Friends, vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an das Debakel mit meiner Lehrerin. Mittlerweile bin ich zurück von der Abschlussfahrt und mit etwas Abstand möchte ich nun ein kleines Review machen, wie so Surviving als Veganerin dort drüben auf der grünen Insel funktioniert hat.

    Wir sind am Dubliner Flughafen gelandet. Dort ist mir gleich aufgefallen, dass es in all den Cafés am Flughafen nichts veganes zu kaufen gab. Das war doof und kenne ich auch so nicht von deutschen Flughäfen. Vielleicht bin ich aber auch etwas verwöhnt vom Frankfurter Flughafen? Keine Ahnung, bin noch nie vorher als Veganerin geflogen. Es gab in einem Supermarkt dort die typischen abgepackten Wraps, aber die waren mir dann doch zu teuer und zu ranzig.

    Also ging es hungrig zu unserem ersten Ziel: Nordirland, an die Küste, mitten ins nirgendwo in ein Hostel. Frühstück wurde uns gestellt, Abendessen sollten wir uns selber kochen. Nordirland ist landschaftlich btw mega schön, große Empfehlung.

    Bevor wir zum Hostel gefahren sind, sind wir in einem Dorf an einem Supermarkt angehalten. Die Auswahl dort hielt sich in Grenzen. Es gab aber veganen Käse und ein paar pflanzliche Milchsorten. Was mir aufgefallen ist, ist dass es keinerlei Fleischalternativen gab. Nicht mal Tofu oder so :(. Pesto gab es leider auch nicht , erst Recht kein veganes. Bei den Süßigkeiten war ich mir oft unsicher. Ich spreche sehr gut Englisch, aber wenn dann auf Verpackungen von zum Beispiel Gummibärchen à la Drachenzungen nur vegeterian draufstand hat mich das schon verunsichert. Es gab auch wie so Eiskonfekt mit Kokos und Himbeeren. Auch das war keinerlei gekennzeichnet, aber da ich bei beidem keine tierischen Inhaltsstoffe erkennen konnte, habe ich es einfach mal gekauft. War ganz geil. Mehr als meinen Englischkünsten zu vertrauen blieb mir ja nicht übrig.

    Im Hostel gab es für mich und meine Freunde dann einen Abend Nudeln mit Tomatensoße und am anderen Abend Instantnudeln, eingeflogen aus Deutschland XD.

    Das Frühstück war naja. Meine Lehrerin hat tatsächlich nicht weitergegeben, dass ich vegan bin. Es gab eine Variation an Müsli, aber leider ohne pflanzliche Milch. Da oben ist aber Toast mit Marmelade sehr verbreitet, deswegen bin ich nicht verhungert. Ich mag Toast mit Marmelade trotzdem nicht. Am zweiten Tag dort oben hat ne Klassenkameradin Sojamilch gekauft. Das war meine Rettung. Zum Frühstück gab es nämlich Obst und dann habe ich mir Porridge gemacht.

    An einem Tag waren wir auswärts essen in einer irischen Kleinstadt. Die Auswahl war ähnlich zu Deutschland. Ich habe Pommes mit Ketchup gegessen. Zur Freude meiner veganen Wenigkeit ist der Ketchup dort grundsätzlich gratis.

    Auf dem Weg von Nordirland nach Dublin waren wir noch in Belfast. Dort gab es vegane Auswahl in den Restaurants aber wegen Zeitmangels waren wir bei Burger King. Fazit: Der Plant based Whopper schmeckt überall gleich + Gratis Ketchup ist super. Allerdings gab es sonst weniger Plant based Produkte als in DE.

    Dublin war mein persönlicher Himmel. Großstädte sind einfach das Paradies für Veganer.

    Das Hostel ließ zu Wünschen übrig, dafür dass sie veganes Essen beim Frühstücksbuffet angepriesen haben, aber es gab Toast mit Marmelade. Und Baked Beans, die ich mir nach tagelanger Durststrecke an herzhaftem Frühstück aufs Brot geschmiert habe. War eine Sauerei.

    Was Restaurants in Dublin angeht, war ich im Himmel. Meine Empfehlungen schreibe ich euch am besten gleich hier rein.

    Meine Freunde haben tatsächlich von sich aus vorgeschlagen in einen komplett veganen Burgerladen zu gehen. Das fand ich wirklich niedlich. Die sind nämlich alle Omnis, bzw. ein Vegetarier ist auch dabei.

    📍The Saucy Cow

    19 Crane Ln, Temple Bar, Dublin, D02 R891, Irland

    Der vegane Burgerladen, war zwar teuer (wie alles in Irland) aber ultra geil. Ich war noch nie zuvor in einem komplett veganen Restaurant. Meine Empfehlung: Der Space Cowboy mit Pommes. (Ja, das auf dem Bild sind Hashbrowns, das Foto hat ein Freund gemacht). Tatsächlich haben auch die Omnis gesagt, dass sie keinen Unterschied geschmeckt haben.

    📍Zizzi

    24 Suffolk St, Dublin, D02 FR96, Irland

    Da gab's italienisches Essen und diese pornöse Pizza. War auch teuer, aber ich habe noch nie eine so leckerer vegane Pizza gegessen.

    Ansonsten in den kleinen Supermärkten bekommt man auch ganz gute vegane Snacks für zwischendurch, aber es ist halt eine Großstadt. Für den Rest von Irland kann ich leider nicht sprechen.

    Ich habe auch noch Matcha getrunken, aber der hat halt nach Matcha geschmeckt. Nichts weltbewegendes.

    Ich hasse Großstädte, aber für das Essen ist es den Stress doch manchmal wert 😛

    Von bienesabine69

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    2 Kommentare

    1. xSpiritOfTheMoon on

      Erfahrungen wie diese sind der Grund, warum ich ausschließlich in Großstädte reise und vorzüglich vegane Restaurants genieße. Gutes Essen gehört zum Urlaub einfach dazu. Glücklicherweise bin ich sowieso ein Fan von Großstädten und mag solche Trips viel lieber als Trips in die Pampa, wo nur schöne Natur ist. Also ich in England (denke ich ähnlich) war (Manchester, Leeds, Liverpool) war jede Auswahl großartig. Ich war sehr positiv überrascht.

    2. War letztes Jahr in Irland aber in nem AirBnB aufm Dorf. Zum Glück gibts im Supermarkt einiges, aber man muss schon viel schauen. Vegane Label sind da auch kein Standard, daher Zutaten lesen. Bin aber nicht verhungert und kochen kann man auch ohne Ersatzprodukte. Einige vegane leckere Süßigkeiten hab ich auch gefunden. Dort ist Veganismus noch nicht so verbreitet, würde an solchen Orten daher immer AirBnB statt Hotel nutzen, damit man eben selbst kochen kann.

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