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    1 Kommentar

    1. Rehydrate753 on

      Es gibt keine pilzresistenten Weinreben. Es gibt nur pilzwiderstandsfähige (PiWi) Sorten, d.h. Sorten, die einem Pilzbefall so viel Widerstand entgegen setzen, dass ein Befall in der Regel nicht zu nennenswerten Schäden führt.

      Und das ist hier der Fall: das Blatt ist vom Falschen Mehltau befallen, die Ausbreitung des Pilzes wird aber durch eine Gegenreaktion im Blatt gehemmt. Unter normalen Umständen (kein ausgesprochenes Pilzwetter, kein hoher Befallsdruck durch verpilzte Pflanzen in der näheren Umgebung) reicht die ‚Resistenz‘ aus, um bei Hausreben ein akzeptables Ergebnis (Aussehen des Stocks, Ertrag) zu erzeugen. Im kommerziellen Weinbau werden PiWi-Sorten auch gespritzt, allerdings weniger oft als konventionelle Sorten.

      Du musst Dir also im vorliegenden Fall keine Sorgen machen, ist alles im grünen Bereich. Solltest Du allerdings merken, dass der Pilzbefall über die Jahre früher und intensiver auftritt, ist es geraten, die Reben im Frühsommer ein oder zwei Mal mit einem Elicitor zu behandeln (z.B. Backpulver oder Kaliumphosphonat). Das sollte genügen.

      Grundsätzlich ist es allerdings zum gegenwärtigen Zeitpunkt egal, ob die Blätter Pilzbefall haben oder nicht, da sie sowieso bald runterfallen. Es sei denn, Du hättest noch Trauben am Stock, was allerdings bei der Sorte Primus unwahrscheinlich ist.

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