
Der Zweijahresabschluss rächt sich nun, die Angestellten erhalten trotz steigender Umsätze im Handel nur 2,55 Prozent mehr Lohn. Das dritte Jahr in Folge sinken die Reallöhne.
https://www.derstandard.at/story/3000000297944/warum-akzeptiert-die-gewerkschaft-im-handel-wieder-einen-abschluss-unter-der-inflation
Von Classic_South_5374
19 Kommentare
Zwei Jahre ist für Anfänger – ÖD hat gleich auf 3 Jahre schlecht abgeschlossen.
Weil sie selber eh mehr verdienen vielleicht sollte die arbeiterkammer statt der Gewerkschaft verhandeln
Dafür werden die Lebensmittelpreise nur um ~10% steigen – ähm warte mal…
wünsche mir mehr mitglieder in der gewerkschaft damit die richtig druck ausüben können.
wegen die Arbeitsplätze…. /s
Wenn ich in der Gewerkschaft wäre, würde ich sofort austreten. Bodenlose Frechheit.
kRieSeNABSchLuSS!!!!!
>Der Zweijahresabschluss rächt sich nun
Dass bei >3 % neu verhandelt wird war damals aber glaub ich nicht so gedacht, dass es weniger wird…
Jetzt halt letztes Jahr und heuer noch mal reingschissen.
Danke für nix. Es ist noch genug vom Klatschen im Lockdown übrig. Wo sich eh keiner der sich unter erschwerten Bedingungen den Orsch aufgerissen hat verorscht vorgekommen ist wenn ein paar Hansln die Fenster aufmachen und kollektiv in die Händ hauen. Das war teilweise schon peinlich. Helden und Systemerhalter.
Wie zahlt man damit jetzt eigentlich? Gibt man da jetzt 3x klatschen im Monat für die Miete aus? Und darf man die auch als Watschen überbringen?
Hab mich jetzt nicht intensiv damit beschäftigt, aber haben sie nicht zumindest einige benefits bzw Erleichterungen ausgehandelt?
Und die Arbeitslosen kommen aus ihrem Elend sowieso nicht raus… da wird ja auch nichts angepasst… die leben ja von Luft und netten Worten!
Frag ich mich auch, eigentlich sollte da die Gewerkschaft stark sein, weil jeder Lebensmittel einkaufen muss
lol
weil wir im budget staatshaushalt keine andere wahl haben? alle müssen ihren beitrag leisten.
nur wenn mehr leute der gewerkschaft beitreten können wir die inflation reinholen.
aber neeeeein, die leute meinen echt 1% beitrag ist zu viel verlangt.
Ernst gemeinte Frage? Weil auf beiden Seiten Verhandler sitzen, die wenig Interesse daran haben, dass die obersten paar Prozent tiefe Einschnitte hinnehmen müssen.
War immer schon so, wird wohl noch länger so bleiben.
>Der **Zweijahresabschluss rächt sich nun**, die Angestellten erhalten trotz steigender Umsätze im Handel nur 2,55 Prozent mehr Lohn. Das dritte Jahr in Folge sinken die Reallöhne.
Das seh ich genauso. Die AG Seite hätte wohl damals liebend gerne unterschrieben für
„2026: +0,4% über der rollierenden Inflation aber höchstens 2,9%“
Dass die GPA hier sich „nein nein nein, da verhandeln wir einfach neu“ offen gehalten hat ist halt wirklich in Rückschau ein kardinaler Fehler gewesen.
Klar, die denkbar blödeste Konstellation: (in diesem Kontext) „nur“ *3,0irgendwas Inflation und zugleich Wirtschaftsflaute, Kauflaune der Konsumenten aufgrund andauernder Krisenstimmung am Boden* – das kann natürlich keiner voraussehen, das is natürlich immenses Pech.
Es war aber auch wirklich ein denkbar depperter 2-Jahres-Abschluss … wem der eingefallen ist, der gehört eh geteert und gefedert.
Eine mislungene Abseitsfalle der GPA, schamlos verwandelt durch die AG Seite…
In einem Wort? „Kapitalismus“, die Gewerkschaften stehen unter Druck durch Unternehmer und die Regierung, welche, wer hätte es gedacht, auf Seiten der Unternehmer steht. Soll heißen würde die Gewerkschaft gegen diese agitieren, würde das ganz schnell unterbunden, von daher sitzen mittlerweile auch in den Gewerkschaften viele Leute, die einfach mitspielen und dann solche „Verhandlungen“ führen.
Wir müssen uns über die Gewerkschaften hinaus organisieren, Streiks sind effektiv, aber diese werden nicht mehr von Gewerkschaften aus gehen, nicht bei uns in Österreich.
Bin nicht bei der Gewerkschaft, möchte aber trotzdem austreten
Ich bin ein stramm Linker und bin immer für Arbeitnehmerrechte.
ABER, in der aktuellen (Inflations-)Situation finde ich es vernünftig und verantwortungsvoll, wenn man mal auf Erhöhungen als Preistreiber verzichtet. Nur diesmal, und als Ausnahme.
Wenn’s hilft, ist es gut, Wenn nicht, dann beim nächsten Mal wieder hohe Lohnforderungen.
FYI: https://www.moment.at/story/rechenfehler-mit-system/
Rechenfehler von 15 Milliarden Euro bei der Lohnquote von IHS und WiFo, Gewerkschaft dadurch in schlechter Verhandlungsposition.
“Ein statistischer Fehler von 15 Milliarden Euro hat die Erzählung über „zu hohe Lohnforderungen“ in Österreich plötzlich brüchig gemacht. Während Arbeitnehmer:innen zu Verzicht und Solidarität aufgefordert wurden, basierte die Diskussion auf Zahlen, die jetzt nach unten korrigiert wurden. Was geblieben ist, sind abgeschlossene Kollektivverträge und die Frage: Wer definiert eigentlich die Realität, auf deren Basis verhandelt wird”
“Die Lohnquote war zu hoch und die Konsequenzen daraus klar: Österreichs Wirtschaft konnte nur durch das Zurückstecken bei Lohnverhandlungen und dem Verzicht der Arbeitnehmer:innen vor dem wirtschaftlichen Kollaps gerettet werden.”