Dass der Abhängigkeitsquotient 1970 genauso ist, wie 2070, ist sehr interessant. Ebenso, dass die Löhne sich vom Produktivitätswachstum abgekuppelt haben. Fairerweise ist auf den Abhängigkeitsquotienten zu gucken wahrscheinlich etwas zu flach. Rentner verursachen bedingt durch Gesundheits- und Pflegekosten vermutlich mehr Ausgaben als Kinder.
Worried_Crow7597 on
Tschuldigung, aber was für ein kompletter Schwachsinn.
>Eine Möglichkeit wäre eine stärkere Umverteilung innerhalb der Rentenversicherung: etwa durch eine höhere Beitragsbemessungsgrenze und eine Höchstrente. Das würde bedeuten, dass Menschen mit hohen Einkommen mehr einzahlen, aber ab einem bestimmten Niveau keine zusätzlichen Ansprüche erwerben.
Es ist eine Renten**versicherung**. Wenn keine Gegenleistung mehr gegeben wird ist das ganz schnell vorm BVerfG und der Staat darf verzinst das Ganze zurückzahlen.
>Zusätzlich ließen sich Gewinne und Vermögen stärker besteuern, um niedrige Renten aus dem Staatshaushalt gezielt zu bezuschussen.
Absolute Erdnüsse bei der Vermögenssteuer im Vergleich zu den Projektionen was uns die Rente kostet. Dazu ist Vermögenssteuer Ländersache und würde laut Oxfam vll. 2% extra im Etat einbringen.
>“Einfach mehr besteuern!“
Landet wieder vorm BVerfG. Siehe Urteile aus den 90ern.
>“Einfach Unternehmen besteuern!“
Der deutschen Wirtschaft einfach noch eine reinsemmeln. So läuft der Laden.
>Und auch das Rentenniveau selbst muss wieder angehoben werden, damit niemand aus Angst vor Altersarmut zu zusätzlichem Zwangssparen gedrängt wird.
Ja bitte Rente noch weiter hoch. Private Vorsorge ist libertär und Gemeingefährlich. Am Ende sind die Leute ja nichtmal von der Rente abhängig. Scheußlicher Gedanke.
Der Artikel wird hier wahrscheinlich sehr beliebt sein weil irgendwo was mit Vermögenssteuer und Reiche und Scheiß. Aber es hat einen Grund warum keine Zahlen genannt werden. Und zwar weil es komplett verstrahler Irrsinn ist.
Liest sich wie ein Positionspapier der SPD Senioren nach ein paar Gläschen zuviel.
yeswecamp1 on
Der Artikel sagt, Ungleichheit ist hoch gegangen, weil der Durchschnittslohn nicht so stark gestiegen ist wie der BIP/Kopf.
Aber sollte der Durchschnitt nicht trotzdem steigen, selbst wenn der ganze Zuwachs bei den Top X% gelegen hätte?
Und ist BIP/Kopf und Durchschnittslohn zu vergleichen nicht unsauber, wenn heutzutage viel mehr Frauen arbeiten als früher? BIP/Kopf bezieht sich auf die Gesamtbevölkerung, wenn mehr Leute arbeiten, ist es doch klar, dass der Durchschnittslohn nicht so schnell steigt wie der BIP?
Lumpy-Oil134 on
Wieso versucht man das unvermeidbare zu ignorieren? Keine Kinder, keine Rente. Das ist nicht win politisches Statement, sondern eine Tatsache. Jetzt haben wir Kinder, aber nicht genug. Also wenig Konder, wenig Rente. Egal was gemacht wird, es muss eine Generation nach der eigenen geben. Wer sich daran nicht beteiligt, ist sich nicht besser wie die Konzerne. Gewinne privatisieren, und Ausgaben vergesellschaften.
Ich habe übrigends auch keine Kinder. Ich will keine eigentlich in diese Welt setzen, werde aber welche als Altersvorsorge benötigen. Staatlich wird die Rente irgendwann zusammen brechen. Privat vorsorgen, funktioniert aber auch nur, solange es genug Nachkommen gibt. Schrumpft die Bevölkerung zu stark, funktuoniert die private Vorsorge auch nicht.
nickkon1 on
[Ja, die Verteilung ist das Problem](https://www.iwkoeln.de/studien/judith-niehues-maximilian-stockhausen-ein-vermoegensvergleich-nach-altersgruppen.html).
Die Verteilung ist so, dass bei jedem Perzentil die Rentner mehr Vermögen haben als Leute <55 Jahre. Der Median Rentner hat ca so viel wie die Top10% der <35 Jährigen. Sie besitzen auch quasi fast alle Immobilien, junge Menschen nicht. Und auch die materielle und soziale Armut ist bei nicht-Rentnern um 50% höher.
Wenn es bei der Diskussion um Armut, soziale Durchmischung und Klassenkampf ginge, dann würde man es überall angehen. Man tut es nur bei Rentnern, weil diese halt die Hauptwähler der SPD sind. Die Rentenvorschläge sind eine Umverteilung von arm zu reich.
Die Ungleichheit und der Generationskonflikt überlappen sich *wesentlich*.
Fresh-Artichoke-1095 on
>Die Junge Union möchte am liebsten das Rentenniveau weiter absenken. Für jene, deren Interessen sie angeblich vertritt, ist das ein ökonomischer Schildbürgerstreich: Es entwertet nicht nur die eigenen Rentenansprüche – es schwächt auch die künftige Kaufkraft der gesamten Bevölkerung. Und geringere Kaufkraft bedeutet: weniger Nachfrage, weniger Investitionen, weniger Wachstum, weniger Jobs. Kurz gesagt: Ein niedrigeres Rentenniveau löst nicht die Probleme der jungen Generation – es vergrößert sie.
Genau – wie man bekanntermaßen weiß sind Investitionen in das Rentenniveau bekannterweise zukunftsträchtige Investitionen, bei denen vor allem die junge Bevölkerung profitiert. Wenn dann auch der Bildungsetat für die Stabilisierung des Rentenniveaus bei 100% gekürzt wird, sind das notwendige und äußerst durchdachte Pläne, die die Wettbewerbsfähigkeit des Landes stärken, denn wer braucht schon Kinder wenn man Rentner hat?
/s
Zumal argumentiert wird für mehr Migration. Wer Qualifiziertes will den noch in Zukunft mit der überirdischen Abgabenquote nach Deutschland kommen?
boiumnakoium on
Und zuwenig döner für 3,50€
Vaeneas on
>Die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung beträgt inzwischen zwar das 2,4-fache des Standes von 1970. Trotzdem können viele Menschen von Arbeit oder Rente kaum leben. Nicht, weil „die Demografie“ das System erdrückt, sondern weil wachsende Teile der Wirtschaftsleistung an Profit- und Vermögenseinkommen statt an Löhne und Renten gehen. Mit anderen Worten: Das Problem ist nicht der Kuchen – der ist groß genug –, sondern wie er verteilt wird.
Kaum ein Geheimnis. Trotzdem wird von der Politik lieber auf die Bürgergeldempfänger gezeigt. Ist einfacher als seinen Freunden und sich selbst mit realen Lösungen in die Taschen zu greifen.
Wäre ja auch nur halb so schlimm, wenn die Herrschaften auch an Sozialversicherungen beteiligt wären, aber kaum jemand der viel Geld verdient, zahlt in die Rentenkasse oder in die gesetzliche Krankenversicherung.
Etwas das sofort Abhilfe schaffen würde ist die Rentenversicherung als Pflicht für alle einzuführen, mit dem üblichen Deckel. Selbes Vorgehen für die Krankenkasse. Alle müssen zur Gesetzlichen. Privat nur noch als Zusatzversicherung. Aber lass das mal von Leuten abstimmen, die weder von der Rente abhängig sind noch in die Gesetzliche einzahlen.
Aunvilgod on
why not both?
bapfelbaum on
Das kann und ist beides gleichzeitig wahr.
Wir haben zu viel ungleichheit UND zu wenige Kinder gezeugt weil wir Jahrzehnte lang zugeschaut haben wie das land auf die klippe zusteuert und dabei zu großen teilen gejubelt haben wie toll die groko das doch macht.
TheAmazingBreadfruit on
Maurice vergisst nur leider, dass junge Menschen gerne auch irgendwann eine eigene Familie haben möchten, anstatt nur Rentner zu versorgen.
Creampie_Senpai_69 on
Achja, Geld für die Welt mal wieder. Lässt sich laut Maurice und seinen Kumpels alles Lösen in dem wir noch mehr Umverteilen und kräftig Geld drucken.
Tintenteufel on
Ich finde Maurice hat normalerweise interessante alternative Perspektiven zu den sonst so fraglos von Medien hingerotzten Takes.
In diesem Fall ist das aber einfach schwach. Klar haben wir zu viel Ungleichheit. Und mit der geforderten faireren Verteilung wäre das auch alles stemmbar. Er ignoriert hier aber, dass die politische Gewalt sich seit Jahrzehnten einer faireren Verteilung von Belastung entgegenstemmt. Er ignoriert hier, dass keine Sau den verfickten Kontext angehen will, in dem sich dieses Desaster seit zwanzig Jahren abspielt. Wir stehen nicht vor der Wahl von sinnvollen Gesamtreformen oder dem Status Quo. Wir stehen vor der Wahl zwischen dem Status Quo und einer Einzelreform, die genau gar nix gleicher macht.
Rooilia on
Beides. Aber wenigstens hat Hans Werner nicht über Erneuerbare geschwurbelt. Der Typ ist ne Fortschrittsbremse, die wir nicht brauchen.
Vor 50 Jahren war (in Westdeutschland) ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung überhaupt nicht erwerbstätig und trotzdem hat es gereicht. Heute sind praktisch alle erwerbstätig. Die Mär von der Rentnerschwemme, die die Gesellschaft nicht mehr tragen könne ist absoluter Unsinn.
Was wir nicht mehr tragen können ist die gigantische Umverteilung von Unten nach Oben.
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Dass der Abhängigkeitsquotient 1970 genauso ist, wie 2070, ist sehr interessant. Ebenso, dass die Löhne sich vom Produktivitätswachstum abgekuppelt haben. Fairerweise ist auf den Abhängigkeitsquotienten zu gucken wahrscheinlich etwas zu flach. Rentner verursachen bedingt durch Gesundheits- und Pflegekosten vermutlich mehr Ausgaben als Kinder.
Tschuldigung, aber was für ein kompletter Schwachsinn.
>Eine Möglichkeit wäre eine stärkere Umverteilung innerhalb der Rentenversicherung: etwa durch eine höhere Beitragsbemessungsgrenze und eine Höchstrente. Das würde bedeuten, dass Menschen mit hohen Einkommen mehr einzahlen, aber ab einem bestimmten Niveau keine zusätzlichen Ansprüche erwerben.
Es ist eine Renten**versicherung**. Wenn keine Gegenleistung mehr gegeben wird ist das ganz schnell vorm BVerfG und der Staat darf verzinst das Ganze zurückzahlen.
>Zusätzlich ließen sich Gewinne und Vermögen stärker besteuern, um niedrige Renten aus dem Staatshaushalt gezielt zu bezuschussen.
Absolute Erdnüsse bei der Vermögenssteuer im Vergleich zu den Projektionen was uns die Rente kostet. Dazu ist Vermögenssteuer Ländersache und würde laut Oxfam vll. 2% extra im Etat einbringen.
>“Einfach mehr besteuern!“
Landet wieder vorm BVerfG. Siehe Urteile aus den 90ern.
>“Einfach Unternehmen besteuern!“
Der deutschen Wirtschaft einfach noch eine reinsemmeln. So läuft der Laden.
>Und auch das Rentenniveau selbst muss wieder angehoben werden, damit niemand aus Angst vor Altersarmut zu zusätzlichem Zwangssparen gedrängt wird.
Ja bitte Rente noch weiter hoch. Private Vorsorge ist libertär und Gemeingefährlich. Am Ende sind die Leute ja nichtmal von der Rente abhängig. Scheußlicher Gedanke.
Der Artikel wird hier wahrscheinlich sehr beliebt sein weil irgendwo was mit Vermögenssteuer und Reiche und Scheiß. Aber es hat einen Grund warum keine Zahlen genannt werden. Und zwar weil es komplett verstrahler Irrsinn ist.
Liest sich wie ein Positionspapier der SPD Senioren nach ein paar Gläschen zuviel.
Der Artikel sagt, Ungleichheit ist hoch gegangen, weil der Durchschnittslohn nicht so stark gestiegen ist wie der BIP/Kopf.
Aber sollte der Durchschnitt nicht trotzdem steigen, selbst wenn der ganze Zuwachs bei den Top X% gelegen hätte?
Und ist BIP/Kopf und Durchschnittslohn zu vergleichen nicht unsauber, wenn heutzutage viel mehr Frauen arbeiten als früher? BIP/Kopf bezieht sich auf die Gesamtbevölkerung, wenn mehr Leute arbeiten, ist es doch klar, dass der Durchschnittslohn nicht so schnell steigt wie der BIP?
Wieso versucht man das unvermeidbare zu ignorieren? Keine Kinder, keine Rente. Das ist nicht win politisches Statement, sondern eine Tatsache. Jetzt haben wir Kinder, aber nicht genug. Also wenig Konder, wenig Rente. Egal was gemacht wird, es muss eine Generation nach der eigenen geben. Wer sich daran nicht beteiligt, ist sich nicht besser wie die Konzerne. Gewinne privatisieren, und Ausgaben vergesellschaften.
Ich habe übrigends auch keine Kinder. Ich will keine eigentlich in diese Welt setzen, werde aber welche als Altersvorsorge benötigen. Staatlich wird die Rente irgendwann zusammen brechen. Privat vorsorgen, funktioniert aber auch nur, solange es genug Nachkommen gibt. Schrumpft die Bevölkerung zu stark, funktuoniert die private Vorsorge auch nicht.
[Ja, die Verteilung ist das Problem](https://www.iwkoeln.de/studien/judith-niehues-maximilian-stockhausen-ein-vermoegensvergleich-nach-altersgruppen.html).
Die Verteilung ist so, dass bei jedem Perzentil die Rentner mehr Vermögen haben als Leute <55 Jahre. Der Median Rentner hat ca so viel wie die Top10% der <35 Jährigen. Sie besitzen auch quasi fast alle Immobilien, junge Menschen nicht. Und auch die materielle und soziale Armut ist bei nicht-Rentnern um 50% höher.
Wenn es bei der Diskussion um Armut, soziale Durchmischung und Klassenkampf ginge, dann würde man es überall angehen. Man tut es nur bei Rentnern, weil diese halt die Hauptwähler der SPD sind. Die Rentenvorschläge sind eine Umverteilung von arm zu reich.
Die Ungleichheit und der Generationskonflikt überlappen sich *wesentlich*.
>Die Junge Union möchte am liebsten das Rentenniveau weiter absenken. Für jene, deren Interessen sie angeblich vertritt, ist das ein ökonomischer Schildbürgerstreich: Es entwertet nicht nur die eigenen Rentenansprüche – es schwächt auch die künftige Kaufkraft der gesamten Bevölkerung. Und geringere Kaufkraft bedeutet: weniger Nachfrage, weniger Investitionen, weniger Wachstum, weniger Jobs. Kurz gesagt: Ein niedrigeres Rentenniveau löst nicht die Probleme der jungen Generation – es vergrößert sie.
Genau – wie man bekanntermaßen weiß sind Investitionen in das Rentenniveau bekannterweise zukunftsträchtige Investitionen, bei denen vor allem die junge Bevölkerung profitiert. Wenn dann auch der Bildungsetat für die Stabilisierung des Rentenniveaus bei 100% gekürzt wird, sind das notwendige und äußerst durchdachte Pläne, die die Wettbewerbsfähigkeit des Landes stärken, denn wer braucht schon Kinder wenn man Rentner hat?
/s
Zumal argumentiert wird für mehr Migration. Wer Qualifiziertes will den noch in Zukunft mit der überirdischen Abgabenquote nach Deutschland kommen?
Und zuwenig döner für 3,50€
>Die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung beträgt inzwischen zwar das 2,4-fache des Standes von 1970. Trotzdem können viele Menschen von Arbeit oder Rente kaum leben. Nicht, weil „die Demografie“ das System erdrückt, sondern weil wachsende Teile der Wirtschaftsleistung an Profit- und Vermögenseinkommen statt an Löhne und Renten gehen. Mit anderen Worten: Das Problem ist nicht der Kuchen – der ist groß genug –, sondern wie er verteilt wird.
Kaum ein Geheimnis. Trotzdem wird von der Politik lieber auf die Bürgergeldempfänger gezeigt. Ist einfacher als seinen Freunden und sich selbst mit realen Lösungen in die Taschen zu greifen.
Wäre ja auch nur halb so schlimm, wenn die Herrschaften auch an Sozialversicherungen beteiligt wären, aber kaum jemand der viel Geld verdient, zahlt in die Rentenkasse oder in die gesetzliche Krankenversicherung.
Im Rentenversicherungsbericht 2025 steht, dass nur knapp 1200 Leute über 3000 € Rente erhalten. (Witzigerweise 291 Männer und 898 Frauen.) Das bedeutet das kaum bis kein Topverdiener Beiträge bezahlt. ([Quelle](https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/Rente/rentenversicherungsbericht-2025.pdf?__blob=publicationFile&v=2), Seite 93)
Etwas das sofort Abhilfe schaffen würde ist die Rentenversicherung als Pflicht für alle einzuführen, mit dem üblichen Deckel. Selbes Vorgehen für die Krankenkasse. Alle müssen zur Gesetzlichen. Privat nur noch als Zusatzversicherung. Aber lass das mal von Leuten abstimmen, die weder von der Rente abhängig sind noch in die Gesetzliche einzahlen.
why not both?
Das kann und ist beides gleichzeitig wahr.
Wir haben zu viel ungleichheit UND zu wenige Kinder gezeugt weil wir Jahrzehnte lang zugeschaut haben wie das land auf die klippe zusteuert und dabei zu großen teilen gejubelt haben wie toll die groko das doch macht.
Maurice vergisst nur leider, dass junge Menschen gerne auch irgendwann eine eigene Familie haben möchten, anstatt nur Rentner zu versorgen.
Achja, Geld für die Welt mal wieder. Lässt sich laut Maurice und seinen Kumpels alles Lösen in dem wir noch mehr Umverteilen und kräftig Geld drucken.
Ich finde Maurice hat normalerweise interessante alternative Perspektiven zu den sonst so fraglos von Medien hingerotzten Takes.
In diesem Fall ist das aber einfach schwach. Klar haben wir zu viel Ungleichheit. Und mit der geforderten faireren Verteilung wäre das auch alles stemmbar. Er ignoriert hier aber, dass die politische Gewalt sich seit Jahrzehnten einer faireren Verteilung von Belastung entgegenstemmt. Er ignoriert hier, dass keine Sau den verfickten Kontext angehen will, in dem sich dieses Desaster seit zwanzig Jahren abspielt. Wir stehen nicht vor der Wahl von sinnvollen Gesamtreformen oder dem Status Quo. Wir stehen vor der Wahl zwischen dem Status Quo und einer Einzelreform, die genau gar nix gleicher macht.
Beides. Aber wenigstens hat Hans Werner nicht über Erneuerbare geschwurbelt. Der Typ ist ne Fortschrittsbremse, die wir nicht brauchen.
Weil das hier einige Schreiben und damit irgend ein unkonkretes Kontra legitimieren und Begründen wollen: Der Artikel ist nicht von Maurice Höfgen sondern von [Michael Paetz](https://www.wiso.uni-hamburg.de/fachbereich-vwl/ueber-den-fachbereich/mitglieder/paetz-michael.html).
Vor 50 Jahren war (in Westdeutschland) ein großer Teil der weiblichen Bevölkerung überhaupt nicht erwerbstätig und trotzdem hat es gereicht. Heute sind praktisch alle erwerbstätig. Die Mär von der Rentnerschwemme, die die Gesellschaft nicht mehr tragen könne ist absoluter Unsinn.
Was wir nicht mehr tragen können ist die gigantische Umverteilung von Unten nach Oben.