Mehr als 60 % der ausländischen Studenten in Südkorea möchten in Seoul einen Job finden

    Foto: YONHAP News Laut einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht hoffen sechs von zehn internationalen Studenten in Südkorea, die nach ihrem Abschluss im Land arbeiten möchten, auf einen Job in Seoul. Choi Jeung-yun, eine leitende Forscherin am Korea Educational Development Institute (KEDI), präsentierte die Daten während eines Online-Briefings am Donnerstag zusammen mit ihrer Forschung darüber, wie die Anwerbung ausländischer Studenten die inländische Bevölkerungskrise abmildern kann. Nach Angaben des Instituts lag die Zahl der internationalen Studierenden im Land im vergangenen Jahr bei 208.000, was einer Vervierfachung gegenüber 2007 entspricht, als die Zahl nur 49.000 betrug. Die Zahl der ausländischen Studierenden in Studiengängen stieg im genannten Zeitraum von 32.000 auf 145.000, während die Zahl der in Nicht-Studiengängen wie Sprachprogrammen eingeschriebenen Studierenden von 17.000 auf 63.000 stieg. Trotz des Anstiegs stellte Choi fest, dass Universitäten außerhalb der Metropolen nicht vollständig vom Zustrom profitiert hätten. Der Anteil internationaler Studierender, die an vierjährigen Universitäten, Hochschulen und Graduiertenschulen im Großraum Seoul studieren, stieg, während der Anteil der außerhalb der Hauptstadt eingeschriebenen Studierenden insgesamt zurückging. Eine KEDI-Umfrage unter 316 ausländischen Studenten, die nach ihrem Abschluss einen Job annehmen möchten, ergab, dass 62 Prozent hoffen, in Seoul Arbeit zu finden. Es wurde jedoch auch festgestellt, dass die Menschen in Busan und Daegu hofften, einen Arbeitsplatz in der Nähe ihrer Schulen zu finden, was darauf hindeutet, dass sich die regionale Verteilung verbessern kann, wenn sich der Arbeitsmarkt und die Lebensbedingungen verbessern. Der Forscher betonte, dass sich die Zentral- und Kommunalverwaltungen mit den Universitäten abstimmen sollten, um solche Studenten zu gewinnen und zu unterstützen, um internationale Studierende in Städte außerhalb der Hauptstadtregion zu locken, und dass die daraus resultierenden Maßnahmen eng mit den Plänen zur wirtschaftlichen und industriellen Entwicklung verknüpft sein sollten.

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