
Das Europäische Parlament hat eine Resolution angenommen, in der es die Taliban auffordert, unverzüglich humanitäre Hilfe für die Erdbebenopfer in der Provinz Kunar freizugeben. Laut den Abgeordneten versperrt das derzeitige Regime den Zugang zu Hilfe für diejenigen, die es am meisten brauchen – Frauen, Kinder und gefährdete Gemeinschaften. Das Parlament fordert daher, dass internationale Organisationen ohne politische oder ideologische Einschränkungen in Afghanistan arbeiten können.
Die Resolution wird von den Maßnahmen der Taliban, die zum völligen Ausschluss von Frauen aus dem öffentlichen Leben führten, aufs Schärfste verurteilt. Frauen in Afghanistan haben heute keinen Zugang zu weiterführender oder höherer Bildung, die meisten von ihnen können nicht im öffentlichen Sektor oder bei humanitären Organisationen arbeiten und vielen drohen harte Strafen, wenn sie gegen strenge Bewegungsbeschränkungen verstoßen. Das Parlament bezeichnete diese Maßnahmen als eine Form der Geschlechter-Aparthejda und damit als systematische Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, die nach internationalem Recht ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellt.
Die Europäische Union ist einer der größten Geber humanitärer Hilfe in Afghanistan, ihr effektiver Einsatz erschwert jedoch das Eingreifen der Taliban in die Aktivitäten von NGOs. In der Entschließung werden daher die Kommission und die Mitgliedstaaten aufgefordert, die Koordinierung der Hilfe zu verbessern und sicherzustellen, dass die Mittel direkt an die Menschen in Not fließen und nicht an die Vertreter des Regimes. Gleichzeitig wird die EU aufgefordert, den Begriff „Geschlechter-Apartheid“ zu fördern, um ihn offiziell als eigenständige Kategorie von Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuerkennen.
Dieser Schritt hat auch symbolischen Charakter, er ist ein klares Signal, dass die EU nicht nur Geber, sondern auch Verteidiger der Menschenwürde sein will. Das Parlament erinnert daran, dass ohne Grundrechte für Frauen, Bildung und Chancengleichheit keine langfristige Entwicklung, Stabilität oder Frieden möglich sind. In einer Situation, in der sich die Welt auf geopolitische Fragen konzentriert, betont diese Entschließung, dass Solidarität und Menschenrechte weiterhin im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen müssen.
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Von Narrow_Pop3000
3 Kommentare
Prečo to nemôže byť hlasované oddelene? Veď zemetrasenie a „gender apartheid“ spolu nemajú nič spoločné.
Uhrik/Mazurek – 10 tisic EUR mesacne za to, ze raz za cas pridu na hlasovanie a stlacia tlacitko „proti“, nech sa hlasuje o comkolvek. Neuveritelne.
Chlapci poculi džendžer a automaticky proti. Mohla by to opozicia vytiahnut na ich volicov co pocuvaju na emocionalne kydy, napriklad sposobim ze republika podporuje sariju kedze vlastne hlasovali za nu a podobne, dalo by sa s tym vyhrat.