
Foto: YONHAP News Eine interne militärische Untersuchung hat bestätigt, dass die Yoon Suk Yeol-Regierung mehr als ein Jahr vor der Ausrufung des Kriegsrechts beschlossen hat, die Verteilung von Anti-Nordkorea-Flugblättern wieder aufzunehmen. Das Büro des Abgeordneten Choo Mi-ae, der den Gesetzgebungs- und Justizausschuss der Nationalversammlung leitet, sagte am Mittwoch, dass das Verteidigungsministerium die Angelegenheit überprüft habe, nachdem es zu diesem Zeitpunkt Personen in der operativen Befehlskette befragt habe, darunter Personal der verteidigungspsychologischen Operationsgruppe des Ministeriums und der gemeinsamen Stabschefs. Den Ergebnissen zufolge wurde die Entscheidung zur Wiederaufnahme der Flugblattoperationen auf einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates (NSC) im Oktober 2023 getroffen, woraufhin die Abteilung zwischen Februar und November letzten Jahres mindestens 23 Flugblattabwürfe gegen große nordkoreanische Städte und Militäreinrichtungen, darunter Pjöngjang und Wonsan, durchführte. Obwohl der Gruppe während der Yoon-Regierung ein solches Verhalten vorgeworfen wurde, bestätigte am Mittwoch erstmals eine militärische Untersuchung dieses Vorkommnis. Die Untersuchung ergab, dass die Yoon-Regierung am 12. Oktober 2023 nach Beratungen hochrangiger Beamter, darunter des damaligen Verteidigungsministers Shin Won-sik, des damaligen Vereinigungsministers Kim Young-ho und des damaligen Direktors des Nationalen Geheimdienstes Kim Kyu-hyun, beschlossen hatte, die Verteilung von Flugblättern wieder aufzunehmen.