktes auf „Angebot und Nachfrage“ eine Versimplifizierung der Realität.

    14. Du hast wesentliche Denkfehler:

      1. Die Nachfrage bei Lebensmitteln ist grundsätzlich konstant
      2. höhere Filialdichte bedeutet nicht mehr Angebot, sonder nur das selbe Angebot häufiger
      3. Wir haben im wesentlichen 4 Händler die sich eigentlich ned wirklich Konkurieren: Rewe, Spar, Hofer und Lidl. Keine Konkurenz = kein Wettbewerb und somit ist das klassische Angebot und Nachfrage ausgehebelt

    15. Nosfearatu50 on

      Was einem in der Schule leider NICHT gelernt wird ist, dass man im Leben sehr oft von Institutionen und deren Vertretern angelogen wird.
      Total dreist und platt, weil es nicht um Authentizität, Ehrlichkeit oder Glaubwürdigkeit geht, sondern nur darum eine Antwort zu liefern, egal wie deppert die ist, nur damit man keine Verantwortung übernehmen muss und trotzdem nicht schweigt.
      😉

    16. Realistic-Major4888 on

      Ich frag mich immer noch wer diese hohe Filialdichte überhaupt wollte.

    17. d645b773b320997e1540 on

      Das Angebot wird ja ned mehr, wenn sie mehr Filialen haben – es teilt sich nur granularer auf. Gleichzeitig haben sie aber mehr laufende Kosten (Miete, Strom, Gehälter, Verwaltung etc…).

    18. overanalizer2 on

      Die Filialdichte sorgt dafür, dass die einzelne Filiale weniger Kapazitäten hat, und dadurch im Schnitt das Angebot geringer ausfällt.

    19. Die Preise erhöhen sich vor allem bei sinkender nachfrage damit sie gewinnmarge gleich bleibt.

    20. Vor allem die Overheads aber auch vieles andere skaliert einfach nicht linear sondern wird billiger, wenn man größere Filialen hat.

      Nimm Kassen, also nur mal das Ding, nicht das Personal. Bei einem kleinen Billa brauchst du zwei davon. Bei einem größeren der doppelt so viele Kunden bedient kommst du wahrscheinlich mit 3 auch durch. 25% an Anschaffungs und Wartungskosten gespart.

      Oder die Waage in der Obst/gemüseabteilung. 2 kleine Billa = 2 Waagen. 1 größerer Billa = 1 Waage.

      Und das zieht sich so durch alles durch, auch beim Personal brauchst du weniger, die Logistik wird einfacher, es bleibt weniger unverkauftes Zeug übrig,…

    21. ServiceBorn3866 on

      Wenn der Billa mehr Filialen zu verwalten hat, heisst das auch mehr Kosten, die er dem Kunden weiterverrechnet.

      Was was helfen würde wäre wenn man ein paar internationale Ketten nach Österreich brächte. CareFour, Edeka, Sainsbury’s, Tesco… Aber ich vermute mal, denen müsste man es schmackhaft machen.

    22. N0LimitInvesting on

      Rein wirtschaftlich betrachtet könnte man die hohen Preise damit argumentieren:

      wenig Konkurrenz am Markt (Rewe, Spar teilen sich fast 70-75% des Marktanteils) > hohe Filialdichte, also wenig Konkurrenz in diesem Segment und somit hohe Logistik-, Personal-, Nebenkosten.

      Die Aussage, dass der AT ein kleiner Markt wäre und weniger Verhandlungsspielräume bei den Preisverhandlungen bestehen, ist völlig falsch, da aufgrund des hohen Marktanteils von Rewe und Spar, unglaublich hohe Mengen eingekauft werden. Außerdem habe ich bei Rewe gearbeitet und weiß, welche Macht sie gegenüber den Herstellern hat. Erhält Rewe nicht den gewünschten Einkaufspreis, selbst von den großen Produzenten, werden deren Produkte woanders/schlechter platziert oder gar vom Sortiment runtergenommen, was sich die meisten gar nicht erlauben können.

      Ein konkretes Beispiel war D’arbo bei Rewe, die zu viel für ihre Produkte verlangt haben und dadurch wanderten die D‘arbo Produkte bei Billa&Billaplus weiter runter, also nicht mehr in unmittelbarer Sicht des Käufers.

    23. 22OpDmtBRdOiM on

      Jeder Markt und Personal kostet.
      Desto weniger Märkte und desto weniger Personal desto weniger Kosten.

    24. Die Filialdichte lässt die Preise nicht so stark ansteigen. 

      Wäre die Filialdichte geringer, bräuchte man viel größere Geschäfte. Wir bräuchten Geschäfte in der Größenordnung vom Interspar. Es gäbe durch die geringere Filialdichte auch nicht weniger Arbeitskräfte. 

      Die Stromkosten sind bei einer hohen Filialdichte auch nicht höher als bei einer geringeren Filialdichte. 

      Was die Lieferkosten angeht: Ein Interspar in einer Stadt wie Graz bekommt täglich 4-5 Lieferungen durch LKWs wobei zwei Filialen abgedeckt werden. Ein Hofer bekommt täglich 1-2 LKW Lieferungen, wobei mit einem LKW 2-3 Filialen beliefert werden. 

      Das Angebot und die Nachfrage würden sich auf weniger Filialen aufteilen. Der Umsatz einer einzigen Filiale würde deutlich steigen. Das führt dazu, dass eine Filiale viel mehr Mitarbeiter hat als eine kleine Filiale. Die Anzahl der Mitarbeiter pro 1.000€ Umsatz bleibt unverändert. Die Stromkosten sind dabei zu vernachlässigen. Die Miete für sehr große Gebäude wäre auch viel höher als für kleine Gebäude.  Aber auch die Mietkosten wirken sich nicht so explosiv auf die Preise aus. 

    25. swaggerboy85 on

      Es ist so der Österreicher will in 3 min einkaufen gehen daher haben die Händler an jeder Ecke einen Supermarkt hingestellt. Das kostet Geld. Günstiger wäre es zB wie in UK wo man auch mal 20 min fahren muss für einen Supermarkt, da gibts eine geringere Dichte weil der Brite es gewohnt ist länger zu fahren und eventuell auch nur 1 mal pro Woche einkauft. Der Aldi dort ist auch 3 mal so groß wie bei uns dort hat ein Store 12 Kassen wovon meist 10 besetzt sind unter der Woche ! 

    26. WTF_software on

      Es ist ein Soft-Kartell mit öffentlich bekannten Preisen in dem man sich gegenseitig einfach nichtt weh tut. Ein gutes Beispiel dafür war die zeitnahe Einführung von Servicegebühren bei den damals 4 Mobilfunkern.

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