
Foto: YONHAP News Mitglieder der regierenden Partei des Gesetzgebungs- und Justizausschusses der Nationalversammlung werden eine Polizeibeschwerde gegen 18 hochrangige Staatsanwälte einreichen, die gegen die Entscheidung protestiert haben, gegen ein Urteil im Korruptionsfall Daejang-dong keine Berufung einzulegen. Ausschussmitglieder sagten am Mittwoch in einer Pressekonferenz in der Nationalversammlung, dass das koordinierte Vorgehen der Staatsanwälte die Disziplin innerhalb der Staatsanwaltschaft untergraben, die verfassungsmäßige Ordnung beschädigt und gegen das Gesetz über Staatsbeamte verstoßen habe. Die Abgeordneten sagten, die Aussage der Staatsanwälte sei kein legitimer Dissens, sondern „kollektiver Ungehorsam“, der unter Beamten ausdrücklich verboten sei, und warfen ihnen vor, die Staatsanwaltschaft ins Zentrum der Politik zu ziehen. Sie argumentierten auch, dass die Staatsanwälte rechtliche Verfahren zur Einreichung formeller Einwände umgangen und sich stattdessen ihrer Befehlskette widersetzt hätten. Die Abgeordneten der Demokratischen Partei warnten davor, dass die Duldung solcher Aktionen den kollektiven Widerstand innerhalb der Staatsanwaltschaft stärken würde, wann immer sich der politische Wind ändert, und kündigten starke Gegenmaßnahmen gegen künftige „politische Handlungen“ an. Ein Abgeordneter der Wiederaufbau-Korea-Partei und ein Unabhängiger schlossen sich der Beschwerde ebenfalls an. Am 10. November veröffentlichten 18 hochrangige Staatsanwälte eine Nachricht im Intranet der Staatsanwaltschaft und forderten eine Erklärung des damaligen amtierenden Generalstaatsanwalts Noh Man-seok, nachdem der Fall Daejang-dong eingestellt worden war.