> Sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro mehr: Das fordern die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes wenige Wochen vor der Tarifrunde für die Bundesländer außer Hessen.
> Der TdL-Vorsitzende und Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) erteilte der Gewerkschaftsforderung nach sieben Prozent eine Absage. Die Beschäftigten der Länder verdienten natürlich Wertschätzung, »nicht zuletzt durch angemessene Lohnerhöhungen«. »Aber die geforderte Lohnerhöhung passt nicht in die Zeit und ist bei einer Inflationsrate von zwei Prozent völlig überzogen«, sagte Dressel.
CaptainMorti on
Das ist zu wenig für die erste Forderung. Aus den 7% werden dann 3% über zwei einhalb Jahre.
PoroBraum on
Zur Erinnerung: für den TVöD wurden +8% auf 12 Monate gefordert, im Ergebnis wurden es +3% und +2,8% bei einer Laufzeit von 27 Monaten.
Für den bereits schlechteren TV-L fällt jetzt also auch schon die erste Forderung niedriger aus.
enteisent on
Grandios, man geht schon mit geringeren Forderungen in die erste Runde als beim TVöD. TV-L wird immer unattraktiver.
TomD1995 on
Lasst erstmal das Urteil morgen abwarten, dann sehen wir weiter
doubdoub1337 on
Mal wieder der Klassiker.. Forderungen nicht mal äquvialent zum TVöD lässt einiges erahnen. Kenner im TV-L wissen genau was es wird: 9 Monaten Nullrunde, dann 1,2 % über 27 Monate, entgeltneutrale Erhöhung der Arbeitszeit auf 41 Stunden und 50 Euro Handgeld bei Vorhandensein eines Handgeldberechtigungsscheins. Achja aber natürlich 600 Euro Sockelbeitrag, is ja klar. Warum noch Verantwortung übernehmen und hoch eingruppieren lassen, ist ja Quatsch..
Wird wohl auf 3-4% hinauslaufen jedoch gleichzeitig mit einem Personalabbau von 8-15%. Die Gewerkschaft kann sich feiern lassen jedoch haben einige der Leute halt keinen Job mehr und die anderen ein wenig mehr.
CapOne8542 on
Also zwei Prozent mehr, eine 200 € Einmalzahlung und eine Laufzeit von zwei Jahren
panicradio316 on
«Die Gegenseite weist die Forderung umgehend zurück.»
Total semantisch, ich weiß: Jedes Mal aufs Neue aber finde ich allein diese Tatsache, dass **insbesondere** öffentliche AG irgendeine Forderung von vornherein überhaupt zurückweisen können, absolut nicht angemessen.
Öffentliche AG haben meiner Meinung nach einzig und allein zu kommentieren: „Wir schauen uns die Forderungen im Detail an und wägen sie pflichtengemäß ab.“
Und haben dabei sämtliche ökonomische Entwicklungen, vom Strom bis Miete bis Auto bis Kita bis Inflation, zu berücksichtigen.
Und da es Steuergelder sind – ansonsten die Schnauze zu halten!
Masteries on
Wir ham ja jetzt Sondervermögen
MembershipHonest4000 on
Habe ein Gefühl dass einige Arbeitnehmer die Lohnerhöhung bekommen aber der Arbeitgeber andere dafür entlassen müssen um Kosten zu „sparen“. Traurig
SvenLorenz on
Ergebnis wird sein:
Nullrunde oder Einmalzahlung bis April, dann 2,2% + Sockelbetrag 150€ ab 01.04.2026, 2,0% ab 01.04.2027 bei Laufzeit bis 31.12.2027. Sonderzahlung bleibt eingefroren, Stufe 6 bleibt ein schlechter Witz. Und dann rechnet sich verdi das durch den Sockelbetrag wieder schön.
Hauptsache ist, dass die höheren Entgeltgruppen wie immer verarscht werden und die Abstände zwischen den Gruppen immer kleiner werden.
senti82 on
Verdi (und andere Gewerkschaften) gehen immer mit Maximalforderungen ein.
Am Ende liegt man dann bei 3.x% und ein paar kleineren Goodies und weiterer Arbeitsverdichtung als Zückerli für die Arbeitgeber.
GreenStorm_01 on
Ich fordere 40% mehr Gehalt für mich. Allein schon wegen der letzten 4 Jahre und 20% Kaufkraftverlust.
_AP0PL3X_ on
Die Löhne in Deutschland müssten allgemein jährlich mindestens an die Inflation angepasst werden. Steigerungen nur für die unteren Lohngruppen, zu denen ich selbst nach TVÖD auch zähle, machen langfristig keinen Sinn, weil die höheren Gruppen damit deligitimiert werden. „Warum soll ich für gleiches Geld einen Job mit mehr Verantwortung und Aufgaben machen?“
Allein die TVÖD-Runde war ein Witz. Die Verdi hat das verteidigt a la „es hätte sonst eine nullrunde gegeben“. Ich verstehe, dass man die Gehälter nicht unendlich heben kann, weil damit auch Beiträge steigen, aber wenn wir im ganzen Land einfach grundlegend reformieren würden, wäre das möglich und eine Nullrunde ist auch kein Naturgesetz. Man könnte auch sagen, dass Gehälter regulär mindestens um die Inflation steigen muss.
Man könnte sogar ein Sinken der Gehälter damit verbinden, das setze aber voraus, dass auch alle anderen Preise nach Bedarf gesenkt werden würden, aber aktuell reguliert die Politik nichts und Konzerne wollen ohnehin meist den höchstmöglichen Gewinn machen, damit sie das Geld anschließend bei Aktionären und Vorständen rumliegen lassen können.
Opest7999 on
Wäre doch jetzt mal Zeit alle angestellten Lehrer Streiken zu lassen, davon gibt es nämlich mehr als man denkt. Bei dem Lehrermangel wird das auf jeden Fall Auswirkungen auf den Schulbetrieb haben und jedes Mal wird das auch als Grund genannt warum Lehrer Verbeamtet sein müssen.
Also wieso jetzt nicht mal nutzen? Meines Wissens darf man auch ohne Streiken ohne in der Gewerkschaft zu sein.
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16 Kommentare
> Sieben Prozent mehr Lohn, mindestens aber 300 Euro mehr: Das fordern die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes wenige Wochen vor der Tarifrunde für die Bundesländer außer Hessen.
> Der TdL-Vorsitzende und Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) erteilte der Gewerkschaftsforderung nach sieben Prozent eine Absage. Die Beschäftigten der Länder verdienten natürlich Wertschätzung, »nicht zuletzt durch angemessene Lohnerhöhungen«. »Aber die geforderte Lohnerhöhung passt nicht in die Zeit und ist bei einer Inflationsrate von zwei Prozent völlig überzogen«, sagte Dressel.
Das ist zu wenig für die erste Forderung. Aus den 7% werden dann 3% über zwei einhalb Jahre.
Zur Erinnerung: für den TVöD wurden +8% auf 12 Monate gefordert, im Ergebnis wurden es +3% und +2,8% bei einer Laufzeit von 27 Monaten.
Für den bereits schlechteren TV-L fällt jetzt also auch schon die erste Forderung niedriger aus.
Grandios, man geht schon mit geringeren Forderungen in die erste Runde als beim TVöD. TV-L wird immer unattraktiver.
Lasst erstmal das Urteil morgen abwarten, dann sehen wir weiter
Mal wieder der Klassiker.. Forderungen nicht mal äquvialent zum TVöD lässt einiges erahnen. Kenner im TV-L wissen genau was es wird: 9 Monaten Nullrunde, dann 1,2 % über 27 Monate, entgeltneutrale Erhöhung der Arbeitszeit auf 41 Stunden und 50 Euro Handgeld bei Vorhandensein eines Handgeldberechtigungsscheins. Achja aber natürlich 600 Euro Sockelbeitrag, is ja klar. Warum noch Verantwortung übernehmen und hoch eingruppieren lassen, ist ja Quatsch..
Edit: [https://i.imgflip.com/acgdgs.jpg](https://i.imgflip.com/acgdgs.jpg)
Wird wohl auf 3-4% hinauslaufen jedoch gleichzeitig mit einem Personalabbau von 8-15%. Die Gewerkschaft kann sich feiern lassen jedoch haben einige der Leute halt keinen Job mehr und die anderen ein wenig mehr.
Also zwei Prozent mehr, eine 200 € Einmalzahlung und eine Laufzeit von zwei Jahren
«Die Gegenseite weist die Forderung umgehend zurück.»
Total semantisch, ich weiß: Jedes Mal aufs Neue aber finde ich allein diese Tatsache, dass **insbesondere** öffentliche AG irgendeine Forderung von vornherein überhaupt zurückweisen können, absolut nicht angemessen.
Öffentliche AG haben meiner Meinung nach einzig und allein zu kommentieren: „Wir schauen uns die Forderungen im Detail an und wägen sie pflichtengemäß ab.“
Und haben dabei sämtliche ökonomische Entwicklungen, vom Strom bis Miete bis Auto bis Kita bis Inflation, zu berücksichtigen.
Und da es Steuergelder sind – ansonsten die Schnauze zu halten!
Wir ham ja jetzt Sondervermögen
Habe ein Gefühl dass einige Arbeitnehmer die Lohnerhöhung bekommen aber der Arbeitgeber andere dafür entlassen müssen um Kosten zu „sparen“. Traurig
Ergebnis wird sein:
Nullrunde oder Einmalzahlung bis April, dann 2,2% + Sockelbetrag 150€ ab 01.04.2026, 2,0% ab 01.04.2027 bei Laufzeit bis 31.12.2027. Sonderzahlung bleibt eingefroren, Stufe 6 bleibt ein schlechter Witz. Und dann rechnet sich verdi das durch den Sockelbetrag wieder schön.
Hauptsache ist, dass die höheren Entgeltgruppen wie immer verarscht werden und die Abstände zwischen den Gruppen immer kleiner werden.
Verdi (und andere Gewerkschaften) gehen immer mit Maximalforderungen ein.
Am Ende liegt man dann bei 3.x% und ein paar kleineren Goodies und weiterer Arbeitsverdichtung als Zückerli für die Arbeitgeber.
Ich fordere 40% mehr Gehalt für mich. Allein schon wegen der letzten 4 Jahre und 20% Kaufkraftverlust.
Die Löhne in Deutschland müssten allgemein jährlich mindestens an die Inflation angepasst werden. Steigerungen nur für die unteren Lohngruppen, zu denen ich selbst nach TVÖD auch zähle, machen langfristig keinen Sinn, weil die höheren Gruppen damit deligitimiert werden. „Warum soll ich für gleiches Geld einen Job mit mehr Verantwortung und Aufgaben machen?“
Allein die TVÖD-Runde war ein Witz. Die Verdi hat das verteidigt a la „es hätte sonst eine nullrunde gegeben“. Ich verstehe, dass man die Gehälter nicht unendlich heben kann, weil damit auch Beiträge steigen, aber wenn wir im ganzen Land einfach grundlegend reformieren würden, wäre das möglich und eine Nullrunde ist auch kein Naturgesetz. Man könnte auch sagen, dass Gehälter regulär mindestens um die Inflation steigen muss.
Man könnte sogar ein Sinken der Gehälter damit verbinden, das setze aber voraus, dass auch alle anderen Preise nach Bedarf gesenkt werden würden, aber aktuell reguliert die Politik nichts und Konzerne wollen ohnehin meist den höchstmöglichen Gewinn machen, damit sie das Geld anschließend bei Aktionären und Vorständen rumliegen lassen können.
Wäre doch jetzt mal Zeit alle angestellten Lehrer Streiken zu lassen, davon gibt es nämlich mehr als man denkt. Bei dem Lehrermangel wird das auf jeden Fall Auswirkungen auf den Schulbetrieb haben und jedes Mal wird das auch als Grund genannt warum Lehrer Verbeamtet sein müssen.
Also wieso jetzt nicht mal nutzen? Meines Wissens darf man auch ohne Streiken ohne in der Gewerkschaft zu sein.