Gesunde Kinderernährung im Bürgergeld: „Nicht direkt in der Nähe der Realität“ | Das Bürgergeld reicht bei vielen Kindern nicht für eine gesunde Ernährung, zeigt eine Studie – nur in ihrer Zusammenfassung steht das Gegenteil. Warum?

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    10 Kommentare

    1. Ich denke, dass ein großer Faktor ist, dass gesunde Ernährung mit wenig Geld zwar möglich ist, aber Zeit, Aufwand und Know-How kostet.

      Gute Sonderangebote raussuchen (dazu Toogoodtogo, Rettertüten bei Lidl, was ist in welcher Saison günstig zu kriegen etc.etc. im Blick behalten), die dann auch einkaufen können (Anfahrt zum Supermarkt, Lagermöglichkeit und Budget für Vorräte, die man im Angebot kauft, Tragen können…), Essensplan für die Woche mit genug Wissen über gesunde Ernährung aufstellen, Rezepte raussuchen, die man innerhalb seiner Möglichkeiten umsetzen kann (Zeit, vorhandene Küchengeräte, Allergien in der Familie etc.), kochen, Reste evtl. einfrieren… dauert alles und ist anstrengend und aufwändiger als ein einfaches Fertiggericht.

    2. SeniorePlatypus on

      Warum? Gleicher Grund warum Schulen runtergewirtschaftet werden, Kinder und Elterngeld abgeschmolzen wird, Jugendheime zu machen und so weiter.

      Weil steigende Armut und sinkende Teilhabe unter jüngeren Generationen nicht ins Narrativ passt. Nicht in die Opferrolle der älteren Generationen. Und nach den ganzen Wahlgeschenken kein Geld übrig ist.

      Es gibt doch immer nur Altersarmut die man angehen muss. Auch wenn Kinderarmut und Armut unter Menschen im Erwerbstätigen Alter seit längerem höher ist und, im Gegenteil zu Altersarmut, auch deutlich steigt.

      Sieht man auch wunderbar daran, dass Parteien fast ausschließlich die Statistik der Armutsgefährdung verwenden, welche nur Einkommen betrachtet und weder der Realität heutiger Wohnkosten gerecht wird noch die oft signifikanten Vermögen im Alter betrachtet.

      Obwohl wir auch Entbehrung, aka echte Armut, erfassen.

    3. Every_Caterpillar945 on

      Ach komm, das lassen wir doch einfach vom Sarrazin nochmals rechnen, da bleibt dann sicher noch geld über und das bürgergeld kann sogar noch gesenkt werden!

    4. Gorianfleyer on

      „Nicht direkt in der Nähe der Realität“ ist mein neuer Lieblingseuphemismus für Schwachsinn.

    5. Weil Kinder niemand interessieren.
      Weil Jugend niemand interessiert.
      Weil Zukunft niemand interessiert.

      Wenn man nur mehr rund ~20 Jahre hat, macht man alles um sich und seine Gefährten noch ein tolles Leben zu geben.
      Also gilt es die schön zu gestalten, das danach ist egal, konservative Weltanschauung interessiert keine Zukunft, keine Jugend, kein Klima, keine Gerechtigkeit.

      Der Abgrund ist in Sichtweite, aber die am Steuer werden den nicht mehr erleben, also existiert der auch nicht.

    6. ForTheChillz on

      Bei der Bürgergeld-Diskussion geht eine Sache vor allem unter: die mentale Gesundheit. In das Sozialsystem zu rutschen macht etwas mit Menschen. Sie fangen an sich wertlos zu fühlen. Dann kommt die Scham. Und dann kommt die Überforderung. Aber was machen wir? Anstatt diese Probleme ernst zu nehmen, schauen wir als Gesellschaft auf diese Menschen herab, stigmatisieren sie und verschlimmern die ganze Situation. Hier geistern ja auch immer Leute rum, die sagen man muss ja nur die Formulare ausfüllen und dann bekommt man alles hinterhergeworfen. Und Menschen, die aus Überforderung es einfach nicht schaffen, wird vorgeworfen faul zu sein und sich nicht richtig zu kümmern. Die selbe Argumentation hier bei der Ernährung: Eigentlich ist es doch möglich damit klar zu kommen – man muss sich nur informieren. Aber vielleicht ist es eben nicht so einfach für diese Leute? Vielleicht haben sie auch nicht die gleichen Ressourcen? Und vielleicht beachtet man selbst in der eigenen Kalkulation etwas nicht weil man es für Selbstverständlich erachtet?

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