
Das Eigenkapital des Flughafens Deurne fällt (erneut) unter Null. Dadurch landet der Betreiber im Alarmverfahren, was bedeutet, dass jeder Gläubiger beim Gericht die Auflösung des Unternehmens beantragen kann. Die flämische Mobilitätsministerin Annick De Ridder (N-VA) bleibt zuversichtlich, ist jedoch besorgt über die roten Zahlen.
Es ist bereits das fünfte Jahr in Folge, dass im Jahresabschluss des Unternehmens, das den Flughafen Deurne betreibt, rote Zahlen zu verzeichnen sind. Der Schuldenberg nähert sich der 10-Millionen-Euro-Marke. Vor allem aber: Das Eigenkapital sinkt erneut unter Null, genau wie in den schwierigen Post-Covid-Jahren 2021 und 2022. Das bedeutet, dass das Unternehmen über wenige Reserven verfügt.
Vorgehensweise bei Alarm Belmy:
Der Betriebsprüfer, der den Jahresabschluss prüft, weist darauf hin, dass der Betreiber nun dem sogenannten Alarmglockenverfahren unterliegt.
"Dies bedeutet, dass jeder Interessent die Auflösung des Unternehmens gerichtlich beantragen kann"sagt Ingrid De Poorter, Expertin für Gesellschaftsrecht und Professorin an der Universität Gent. "Und das lässt sich sehr weit interpretieren: vom kleinen Lieferanten mit einer überfälligen Rechnung bis hin zu Banken, dem RSZ oder sogar dem Finanzamt."
"Um eine Krise nach der anderen zu bewältigen, bleibt die Unterstützung verschiedener Regierungen notwendig"stellt die Flughafenverwaltung selbst in ihrem Jahresbericht fest. Konkret ausgedrückt: Für jeden Reisenden, der letztes Jahr in Deurne abgereist ist oder dort angekommen ist, beträgt der Steuerzahler, über verschiedene Behörden, zusätzlich 65 Euro.
https://www.vrt.be/vrtnws/nl/2025/10/11/luchthaven-deurne-antwerpen-financiele-problemen-subsidies-onder/
Von Similar_Stomach8480