Amazon-Mitarbeiter im Warenlager in Erfurt stirbt während der Schicht nach vergeblicher Krankmeldung – KollegInnen berichten von hohem Druck » LabourNet Germany
Amazon-Mitarbeiter im Warenlager in Erfurt stirbt während der Schicht nach vergeblicher Krankmeldung – KollegInnen berichten von hohem Druck » LabourNet Germany
>*Im Jahr 2022 starb ein weiterer Mitarbeiter bei der Arbeit im Werk Leipzig. Um keinen Umsatz einzubüßen, lief der Betrieb einfach weiter. Das Management ließ die Leiche des Verstorbenen mit Pappe abdecken.*
Mitarbeiter: Wie wertlos ist euch unser Leben?
Amazon: Ja!
htt_novaq on
2025 und wir brauchen wieder Gewerkschaften, damit Arbeiter*innen nicht am Arbeitsplatz sterben
brudertomate on
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das für den Arbeitgeber irgendwelche Konsequenzen haben wird. Zwischen 1933 und 1945 sind in Deutschland täglich Zwangsarbeiter gestorben und das wurde damals sogar von der Regierung gefördert.
Accomplished_Gap_920 on
Einfach nur widerlich. Ein Glück haben wir eine Reichen und Arbeitgeber freundliche Regierung mit einem empathischen und progressiven Kanzler und ca 50% der Bevölkerung die solche Umstände billigen
Squalphin on
Vielleicht nur zur Erinnerung, dass das eigene Leben immer über dem Arbeitsplatz stehen sollte. Einen neuen Arbeitsplatz findet man eventuell. Ein neues Leben eher nicht, aber der Arbeitgeber findet immer einen neuen Mitarbeiter.
Tubaenthusiasticbee on
Als ich von solchen Berichten in den USA gehört habe, dass Amazon dort die OSHA besticht, den Mitarbeitern dort verboten wird, den Notruf zu wählen und dass Mitarbeiter nur zum Betriebsarzt gehen sollen, der natürlich im Sinne des Betriebs entscheidet ob jemand arbeiten kann oder nicht oder Mitarbeiter, die zusammenbrechen und/oder sterben, einfach liegen gelassen werden, dachte ich noch naiverweise, dass es in Deutschland ja nicht so schlimm sein kann. Tja…
wowisdergut on
was ist eine vergebliche Krankmeldung?
KaiserSeelenlos on
Vergebliche Krankmeldung? Was für eine widerwärtige verharmlosung von Illegalen methoden.
Tavi2k on
> Vor 10 Tagen verstarb ein Mitarbeiter während seiner Schicht im Amazon Fulfillment-Centerin Erfurt-Stotternheim. Zuvor verweigerte der Vorgesetzte die Krankmeldung des Mitarbeiters.
Klar hängt das am Ende vermutlich mit dem Druck zusammen, von dem da berichtet wird. Aber der Arbeitgeber kann eine Krankmeldung nicht verweigern. Der Mitarbeiter muss den AG informieren, dass er abeitsunfähig ist, und dann eine AU vom Arzt vorlegen bzw. die Informationen übermitteln damit der AG sie abrufen kann. Der Arbeitgeber muss nicht zustimmen.
NOV3LIST on
Ich wünschte es gebe genug Leute, die den armen Menschen dort erklären könnten, dass ihr Aufenthaltstitel nicht auf dem Spiel steht, nur weil sie sich eine andere Arbeit suchen möchten.
Das hat keiner verdient, ich bin mir auch sicher, dass Amazon Dinge wie den fehlenden Lohn bei Krankheit nicht bei deutschen Mitarbeitern macht.
Abartig.
TheWalkingRain on
Verleiht Fritze eigentlich schon eine „Bock auf Arbeit“-Medaille für besondere Leistungs-/Leidensbereitschaft?
g4mble on
Mitarbeiter bei Amazon: *stirbt*
Irgendein Presse-Dulli: Hey ChatGPT, erzeuge mir eine Grafik von einem Kreideumriss für eine Leiche in einem geschäftigen Paketlager.
NBnoopy on
Als hätte ich noch einen Grund gebraucht, Amazon zu meiden. Drecksladen.
Gamebobbel on
>Beschäftigte berichten uns von hohen Leistungsanforderungen, Urlaubssperren, fehlenden Lohn bei Krankmeldungen, ständigem Druck bei Unterschreitung willkürlicher Normen. Sie befinden sich zu großen Teilen in befristeten Arbeitsverhältnissen und berichten von Angst vor Arbeitsplatzverlust, wenn sie sich krankmelden oder zu langsam arbeiten.
Wie geht das? Ich kann mir nicht vorstellen, dass noch kein Amazon-Mitarbeiter beim Arbeitsgericht war. Also, wo hängt’s?
DesertGeist- on
Das reicht wenn Amazon solche Arbeitsbedingungen in den USA auslebt, in Deutschland und Europa hat das nichts verloren. Persönlich boykottiere ich Amazon seit ca. 8 Jahren, leider haben viele Menschen nicht das gleiche Gewissen wie ich.
thoughts_n_calcs on
Was immer unglaublich günstig oder convenient wirkt: Irgendwo bezahlt jemand den wahren Preis dafür.
EcstaticKangaroo2472 on
Ich verstehe nicht warum Arbeitnehmer sich das gefallen lassen. Dann doch lieber Bürgergeld und versuchen was besseres zu finden.
Soggy_Pension7549 on
Ich warte auf die Leute die immer erklären dass sie gezwungen sind Amazon zu nutzen. Als gäbe es keine anderen Möglichkeiten. „Was soll man machen?!“
Ich habe in meinem Leben zweimal was über Amazon bestellt, das letzte Mal war vielleicht vor 10 Jahren. Ich lebe noch.
thegreatwilhelm on
Und trotzdem kaufen die Leute weiter bei dem Drecksladen ein. Es interessiert leider niemanden.
Kindly_Lecture_6779 on
Anscheinend hat der Vorgesetzte die Krankmeldung einfach nicht akzeptiert.
Wahnsinn, einfach nur Wahnsinn. Krankheit anzeigen, nach Hause gehen (evtl. auch noch vom Arzt feststellen lassen) und wenn es dafür ansatzweise Konsequenzen gibt: der Arbeitsrichter wird dem Vorgesetzten aber Mal sehr deutlich klarmachen, wie eine Krankmeldung funktioniert.
Leute, kennt eure Rechte!
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20 Kommentare
>*Im Jahr 2022 starb ein weiterer Mitarbeiter bei der Arbeit im Werk Leipzig. Um keinen Umsatz einzubüßen, lief der Betrieb einfach weiter. Das Management ließ die Leiche des Verstorbenen mit Pappe abdecken.*
Mitarbeiter: Wie wertlos ist euch unser Leben?
Amazon: Ja!
2025 und wir brauchen wieder Gewerkschaften, damit Arbeiter*innen nicht am Arbeitsplatz sterben
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das für den Arbeitgeber irgendwelche Konsequenzen haben wird. Zwischen 1933 und 1945 sind in Deutschland täglich Zwangsarbeiter gestorben und das wurde damals sogar von der Regierung gefördert.
Einfach nur widerlich. Ein Glück haben wir eine Reichen und Arbeitgeber freundliche Regierung mit einem empathischen und progressiven Kanzler und ca 50% der Bevölkerung die solche Umstände billigen
Vielleicht nur zur Erinnerung, dass das eigene Leben immer über dem Arbeitsplatz stehen sollte. Einen neuen Arbeitsplatz findet man eventuell. Ein neues Leben eher nicht, aber der Arbeitgeber findet immer einen neuen Mitarbeiter.
Als ich von solchen Berichten in den USA gehört habe, dass Amazon dort die OSHA besticht, den Mitarbeitern dort verboten wird, den Notruf zu wählen und dass Mitarbeiter nur zum Betriebsarzt gehen sollen, der natürlich im Sinne des Betriebs entscheidet ob jemand arbeiten kann oder nicht oder Mitarbeiter, die zusammenbrechen und/oder sterben, einfach liegen gelassen werden, dachte ich noch naiverweise, dass es in Deutschland ja nicht so schlimm sein kann. Tja…
was ist eine vergebliche Krankmeldung?
Vergebliche Krankmeldung? Was für eine widerwärtige verharmlosung von Illegalen methoden.
> Vor 10 Tagen verstarb ein Mitarbeiter während seiner Schicht im Amazon Fulfillment-Centerin Erfurt-Stotternheim. Zuvor verweigerte der Vorgesetzte die Krankmeldung des Mitarbeiters.
Klar hängt das am Ende vermutlich mit dem Druck zusammen, von dem da berichtet wird. Aber der Arbeitgeber kann eine Krankmeldung nicht verweigern. Der Mitarbeiter muss den AG informieren, dass er abeitsunfähig ist, und dann eine AU vom Arzt vorlegen bzw. die Informationen übermitteln damit der AG sie abrufen kann. Der Arbeitgeber muss nicht zustimmen.
Ich wünschte es gebe genug Leute, die den armen Menschen dort erklären könnten, dass ihr Aufenthaltstitel nicht auf dem Spiel steht, nur weil sie sich eine andere Arbeit suchen möchten.
Das hat keiner verdient, ich bin mir auch sicher, dass Amazon Dinge wie den fehlenden Lohn bei Krankheit nicht bei deutschen Mitarbeitern macht.
Abartig.
Verleiht Fritze eigentlich schon eine „Bock auf Arbeit“-Medaille für besondere Leistungs-/Leidensbereitschaft?
Mitarbeiter bei Amazon: *stirbt*
Irgendein Presse-Dulli: Hey ChatGPT, erzeuge mir eine Grafik von einem Kreideumriss für eine Leiche in einem geschäftigen Paketlager.
Als hätte ich noch einen Grund gebraucht, Amazon zu meiden. Drecksladen.
>Beschäftigte berichten uns von hohen Leistungsanforderungen, Urlaubssperren, fehlenden Lohn bei Krankmeldungen, ständigem Druck bei Unterschreitung willkürlicher Normen. Sie befinden sich zu großen Teilen in befristeten Arbeitsverhältnissen und berichten von Angst vor Arbeitsplatzverlust, wenn sie sich krankmelden oder zu langsam arbeiten.
Wie geht das? Ich kann mir nicht vorstellen, dass noch kein Amazon-Mitarbeiter beim Arbeitsgericht war. Also, wo hängt’s?
Das reicht wenn Amazon solche Arbeitsbedingungen in den USA auslebt, in Deutschland und Europa hat das nichts verloren. Persönlich boykottiere ich Amazon seit ca. 8 Jahren, leider haben viele Menschen nicht das gleiche Gewissen wie ich.
Was immer unglaublich günstig oder convenient wirkt: Irgendwo bezahlt jemand den wahren Preis dafür.
Ich verstehe nicht warum Arbeitnehmer sich das gefallen lassen. Dann doch lieber Bürgergeld und versuchen was besseres zu finden.
Ich warte auf die Leute die immer erklären dass sie gezwungen sind Amazon zu nutzen. Als gäbe es keine anderen Möglichkeiten. „Was soll man machen?!“
Ich habe in meinem Leben zweimal was über Amazon bestellt, das letzte Mal war vielleicht vor 10 Jahren. Ich lebe noch.
Und trotzdem kaufen die Leute weiter bei dem Drecksladen ein. Es interessiert leider niemanden.
Anscheinend hat der Vorgesetzte die Krankmeldung einfach nicht akzeptiert.
Wahnsinn, einfach nur Wahnsinn. Krankheit anzeigen, nach Hause gehen (evtl. auch noch vom Arzt feststellen lassen) und wenn es dafür ansatzweise Konsequenzen gibt: der Arbeitsrichter wird dem Vorgesetzten aber Mal sehr deutlich klarmachen, wie eine Krankmeldung funktioniert.
Leute, kennt eure Rechte!