"2014 trafen zwei Schulklassen aus unterschiedlichen Welten aufeinander und öffneten Einblicke in ihre Lebensrealität. Thema" zeigt nun, was aus den Jugendlichen von damals wurde."

    Hat wer auch die ganze Doku geschaut, auch die letzten beiden Folgen, Fünf Jahre danach und 13 Jahre danach? Ich fand das eigentlich echt spannend. Viele Jugendlichen haben sich komplett verändert. Bei den meisten Gymnasiasten war die Entwicklung nicht sehr überraschend, die meisten haben studiert und so. Aber die aus der ehemaligen Mittelschule, da waren zwei oder drei dabei, die mich eigentlich sehr positiv überrascht haben.

    Vor allem Nabaa (und noch ein anderer Bub) aus dem Irak und Asip aus Afghanistan, die eine sehr positive Entwicklung durchgemacht haben, auch durch die Unterstützung, die sie damals im Rahmen des Projektes erhalten haben. Alle sehr gut integriert und mMn "weniger religiös" geworden sind. Der eine aus dem Iraq (hat seinen Namen gerade vergessen) war dann später (Spoiler! XD) bei der Sozialistischen Jugend (als Teenager hatten fast alle noch etwas konservative Einstellungen was z. B. Aufgaben von Mann und Frau im Haushalt angeht usw), Nabaa hat später das Kopftuch abgelegt, sich anscheinend aus einer Gewaltehe befreit und ist Freizeitpädagogin geworden. Asip hat eine Ausbildung gemacht, hatte (?) dann ein Restaurant und hat eine Österreicherin geheiratet. Ihre kleine Tochter wollen sie nicth religiös erziehen, und später selbst entscheiden lassen.

    Gibt mir wieder Hoffnung, da es ja immer mehr muslimische Jugendliche gibt, dass sich das später vielleicht bei vielen doch ein bisschen verläuft, dass ihnen Bildung wichtiger ist, und die Religion und veraltete Stereotype vielleicht etwas in den Hintergrund treten. Und auch, dass die nächsten Generationen weniger Kinder haben. Weil seien wir uns ehrlich, die meisten Menschen haben kaum die emotionalen, mentalen und finanziellen Ressourcen für mehr als 1-2 Kinder.

    Hat wer von euch "Schule fürs Leben" von Thema gesehen?
    byu/celestial-navigation inAustria



    Von celestial-navigation

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    2 Kommentare

    1. AdBrilliant8302 on

      Es ist schon bemerkenswert, dass sich positive Narrative asymmetrisch weniger verbreiten als negative – wobei der medienpsychologische Negativity Bias das nur teilweise erklärt.

      Gelungene Integrationsbiographien passen halt weder in das konfliktorientierte Nachrichtenwert-Schema der Massenmedien, noch alimentieren sie populistische Narrative. Deshalb werden sie – und hier wird’s eigentlich erst interessant – im wahrsten Sinne „links“ liegen gelassen: Sowohl von denen, die am Konflikt verdienen, als auch von denen die differenzierte Realität der Polarisierung opfern.

      Das ist mMn die eigentliche strukturelle Problematik dahinter.

    2. Asip ist ein guter Freund von mir 🙂 Restaurant hat er ein eigenes (nach wie vor, seit einem Jahr ca.). Zuvor im Motto gearbeitet zB. Stabiler Typ!

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