„Besucher irritiert“: Bewaffnete Soldaten lösen Riesen-Ärger auf Weihnachtsmarkt aus

    https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/gesellschaft/id_101038854/weihnachtsmarkt-zweibruecken-soldaten-mit-waffen-polizei-ermittelt.html

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    19 Kommentare

    1. EleutheriusTemplaris on

      Ich bin der Bundeswehr tendenziell positiv gegenüber eingestellt. Aber Waffen haben auf einem Weihnachtsmarkt nichts verloren. Was für eine bescheuerte Aktion war das bitte?

    2. Die Kombi aus Weihnachtsverkleidung und Waffe war hier echt ungünstig.

      Hätten die halt einfach normal uniformiert bewaffnet da gestanden hätte man halt gedacht „Jo, ist halt wegen Sicherheit. Schade das es heutzutage nötig ist“ und wäre weiter gegangen

    3. Putzschwamm1972 on

      Wie gehirnamputiert muss man eigentlich sein, um nicht zu begreifen, daß man mit scharfen Schusswaffen bewaffnet besser nicht auf einem Weihnachtsmarkt herum stehn/laufen sollte, ob Bundeswehrsoldat oder nicht?

      Es mag vielleicht den eigentlichen Befehlsempfängern nicht so bewusst gewesen sein, aber das Vorgesetzte das so entschieden haben, zeugt von völligem Realitätsverlust.

      Ich finde das es mit einer Entschuldigung alleine nicht getan ist, da sollten personelle Konsequenzen gezogen werden.

      Bundeswehr ist ja schließlich kein Karnevalsverein, obwohl???

    4. Die Waffen an sich sind schon eine dumme Idee in diesem Kontext. Und bewaffnete Weihnachstmänner sind halt einfach eine Schnappsidee.

      Aber wieso war die Pistole geladen? Wie kommt man auf die Idee und wieso wurde da die Munition ausgegeben?

    5. Warum denn geladen? Es reicht ja schon die Geschmacklosigkeit dort bewaffnet abzuhängen aber wer glaubt denn, dass es eine gute Idee ist, die auch noch zu laden? Da muss man schon nicht mehr ganz sauber sein.

    6. Ich dachte immer der Einsatz der Bundeswehr ist nur ohne Waffen, also zur Hilfe bspw. bei Flutkatastrophen gestattet? Wieso laufen die ueberhaupt draussen mit Waffen rum?

    7. RobertTheChemist on

      >An einem Stand der Bundeswehr, an dem traditionell Erbsensuppe verkauft wird, hielten sich zwei als Weihnachtsmänner verkleidete Bundeswehrangehörige mit Schusswaffen auf. Laut [SWR](https://www.t-online.de/themen/swr/) handelte es sich bei den Waffen um ein Sturmgewehr G36, ein Maschinengewehr und eine Pistole. Die Pistole war geladen.

      Irgendwer in der PR-Abteilung der Bundeswehr vor ein paar Monaten: *Jo man ich habe ne geile Idee. Lass mal unsere Soldaten als Weihnachtsmänner verkleidet mit Sturmgewehr auf dem Weihnachtsmarkt rumrennen. Das kommt bestimmt richtig gut an.*

    8. Flussschlauch on

      Wor sollen uns schonmal an den Anblick von Soldaten gewöhnen. Im Zug, in der Schule und eben auch auf dem Weihnachtsmarkt.

    9. Regular_Coconut_6355 on

      Die Bw ist Teil der Gesellschaft, das sind männer und Frauen wie du und ich. Väter, mütter, Töchter, söhne.

      Wer sich vom Anblick von Soldaten gestört fühlt, hat nicht alle Latten am Zaun.

    10. Ceutical_Citizen on

      Unschön gelaufen.
      Immerhin war’s nicht in Bayern, sonst wäre die Polizei ins Gefecht gezogen.

    11. oberstmarzipan on

      Ich kann zwar irgendwo die Kritik nachvollziehen, aber in anderen Ländern sind öffentliche Militärdarstellungen viel viel häufiger und normalisierter. Wir leben halt noch in der süßen Vergangenheit was Präsenz der Armee angeht da bisher glücklicherweise schlichtweg nicht nötig. In denke das mindeste was wir als Gesellschaft tun könnten, wenn schon keiner mehr Lust hat selber zur Waffe zu greifen, wäre der Bundeswehr wenigstens etwas mehr Anerkennung und Aufmerksamkeit zu schenken im Alltag.

    12. PadishaEmperor on

      Kann mir keiner Erzählen, dass das hier nicht das Resultat eines gefestigten rechten Weltbilds ist.

    13. SpaceHippoDE on

      TL;DR: Die Situation ist also doch etwas weniger wild, als man erst vermuten konnte: Die Bw hatte offenbar einen Stand, auf dem sie Erbensuppe verkauft haben, die ungeladenen Waffen waren wohl als passende Deko gedacht (wie auch immer man das finden mag). Die geladene Pistole wiederum wird zur Sicherung der Waffen gegen Diebstahl von einem dazu eingeteilten Soldaten vorgesehen gewesen sein. Das ist wohl nicht unüblich, auch wenn im Rahmen von freilaufenden Übungen ungeladene Waffen verwendet werden.

      Fraglich ist aus rein rechtlicher Sicht jetzt vermutlich, ob a) die Ausstellung der ungeladenen Waffen dort überhaupt genehmigt war (durch wen auch immer), und ob b) auf dem Weihnachtsmarkt vllt. eine Waffenverbotszone besteht, nach der mindestens die scharfe Waffe vllt. unzulässig gewesen wäre.

      Darüber hinaus ist ein Weihnachtsmarkt natürlich wirklich kein passender Ort für eine Waffenschau. Kompletter Fehlgriff.

    14. >Nach Angaben der Stadt Zweibrücken war für den Weihnachtsmarkt vonseiten der Bundeswehr keine „Waffenschau“ angemeldet worden. In der Bundeswehr laufen jetzt interne Ermittlungen, wie es zu dem Missverständnis kommen könnte. Auch juristisch sind Konsequenzen nicht ausgeschlossen: Bei Verstößen gegen das Waffengesetz drohen laut Strafgesetzbuch bis zu fünf Jahre Haft.

      Dieser Vorgang ist wieder so unglaublich deutsch … von allen Seiten. Fallschirmjäger bestätigen mal wieder die Vorurteile gegen sie, die Presse schreit Skandal (weil ein schusswaffenberechtigter Träger eine Schusswaffe getragen hat), die öffentliche Stelle entschuldigt sich, als hätte sie halb München abgebrannt. Die Bevölkerung wird (offenbar zu recht) behandelt wie Kleinkinder. Am Ende darf dann natürlich nicht der Verweis auf die Maximalstrafe vergessen werden.

      Die Pistole war vermutlich die Sicherungswaffe, um gegen den Diebstahl eines automatischen Sturmgewehrs abzusichern.

      Feinster Qualitätsjournalismus.

      Achja T-online. Na dann.

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