
[SS from essay by Lael Brainard, Distinguished Fellow at the Georgetown University Psaros Center and a Senior Fellow at Harvard Kennedy School’s Mossavar-Rahmani Center. She has served as Director of the National Economic Council, Vice Chair and Governor on the Federal Reserve Board, and Undersecretary of the U.S. Department of the Treasury.]
Das bahnbrechende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping im Oktober brachte eine Atempause im Handelskrieg und führte zu einigen gegenseitigen Vereinbarungen. Aber es bedeutete keinen Durchbruch bei der Bewältigung der Probleme, die in den letzten Jahren die Spannungen zwischen den beiden Ländern angeheizt haben. Stattdessen bestätigte das Treffen die merkwürdige Richtung der US-China-Politik in Trumps zweiter Amtszeit. Der Präsident hat nicht nur mit der Politik der Biden-Regierung gebrochen, sondern scheint auch die strategische Ausrichtung seiner eigenen ersten Amtszeit aufgegeben zu haben.
Während eines Großteils dieses Jahrhunderts war die US-Politik gegenüber China beruhte auf der kalkulierten Wette, dass die Integration des Landes in das globale Handelssystem seine politische und wirtschaftliche Liberalisierung vorantreiben würde – im Einklang mit den Interessen der USA. Diese Wette hat sich nicht ausgezahlt. China entwickelte sich nicht zu einem Wirtschaftspartner, sondern zu einem disruptiven Konkurrenten, der die Weltordnung zu seinen Gunsten gestalten wollte. Washington hat zu lange gewartet, um Peking entgegenzutreten, wodurch es stark genug geworden ist, um die amerikanische Industrie in vielen Bereichen zu verdrängen.
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