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    10 Kommentare

    1. AmputatorBot on

      It looks like OP posted an AMP link. These should load faster, but AMP is controversial because of [concerns over privacy and the Open Web](https://www.reddit.com/r/AmputatorBot/comments/ehrq3z/why_did_i_build_amputatorbot).

      Maybe check out **the canonical page** instead: **[https://www1.wdr.de/nachrichten/auktion-ns-dokumente-judensterne-neuss-100.html](https://www1.wdr.de/nachrichten/auktion-ns-dokumente-judensterne-neuss-100.html)**

      *****

      ^(I’m a bot | )[^(Why & About)](https://www.reddit.com/r/AmputatorBot/comments/ehrq3z/why_did_i_build_amputatorbot)^( | )[^(Summon: u/AmputatorBot)](https://www.reddit.com/r/AmputatorBot/comments/cchly3/you_can_now_summon_amputatorbot/)

    2. montanunion on

      > Das vor allem auf Briefmarken und Münzen spezialisierte Auktionshaus sieht das anders. Auf Anfrage der FAZ teilte es mit, private Sammler betrieben „intensive Forschung“, leisteten einen „Beitrag zur historischen Aufarbeitung“, und ihre Tätigkeit diene nicht „dem Handel mit Leid, sondern der Bewahrung“ der Erinnerung.

      Einfach nur zynisch. Nein, das an den Höchstbietenden zu verkaufen ist nicht “Bewahren von Erinnerung” und die Art Leute, die gerne Judensterne oder Gestapodokumente zuhause haben wollen sind nicht zwangsläufig an einem Beitrag zur Aufarbeitung interessiert.

    3. mich interessiert, wer der Besitzer ist, aber das werden wir nie erfahren

    4. Ich hab den Aufruf des Fritz Bauer Instituts dagegen gelesen. Ich verstoße gegen die Netiquette hier, wenn ich meine persönliche Meinung zu sowas hier schreibe.

      >Wohin der Handel mit Dokumenten des Holocaust führen kann, macht ein Blick in den Katalog des Auktionshauses Felzmann, deutlich, der online verfügbar ist:
      https://auktionen.felzmann.de/Auktion/Onlinekatalog?intAuktionsId=1332.
      Die ausgerufenen Preise für die Häftlingsbriefe von Auschwitz etwa, oftmals die letzten Zeugnisse der Verschleppten, unterliegen einer zynischen Verwertungslogik, der zufolge Schriftstücke von Absendern mit niedriger Häftlingsnummer seltener und damit teurer sind als Post von Häftlingen mit höheren Nummern. Aus demselben Grund veranschlagt das Auktionshaus für Briefe, die von den Absendern im Konzentrationslager mit kleinen Zeichnungen versehen worden sind, ein höheres Startgebot. An einer Stelle des Kataloges wird dieses Verfahren zur Preisermittlung explizit: Zur Begründung eines hohen Startgebots heißt es ebenso lapidar wie grausam, »solche ›späten Belege‹« seien »rar, weil 1943 nur wenige Juden am Leben waren«.

      https://www.fritz-bauer-institut.de/mitteilung/geschaeftemachen-mit-ns-verfolgung-und-holocaust

    5. > Dokumente der Verfolgung und des Holocaust gehörten den Familien der Verfolgten. Sie sollten in Museen oder in Ausstellungen von Gedenkstätten ausgestellt und nicht zu Handelsobjekten degradiert werden.

      Naja also was nun: Wenn sie den Angehörigen gehören, dann dürfen die sie auch verkaufen. Oder man sagt halt: Es gibt ein übergeordnetes, gesamtgesellschaftliches Interesse, und darum haben sie eben nicht einfach nur den Angehörigen zu gehören, und müssen in Museen überführt werden.

      Wobei hier ja nochmal der Sonderfall ist, dass sie offensichtlich nicht direkt von den Angehörigen angeboten werden, sondern aus dem Nachlass eines „privaten Forschers“.

    6. inter_stellaris on

      Die Auktion ist mittlerweile offline, aber das heißt nicht, dass sie nicht stattfindet. 

      Aus Polen kam sehr viel Kritik daran, auch von der Regierung.

      Eine absolute Schande, dass die Vorbesitzer es nicht den Gedenkstätten zur Verfügung stellen. 

      Über die Provinienz erfährt man außer „Forschungssammlung“ nichts: https://aphv.de/vorschau-185-felzmann-auktion-auftakt-am-17-november-2025-in-neuss/

    7. Ceutical_Citizen on

      Der einzige Grund, warum viele dieser Dokumente überhaupt im Besitz Dritter ist, ist doch, dass ganze Familien ausgelöscht wurden und es eben keine möglichen „Erben“ gibt. Damit profitieren, die jetzigen Besitzer genau vom Leid der Opfer und eben auch dem Holocaust.

      Wie kann man sich eigentlich selbst im Spiegel anschauen, wenn man aus so etwas Profit schlägt?
      Ich käme überhaupt nicht auf die Idee, solche Objekte zu behalten und nicht baldmöglichst an ein Museum zu spenden. Da gehören sie hin.

    8. Impressive-Meeting11 on

      Top Kommentar unter dem Artikel.

      *“Wenn die Sachen in Museen landen, geht die Geschichte verloren, weil das dort sowieso nur in Archiven gelagert wird. Deswegen ist es gut, wenn das Zeug in Privathaushalten landet, weil dort erreicht es eine größere Zielgruppe und deshalb vergisst das Thema dann auch niemand.“*

      > So wird unsere so beliebte Vergessens- und Verdrängungskultur entgegengewirkt

      Wer kennt sie nicht, unsere zwanghafte Kultur alles über den 2. Weltkrieg vergessen zu wollen.

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