In diesem Februar 1941 Keijō Nippo Der Artikel dokumentiert etwas, das in der Geschichte der koreanischen Kolonialzeit selten diskutiert wird: die aktive staatliche Übertragung nationalsozialistischer deutscher ideologischer Materialien in das Universitätssystem in Seoul.

    Dem Bericht zufolge wurden mehr als siebzig deutsche Bücher offiziell an die Keijō (Seoul) Imperial University gespendet, darunter Mein Kampfmit ausdrücklicher Betonung seines Werts, den Schülern zu vermitteln, wie Deutschland „kämpfte und wie es den Sieg errang“, und die Jugend des kaiserlichen Japans auf dem Weg des Aufbaus einer „Neuen Weltordnung“ zu begleiten. Der Artikel stellt die Spende als einen bewussten Versuch dar, Japan und Deutschland nicht nur politisch, sondern auch spirituell und ideologisch durch Bildung zu vereinen.

    Die Spende wurde von Eugen Ott, dem damaligen deutschen Botschafter im japanischen Kaiserreich, und Professor Hupper von der Seoul Imperial University überwacht. Innerhalb eines Jahres wurde Ott von seinem Posten entlassen, nachdem sein enger Mitarbeiter Richard Sorge als sowjetischer Spion entlarvt worden war. Professor Hupper wurde später in einem vorgestellt Artikel vom 12. Dezember 1941 lobte die Kriegserklärung des kaiserlichen Japans an die Vereinigten Staaten.

    Was diesen Artikel so bedeutsam macht, ist nicht nur das Vorhandensein deutscher Bücher, sondern auch deren ausdrückliche Befürwortung Mein Kampf als Lehrmaterial für die Ausbildung von Studenten. Dies ist ein seltener Beweis dafür, dass der ideologische Einfluss der Nazis während der Kolonialzeit tatsächlich koreanische Universitäten erreichte, vermittelt durch japanische imperiale Institutionen und gerechtfertigt als Teil der "Neue Weltordnung" von den Achsenmächten vorgesehen.

    (Übersetzung)

    Gyeongseong Ilbo (Keijō Nippo), 25. Februar 1941

    Von Deutschland zur Keijō (Seoul) Imperial University
    Schenkung von Büchern im Geiste der Freundschaft
    Mit der ersten Lieferung kommen mehr als siebzig Bände an

    Als tiefes Zeichen der Freundschaft mit Deutschland, einer verbündeten Nation, wurden kürzlich mehr als siebzig neu veröffentlichte wissenschaftliche Bücher der Vorbereitungsabteilung der Keijō (Seoul) Imperial University übergeben. Die Spende wurde auf Deutsch übermittelt Botschafter Ott) nach Japan, durch Professor Hupper.

    Der Studienkollegbereich der Universität hat seit seiner Gründung Deutsch zu einem Kernfach gemacht und seinen Studierenden die Robustheit des deutschen Geistes vermittelt. Davon tief beeindruckt, Botschafter Ott) meldete die Angelegenheit seinem Heimatland. Auch in Deutschland wurden Stimmen laut, dass das aufrichtige wissenschaftliche Engagement dieser jungen Studenten die beiden Nationen nicht nur durch internationale Beziehungen verbinden, sondern auch geistig vereinen sollte. Daraufhin wurden die Bücher im Namen des deutschen Staates direkt an die Vorbereitungsabteilung geschickt.

    Künftig ist vorgesehen, dass neue Bücher zweimal im Jahr präsentiert werden, wobei jedes Mal mehr als zehn Bände gespendet werden. Die Vorbereitungsabteilung überlegt derzeit, wie sie diese länderübergreifende Freundschaft angemessen erwidern könnte.

    Die gespendeten Bücher werden in der angegliederten Bibliothek des Studienkollegs aufbewahrt und stehen den Studierenden zur freien Lektüre zur Verfügung. Sie sind zu täglichen Begleitern, zur Quelle der persönlichen Weiterentwicklung und zu unverzichtbaren Materialien für das Erlernen der deutschen Sprache geworden. Die mehr als siebzig gespendeten Bände lassen sich grob wie folgt klassifizieren: neunzehn zur Literatur, sechzehn zur Kunst, siebzehn zur Geschichte sowie zahlreiche weitere wertvolle Werke zu Politik, Architektur, Industrie und verwandten Bereichen. Alle sind ausgezeichnete Quellen zum Verständnis der Bedingungen in Deutschland.

    Unter ihnen sticht insbesondere Hitlers Autobiographie hervor. Anhand der Größe Hitlers selbst wird darin anschaulich dargestellt, „wie Deutschland kämpfte und wie es den Sieg errang“ und die Führungs- und Führungsfähigkeiten der Nation deutlich dargelegt. Unter dem neuen System weist es der japanischen Jugend den Weg, gemeinsam den großen Weg zum Aufbau einer neuen Weltordnung zu gehen.

    In den letzten drei Jahren Botschafter Ott) hat außerdem persönlich jährliche Auszeichnungen zur Anerkennung herausragender Deutschstudien in der Vorbereitungsabteilung finanziert und über das deutsche Generalkonsulat in Dalian, Mandschukuo, Gedenkbücher als Preise verliehen. Die Zahl der Empfänger liegt seit diesem Jahr bereits bei zehn.

    Professor Hupper, der als Vermittler der vorliegenden Spende fungierte, äußerte sich wie folgt (Foto: Gespendete Bücher):

    (Transkription)

    Beijing Daily, 25. Februar 1941

    Von Deutschland nach Jodai
    Bruderschaftsgeschenk
    Die erste Lieferung von über 70 Büchern ist eingetroffen.

    Als Zeichen der tiefen Freundschaft mit Deutschlands Verbündetem wurden dem Jodai-Vorbereitungskurs kürzlich mehr als 70 neue wissenschaftliche Bücher vom deutschen Botschafter in Japan Otto durch Dozent Hupper überreicht. Botschafter Otto, der vom Jodai-Vorbereitungskurs beeindruckt war, der seit seiner Eröffnung Deutsch als reguläres Unterrichtsfach lehrte und den Schülern die Kraft des deutschen Geistes vermittelte, berichtete dies seinem Heimatland. Auch in Deutschland ist die Stimme der Menschen lauter geworden, dass der aufrichtige Forschergeist dieser jungen Menschen die beiden Länder nicht nur international, sondern auch geistig vereinen soll. Diese Spende wurde im Namen der deutschen Nation direkt an die Universität Tokio geschickt. Von nun an werden jeweils zweimal im Jahr mehr als zehn neue Bücher vorgestellt, und die Universität Japan überlegt, ob es eine Möglichkeit gibt, diese ethnienübergreifende Freundschaft zurückzuzahlen.

    Das Geschenkbuch wird in der Vorbereitungsbibliothek aufbewahrt und steht den Studierenden frei zur Lektüre zur Verfügung. Es ist zu einem beliebten täglichen Begleiter, Lernstoff und unverzichtbarer Ressource für die deutsche Sprachforschung geworden. Die mehr als 70 gespendeten Bücher lassen sich grob in 19 Bücher zur Literatur, 16 zur Kunst, 17 zur Geschichte und viele andere wertvolle Dokumente zu Politik, Architektur, Industrie usw. unterteilen, sind aber allesamt hervorragende Materialien, um die nationale Situation Deutschlands und insbesondere „Hitler selbst“ zu verstehen. Anhand der Größe Hitlers selbst stellt das Buch klar dar, „wie Deutschland kämpfte und wie es den Sieg errang“, erklärt klar die Führung des deutschen Volkes und leitet junge Japaner an, denselben Weg des Aufbaus einer neuen Weltordnung unter dem neuen Regime zu beschreiten.

    Seit drei Jahren verleiht Botschafter Otto jedes Jahr über den Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Dalian, Mandschukuo, aus eigenen Mitteln Gedenkbücher als Preise und würdigt mit seinen eigenen Mitteln die Exzellenz der deutschen Sprache der City University Preparatory Courses. In diesem Jahr gab es bereits zehn Empfänger dieser Auszeichnung. Ausbilder Hupper, der die Schenkung vermittelt hat, sagt:[Foto = geschenktes Buch]

    "Es wäre großartig, wenn mir diese Gelegenheit die Möglichkeit gäbe, in Zukunft weiter über die deutsche Sprache zu forschen. Für das Verständnis Deutschlands und seines traditionellen Geistes wurde schon lange gehofft, dass sich diese beiden Länder, die die gleichen historischen und nationalen Voraussetzungen teilen, im Laufe der Jahre kulturell miteinander verbinden könnten. Es wird weiterhin ein Geschenk Deutschlands als seriöses Forschungsmaterial für junge Studierende bleiben."

    Quelle: Koreanische Nationalbibliothek, Digitales Zeitungsarchiv

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