
[SS from essay by Michael Kimmage, Professor of History at the Catholic University of America. He is the author of Collisions: The Origins of the War in Ukraine and the New Global Instability.]
In seiner ersten Amtszeit als US-Präsident und im Wahlkampf zur Wiederwahl im Jahr 2024 waren unterschiedliche Instinkte von Donald Trump sichtbar. Die eine war die Wertschätzung der Macht um ihrer selbst willen. Für Trump sind es Macht und nicht Prinzipien, die die Welt am Laufen halten. Ein weiterer Grund war Trumps Ansicht, dass Wohlstand ein talismanisches Organisationsprinzip der Außenpolitik sei. „Wir werden Amerika wieder reich machen“, versprach Trump 2016. „Man muss reich sein, um großartig zu sein.“ Ein dritter Instinkt war die enge Verbindung von Politik und Persönlichkeit. „Nur ich kann es reparieren“, erklärte Trump auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner 2016.
Trumps neue Nationale Sicherheitsstrategie, die Ende letzter Woche veröffentlicht wurde, fasst diese drei Instinkte zusammen, formalisiert sie und stellt sie als notwendige Treiber der internationalen Ordnung dar. Die NSS weist auf „den Charakter unserer Nation hin, auf dem ihre Macht, ihr Reichtum und ihr Anstand aufgebaut sind“, und vertraut den Schutz dieses Charakters dem Präsidenten selbst und seinem „Team“ an, das in seiner ersten Amtszeit „die großen Stärken Amerikas erfolgreich gebündelt hat, um den Kurs zu korrigieren und ein neues goldenes Zeitalter für unser Land einzuläuten“. Es sind Trumps Persönlichkeit, Macht und Unterstützer, die dieses goldene Zeitalter ermöglicht haben.
https://www.foreignaffairs.com/trumps-power-paradox
1 Kommentar
This paper is obviously written by someone who mistook the NSS for an actual strategic guidance document. It is far from it. It’s a document in itself, there to provoke, threaten and gaslight. Pointing out its inconsistencies is as absurd as the NSS itself.