„European Democracy Shield“ soll Europa vor Desinformation abschirmen | Der Vorschlag sieht ein EU-Zentrum für demokratische Resilienz, ein unabhängiges Faktenchecker-Netzwerk und ein Krisenprotokoll für Online-Plattformen vor

    https://www.derstandard.at/story/3000000296170/european-democracy-shield-soll-europa-vor-desinformation-abschirmen

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    14 Kommentare

    1. Professional_Class_4 on

      Naja immerhin passiert mal was und wir schauen nicht nur zu wie unsere Demokratie zerlegt wird. Ich fürchte aber nen bisschen Information und hier und da nen Fact Check werden nicht reichen.

    2. Steve_the_Stevedore on

      Persönliche Prognose: Kostet Milliarden. Bringt nichts. Kremel lacht sich kaputt, dass wir für jeden € den er in Desinformation steckt, 10€ in nutzlose Symbolpolitik packen.

    3. Idee gut – Umsetzung wird scheitern.

      1. Zu spät. Russland, China und die USA setzen seit 2010 massiv auf entsprechende Infrastrukturen. Europas größte Volkswirtschaft sagte aber 2013 noch, dass das Internet Neuland sei.
      2. Zu wenig. **Ein** EU Rechenzentrum ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir müssen Europa damit pflastern. Im Zweifel pro Kommune ein Rechenzentrum.
      3. Populisten halten uns auf. Die EU hat bis heute kein gescheites Energiekonzept. Das Verbundsnetz als Basis ist super, aber wir streiten uns 24/7 wegen Kernkraft vs Erneuerbare (das ist übrigens keine echte Debatte) während wir uns mit Gas den Strompreis ins unedliche treiben.

    4. Finde ich nicht gut. Genau solche Behörden sind extrem leicht zu missbrauchen, wenn mal eine Regierung führend ist, mit der man nicht einverstanden ist. Stellt euch mal vor, eine ultrakonservative Mehrheit in Europa hätte ein solches Werkzeug.

    5. ThereYouGoreg on

      In den 1920’ern wurden beispielsweise von Henry Ford Falschinformation gesät, welche am Ende zu einer stärkeren Destabilisierung in Europa beigetragen haben als in den USA. Gleichzeitig hat auch der Smoot–Hawley Tariff Act der Wirtschaft in Europa stärker geschadet als den USA.

      Die Büchse der Pandora ist in Europa zudem längst offen, weil in vielen Ländern der EU bis zu 40% der wahlberechtigten Bevölkerung von zahlreichen faschistischen Narrativen überzeugt wurden.

      Die Frage ist viel eher wie wir die von der US-Zollpolitik angeregte Deindustrialisierung des exportorientierten Wirtschaftsmodells der EU abfangen. Ähnlich wie in den 1930’ern werden sich sonst noch mehr Menschen in Europa dem Faschismus hinwenden, weil sie den entsprechenden Narrativen bereits aufsitzen. Im Kontext des globalen Decouplings braucht es als Antwort ein neues Wohlstandsversprechen auf dem europäischen Binnenmarkt.

      Zudem befinden wir uns bereits mitten im Prozess einer Auflösung der Europäischen Union, welche mit dem Austritt des Vereinigten Königreichs begonnen hat.

    6. Das klingt für mich lediglich nach mehr Bürokratismus, um einen sehr realen Problem zu begegnen. Ich weiß nicht, ob das fruchten kann. Meine Frage als Laie ist: Gäbe es denn „handfeste“ technische Maßnahmen, um Bot-Netzwerken und Fake News entgegen zu wirken?

    7. Einfache Menschen könnten meinen, gute Schulbildung tut es auch. Aber warum dafür Geld ausgeben, wenn man neue Instituionen schaffen kann. Da kann man deutlich mehr Steuergelder verbraten und, wichtigster Vorteil, es gibt Posten für ausrangierte Parteimitglieder.

    8. Bouljonwerfel on

      Wer diese Idee nicht als absolute Katastrophe sieht dem ist nicht mehr zu helfen. Ein Ministerium das bestimmt, was Desinformation ist und was nicht? Unter dem Mantel der EU? Den riesigen Berg good faith, den das für meine Zustimmung benötigen würde, hat der Laden schon seit langem verspielt.

      90% der Leute, die spontan „find ich gut“ sagen, würden „Faschismus und Diktatur“ schreien wenn das gleiche wo anders eingeführt wird (oder schon wurde).

    9. Wie sagt man so schön, eine Desinformation hat die Welt schon umrundet bevor der Faktencheck überhaupt erst aufstehen konnte.

      Ich meine, keine schlechte Idee, aber Social Media selber muss sich verändern, und auch die Berichterstattung in alten Median, wie es genau aussehen soll weiß ich auch nicht genau leider. Meiner Meinung nach dürfte sowas wie Fox News spätestens nach den Dominion lawsuit gar nicht mehr existieren. Oder hier halt Nius. Diese drecksvereine haben nichts anderes als die Zersetzung der Demokratie im Sinn.
      Aber wir schaffen es ja nicht einmal ne Prüfung für das Verbotsverfahren der Nazi Partei in die Wege zu leiten.

      Zu dem MUSS Mediankompetenz gebildet werden.

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