
Foto: KBS-Anchor: Südkorea hat am frühen Donnerstagmorgen seine im Inland entwickelte Rakete Nuri erfolgreich gestartet und damit mehr als ein Dutzend Satelliten in die Umlaufbahn gebracht. Nach dem Vorfall bestätigten die Behörden, dass die Rakete einen mittelgroßen Satelliten und zwölf Mikrosatelliten in einer Höhe von 600 Kilometern platziert hatte. Auch wenn Seoul noch ein relativer Neuling auf dem globalen Markt für Trägerraketen ist, markierte der Erfolg einen wichtigen Schritt auf dem Weg in die Riege der großen Raumfahrtnationen. Kim Bum-soo hat mehr. Bericht: (O-Ton: Start der Nuri-Weltraumrakete (27. November/Naro Space Center)) Die 200 Tonnen schwere Nuri flog durch den dunklen Himmel und spuckte Flammen über die Startrampe an der Südwestküste Südkoreas. (O-Ton: Ansage der Missionskontrolle) „Paarungstrennung bestätigt.“ Die Missionskontrolle, die mit angehaltenem Atem gewartet hatte, brach in Applaus aus. Als die Rakete ihre Zielumlaufbahn in einer Höhe von 600 Kilometern erreichte, wurden der mittelgroße Satellit der nächsten Generation und 12 Würfelsatelliten erfolgreich ausgeworfen. Der stellvertretende Ministerpräsident für Wissenschaft gab den erfolgreichen Start bekannt und erklärte Reportern, dass der vierte Nuri-Start einen Wendepunkt für Südkoreas Raumfahrtprogramm darstellen werde. (O-Ton: Stellvertretender Premierminister für Wissenschaft und Technologie Bae Kyung-hoon (Koreanisch-Englisch)) „Der erfolgreiche Start der vierten Nuri-Rakete beweist einmal mehr, dass Südkorea über eigene Raumtransportkapazitäten verfügt. Dies war auch die erste gemeinsame (Weltraummission), bei der die Regierung, der Privatsektor und staatliche Forschungsinstitute als Team zusammenarbeiteten. Dies war ein wichtiger Wendepunkt, an dem sich der Schwerpunkt des Weltraumökosystems vom vorherigen regierungsorientierten Ansatz auf den Privatsektor verlagerte.“ Hanwha Aerospace überwachte den gesamten Montageprozess für die vierte Nuri-Mission. Südkorea entwickelt sich schnell von einem Neuling in der Weltraumforschung zu einem der wenigen Länder, die unabhängig voneinander in der Lage sind, Nutzlasten von mehr als einer Tonne in den Orbit zu befördern. Südkorea plant, im Jahr 2030 einen Mondorbiter und im Jahr 2032 einen unbemannten Lander zu starten. Mit einem Jahresbudget von einer Komma einer Milliarde Won oder rund 750 Millionen US-Dollar liegt die koreanische Luft- und Raumfahrtbehörde jedoch bei Kerntechnologien immer noch hinter denen führender Nationen wie den Vereinigten Staaten, Japan und China zurück. Kim Bum-soo, KBS World Radio News.