"Das Verkehrsministerium ging von einer Reduktion um 0,11 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten im Jahr 2024 allein durch Verlagerungen von Pkw-Fahrten auf den Schienenpersonenverkehr aus. Die gesamten Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors betrugen im Jahr 2023 rund 20 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente – mit dem KlimaTicket sollten diese um 0,2 Prozent gesenkt werden. In Anbetracht der Gesamtemissionen des Verkehrssektors sieht der Rechnungshof diese erwartete Reduktion als eher gering."

    Pressemeldung: https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/news/Meldungen_2025/Viele-Klimatickets-Auswirkungen-auf-Umwelt-gering.html

    Der ganze Bericht: https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/home/2025_38_OOe_6_Sbg_3_KlimaTicket.pdf

    Rechnungshof: Viele Klimatickets verkauft, Auswirkungen auf Umwelt eher gering
    byu/georgrenner inAustria



    Von georgrenner

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    19 Kommentare

    1. eatschnitzeleveryday on

      I’ll give you my Klimaticket when you take it from my cold, dead hands!

    2. Ich glaube eher, dass viele Leute mehr fahren und damit die vermiedenen Emissionen auch zählen.

      Anyway, wir werden bald viele Milliarden genau aus den Versäumnissen im Individualverkehr bezahlen müssen.

      Da zählt jede Verringerung.

    3. wenn man sich die offiziellen Daten anschaut ist das keine Überraschung. Nur sehr wenige sind das Auto los geworden, nur wenige fahren signifikant weniger mit dem Auto. Das war und ist (wie von vorhinein zu erwarten war) ein Zuckerl für die, die sowieso viel mit den Öffis fahren. Zusätzlich gibt es das halt auch noch in Unternehmen als Bonus (oder eben das Ticket für 18-jährige), gibt auch eine Menge an Leuten die es haben und nicht wirklich nützen.

    4. jack_the_snek on

      das wird dann in Zukunft sicher nicht als Argument gegen das Klimaticket genutzt werden, oder? Oder? „bringt ja eh nix, viel zu teuer für den Staat usw.“
      „Was? jaja, Millionen für den Ausbau von Straßen und Tunneln unter Naturschutzgebieten hamma, eh kloa“

    5. Ich habe mir kein Auto angeschafft, weil die Kosten für das Klimaticket fest und niedrig genug waren, sodass mir die wenigen zusätzlichen Euro den Verzicht auf Ticketstress wert erschienen. Mehrmals habe ich Öffis verwendet, statt ein Auto zu mieten, obwohl es leichter/schneller gewesen wäre.

      Meine Familie am Land hat es sich ausgerechnet, für sie macht es keinen Sinn, weil die Öffi-Verbindung jede paar Studen mit dem Bus ist, und sie werden weiter fahren als ich (höheres CO2).

      Zu Beginn des Jahres war ich mit etwa 15 Personen wandern. Fast alle besaßen ein Klimaticket, obwohl sie berechnet hatten, dass einzelne Tickets günstiger wären. Es war einfach weniger stressig. Vor ein paar Wochen hatte jedoch niemand außer mir ein Klimaticket, und ich habe es jetzt auch stoniert.

    6. bei mir hatte den Klimaticket genau den gewünschten Effekt. Die gefahrenen km sind auf ein Viertel oder so eingebrochen.

    7. realistisch gesehen, wenn du arbeiten etc musst und außerhalb wien wohnst, kannst du keine Öffis nehmen. Ich werd ganz sicher nicht um 5 uhr aufstehen damit ich bei der Arbeit sein kann um 8.

      Es gibt keine alternative für uns am Land und der ganze Zeitverlust ist auch gestört. Nein bei mir gibts keinen Stau, vorteil am Land.

    8. Die Frage ist doch: wie sehr wären sie ohne KT gestiegen?

      Davon abgesehen: die Zahlen (0.11 von 20 M Tonnen = ungefähr 0.5%) vs „mit dem KlimaTicket sollten diese um 0,2 Prozent gesenkt werden“ … da verstehe ich nicht warum die Auswirkungen dann als „eher gering“ bezeichnet werden, wenn die Prognose um mehr als das Doppelte übertroffen wurde.

    9. LeobenCharlie on

      Meine Schwiegermutter ist jetzt bald 70 und lebt in Niederösterreich am adW

      Natürlich hat sie das Klimaticket und nutzt es für lustige Reisen durch Österreich die sie sonst nie machen würde. Aber wenn sie heute Abend zu ihren Freundinnen Karten spielen geht, oder einkaufen muss, fahrt sie mit dem Auto – was habt’s denn erwartet?

    10. Ich pendle derzeit jeden Tag 250 km. Ausschließlich mit dem Zug.

      Klimaticket hat mir die letzten Jahre wirklich geholfen und umweltmäßig hat das bei mir einen ordentlichen Unterschied gemacht, aber nachdem 2026 das Deutsche Eck gesperrt wird, wird’s sowieso ein Auto brauchen und das laufende mein letztes Ticket sein.

    11. mir hat’s Ticket leider nix gebracht … weil die Öffi Anbindung dermaßen beschissen ist dass ich mit denen 20-40! Minuten länger zur/von der Arbeit brauch als mitm Auto

      so langs warm genug ist fahr ich sowieso mitm Rad aber je kälter es wird btw je öfter es regnet, muss auch öfter das Auto her … leider

    12. Schakalakana on

      Ich hab einen Monat öffi versucht – ich kam 5 mal zu spät, war 1 Woche krank (erster Stand seit corona) und hab jeden Tag den Glauben an die Menschheit weiter verloren…

      Jetzt halt wieder Rad und Schlechtwetter auto (zmd. Elektrisch)

      Öffis sind nicht zumutbar wenn man irgendwo um den Schulbeginn herum wo sein will/muss

    13. FliesenJohnny on

      Ich glaub für das Klimaticket gibt es mehrere Benefits.

      **1. Zug Pauschale statt Zug à la Carte:** Also Zugfahrten die bisher einzeln gezahlt wurden, werden jetzt einfach durch das pauschalticket günstiger. Keine neuen Zugfahrten, keine wegfallenden Autofahrten.

      **2. Zug statt Auto**: Weil im „Pauschalpreis“ inkludiert, werden manche Autofahrten zu Zugfahrten. Ergebnis: Mehr Zugfahrten, weniger Autofahrten.

      **3. Mehr Zugreisen on-top:** Weil im „Pauschalpreis“ inkludiert, kommen neue Ausflüge hinzu – also mal öfter nach Wien, mal für einen Tag nach Linz oder Salzburg, weil’s eh „nix extra kostet“. Ergebnis: Mehr neue Zugfahrten, tendenziell keine wegfallenden Autofahrten.

      Wie sich diese 3 Phänomene jetzt aufteilen, weiß ich nicht. Bei meiner Mutter ist’s eher (3), bei meinem Bruder eher (1); ich kenne keine Person die „vom Auto auf den Zug umgesattelt“ (=2) hat durch das Klimaticket.

      Dennoch halte ich das Klimaticket jedenfalls für sinnvoll, weil es halt auch bedeutet, dass Orte mit guter Zuganbindung attraktiver werden; z.B. Wien nicht nur entlang des Speckgürtels wächst sondern quasi auch „entlang der Westbahn“

    14. Ich würd echt gerne auf mein Auto verzichten, aber die Öffis in Kärnten sind leider immer noch sehr schlecht. Vorallem, wenn du wo anders hin willst als Klagenfurt oder Villach.

    15. Na no na ned, die PKWs haben sich gleichzeitig vervielfacht, daher müsste man erst einmal die Verkaufszahlen der Autos verringern, um eine signifikante Veränderung zu bemerken.

    16. Adorable_Ice_2963 on

      Ich frag mich was die Menschen dagegen haben Menschen die mit Öffis fahren ein Zuckerl zu geben. 

      Würden die Leute die vorher mit Öffis gefahren sind mit dem Auto fahren, gäbe es schlicht nicht genug Parkplätze in den Städten.

      Edit; Wo ich zustimme ist, dass die Öffis zu Spitzenzeiten am Morgen komplett mit Schüler überfüllt ist. Aber da wäre es sinnvoller, mehr und/oder größere Busse zu nehmen.

      Ne Straße legt man auch auf die täglichen/wöchentlichen Verkehrsspitzen aus, und nicht darauf wie viele meistens drauf fahren.

    17. No-Tomorrow3466 on

      Wieso sollten Menschen auf ihr Auto verzichten wenn es vom Staat doch leistbar gemacht wird?

      Diesel-Privileg und Pendlerpauschale aus der Rechnung entfernen, erst dann vergleicht man Äpfel mit Äpfeln.

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