Wie kann es sein, dass wir es akzeptieren täglich wissentlich und willentlich durch Algorithmen manipuliert, gereizt und meiner Meinung nach sogar gebrainwashed werden – und das während wir auch noch konstant all unserer Privatspähre beraubt werden.
    Es geht mir nicht in den Kopf, dass wir als Österreicher bzw. im grösseren Sinne als Europäer nicht realisieren, dass diese Plattformen mittlerweile viel mehr Schaden anrichten, als sie uns tatsächlich helfen.
    Ich bin kurz davor meinen Instagram Account permanent zu löschen, weil ich innerhalb der letzten 2 Jahre realisiert habe, wie enorm negativ der Einfluss auf mich persönlich ist.
    Ich erkenne Muster wann mir welche Arten von Beiträgen angezeigt werden: morgens sind es meist dramatische Beiträge (Kriegsmeldungen etc.), untertags recht unterhaltsam und humorvoll und abends geht es in Richtung Food Content etc.
    Wenn ich mir das ganze jetzt bei 8/9-Jährigen vorstelle, muss ich sagen, wird mir was die Zukunft betrifft etwas schlecht. Wir werden gezielt demoralisiert und verunsichert.
    Ich habe den Eindruck, dass man durch Algorithmen ganz gezielt Nationen bzw. Regionen auf gesellschaftlicher aber auch auf politischer Ebene destabilisieren und spalten kann – in Europa geschieht das mMn regelmässig!

    Es braucht, finde ich, viel grösseres gesellschaftliches Bewusstsein für diese Riesenproblem.

    Danke fürs Lesen!

    Bearbeiten: 2 Element zum Thema

    https://www.bpb.de/kurz-knapp/Hintergrund-aktuell/561687/wiederholung-der-prasidsChaftsworthl-in-rumaenien/

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/cambridge_analytica

    Soziale Medien zerstören unsere Gesellschaft
    byu/kalama1i inAustria



    Von kalama1i

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    28 Kommentare

    1. habe vor ca 6 monaten instagram, facebook und co gelöscht und muss sagen das es eine der besten entscheidungen war die ich bisher getroffen habe! kann ich jeden nur empfehlen

    2. Both_Medicine on

      Ich habe für mich entschieden: bei bestimmten Themen schau ich einfach nicht mehr in die Kommentare.

      Viel angenehmer.

    3. Versuch mal das zu regulieren. Dann wird sofort „Zensur“ geschrien. Wir Menschen lassen uns halt Sachen, die schlecht für uns sind nicht gern verbieten (siehe Alkohol, siehe Zigaretten, …).

    4. Stimme dir zu. Selbst mit guter Bildung Medienkompetenz ist es ein langer Prozess bis man diese schädlichen Faktoren erkennt und die meisten können sich dennoch nicht gänzlich loslösen. Kinder und bildungsfernere Menschen sind halt zigmal mehr gefangen.
      Es sind nur leider auch die politischen Ebenen so überfordert dass sie viel zu langsam reagieren

    5. Lord_Volpus on

      Was bin ich froh dass dieser Kelch an mir vorüber ging. Facebook hatte ich noch bis 2011 oder so, Instagram und co. nie.

      Die Gefahr ist für alle real, jede/r lässt sich auf diese oder jene weise manipulieren, besonders jene die glauben nicht manipuliert werden zu können.

      Der beste Tag einen Baum zu pflanzen war gestern, der zweitbeste ist heute, gilt auch für das löschen von den asozialen Medien.

    6. Es ist eine Sucht. Ähnlich wie bei Drogen. Man weiß rational irgendwie, dass es schlecht ist, kann aber nicht anders. Wobei es nicht nur Soziale Medien generell sind, sondern insbes. auch die Kombination mit dem Smarthpone. Vor dem Smartphone war es zumindest „nur“ auf den PC fokussiert. Sobald man von dem entfernt war, war man rein technisch/physisch abgekoppelt. Heute mit dem Smartphone ist man literally terminally online.

    7. rabbitontherun_at on

      Schon lange bis auf Reddit kein Social Media mehr. Alles für’n Hugo.

      Bin sowieso etwas radikal mit meiner Ansicht was das betrifft. Kein Social Media unter 18 und danach auch nur mit Klarnamen und nur einen User mit Anmeldung mittels ID-Austria oder ähnlichem. Im RL kannst dich auch schwer anonym auf den Dorfplatz stellen und einer Person mit dem Tod drohen oder deinen staatsgefährdenden Dünnschiss ohne Konsequenzen vortragen. Aber anscheinend ist das im Internet ein Gott gegebenes Recht.

    8. ProfStrangelove on

      Kinder haben auf solchen Plattformen unbeaufsichtigt nichts verloren.

      Plattformen die gezielt Demokratie feindliche Inhalte propagieren gehören verboten.
      Siehe Popper:
      „Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“

    9. YeliasHansi on

      Ich wusste damals schon in der Schule als die ersten Leute mit ihren iPhones kamen und alle unbedingt auf Facebook wollten, dass das die unnötigste scheiße ist die es bislang gab. Jetzt bin ich 29 und bin komplett deiner Meinung. Algorithmen und echo chambers machen die Leute dümmer und dümmer. Leute sind teilweise so verblendet, dass jegliche Meinung ohne Verständnis angewiesen wird wenn sie nicht deren Ideal entspricht.

      Das gleiche gilt für online dating und da jetzt KI das nächste Problem ist ist das Internet auch noch kaputt. Mehr bots, mehr deepfakes, weniger denken weil KI ja alles für einen macht.

      Die welt ist verloren~

    10. Weil es absichtlich dafür gemacht ist die Gesellschaft zu zerstören. Scrollen auf Social Media ist wie die Slots-Maschine im Casino. Du ziehst runter und weißt nicht was als nächstes kommt, manchmal ist es was Gutes, manchmal was Schlechtes. Währenddessen werden dir auch politische Meinungen unterbewusst aufgezwungen und wir alle sind auch noch extrem süchtig danach, schließlich sitzen irgendwo versammelt Verhaltenswissenschaftler und Forscher und tun ihr bestes uns möglichst lange vor dem Bildschirm zu halten denn daraus lässt sich was schöpfen? Richtig viel GELD!

    11. nightwitch58 on

      Ich fand social media noch wesentlich besser, als man nur content von Personen sehen konnte, die man zumindest flüchtig kannte oder in irgendeiner Art und Weise mit dem eigenen Freundeskreis verbunden waren.
      Also alles vor ca. 2015.
      Da war man auch mit dem Durchscrollen schneller fertig.
      Heute geht das in eine Richtung, wo kaum ein ’normaler‘ Mensch noch selbst etwas postet und man dauerhaft mit content von irgendwelchen Personen bombardiert wird, von denen man nicht einmal sicher sagen kann, ob sie tatsächlich existieren.

      Nur mal so ein Vergleich:
      Ich hatte in meiner Jugend einmal ca. 350 Freunde auf Facebook, die allermeisten davon habe ich auch zumindest 1-2 mal irl getroffen oder hatte sonst irgendeinen Bezug zu ihnen.
      Trotzdem war ich nach ca. 10 Minuten mit dem Scrollen fertig.

      Heute habe ich auf social media vielleicht noch 50 Personen, mit denen ich irl Kontant habe und von denen postet kaum noch jemand was und wenn dann sind‘s Urlaubs oder Konzertfotos.

      Trotzdem scrolle ich jeden Tag sicher 2-3 Stunden durch Instagram und co…warum weiß ich nicht.

    12. Hab nur noch reddit und bin grade dabei, auch diesen Konsum weitgehend einzuschränken. Ohne social media ists leider echt deppert, wenn man wie ich Fußballfan ist. Ich krieg von meinen Lieblingsvereinen so gut wie nix mehr mit, seit ich kein FB-Konto mehr hab. Die posten halt alle aktuellen Sachen dort. War schon recht hilfreich, wenns Kartenvorverkäufe und dergleichen gab.
      Das Schlimmste ist aber Whatsapp und die dortigen Gruppen, finde ich. Hatte ich zwei Monate lang, dann hab ichs wieder gelassen, was allerdings zu sozialen Problemen geführt hat, weils ALLE verwenden. Feiern, Treffen etc. Ich werd regelmäßig unabsichtlich vergessen, weil ich nicht in irgendwelchen Gruppen bin.

    13. Dekagramsci on

      Spezifischer: Private Soziale Medien deren gesamtes System und Algorithmen auf Profitmaximierung ausgelegt sind, haben massiv negative Effekte.

      Ich glaube schon, dass wir angenehmere soziale Medien haben könnten, wenn sie nicht speziell darauf ausgelegt sind die niedersten Instinkte von Menschen auszunutzen, weil das eben den Profit steigert. Und wo Content Moderation nicht einfach nur dazu da ist um sagen zu können „Wir tun ja eh was“. Siehe Facebook-Papers.

    14. Ich glaub dieses Problem findet noch zu wenig Beachtung.
      Ich merk selber wie ich durch den Algoritmus beeinflussbar bin. Und es gibt sicher genug Leute, die absichtlich zündeln weil das die Gesellschaft spaltet. China und Russland pfuschen da arg rein.

    15. fleshfestival on

      Bis es als ablenkung funktioniert um sich mit sich selbst, seinem Umfeld, Problemen nicht auseinandersetzen zu müssen, und es noch keine existenzialistischen Krisen in seinem eigenen Leben gibt, wird das auch so anhalten.

      man siehts ja wunderbar am fast food Konsum in jedem Bereich der Industrie, der 10 film Teil, das 3 remake, die 20 Staffel – von Kreativität wenig zu sehen – sofern das alles noch blind geschluckt wird, was soll sich da groß ändern, da ist keine Zeit mehr sich um sein Leben zu kümmern, man muss ja noch konsumieren.

    16. Medien im Allgemeinen zerstören unsere Gesellschaft. Politik ist in der Unterhaltsungsindustrie angekommen. Klicks bringen Geld und alles was aufregt bringt Klicks. Keinen interessieren mehr trockene Fakten ohne Emotionen. Es wird suggeriert, alles wird gefährlicher und schlimmer. Wenn 9 von 10 Dinge sich verbessern wird das 10te Ding durch alles Medien geschleift. Absurde Einzelfälle werden als Aushängeschild hergenommen um gegen irgendeine Ethnie, Lebensweise oder Ideologie zu hetzen, selbst wenn die demografische Gruppe pro Kopf statisisch nicht auffällt. Kausalitäten und Korrelation werden komplett frei und fälschlich dargestellt. Teilweise kann man auch einfach Lügen, der Leser checkt kaum Quellen und bildet sich ohehin kein eigenes Bild. Reißerische Schlagwörter werden so inflationät verwendet, dass sie jede Bedeutung verloren haben um beim Leser einen Hauch von Emotion herrvorzurufen. Die Absurditäten der Finanzwelt sind komplett unnahbar, für den Normalo nicht verständlich und bringen keine Klicks. Ich empfinde das als die größte Gefahr der modernen Gesellschaft.

    17. Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt…mittlerweile gibt es für jede irrsinnige Weltanschauung eine passende Echo Chamber in der jeder glücklich wird. Die Realität interessiert niemanden mehr, weil viel zu unbequem. Wir sind verloren.

    18. >wissentlich und willentlich

      Du mutest den meisten Leuten zu viel zu. Ich kenne genug die glauben, dass ihr eigener Facebook Feed die absolute Wahrheit ist.

    19. Gesamtgesellschaftlich stimm ich dir zu. Auf persönlicher Ebene kommt es auch stark auf die Art der Nutzung an. Ich folge fast ausschließlich Gravel- und MTB Radprofis und find den content sehr interessant (Technik, Training, Rennen) und motivierend weil ich auch selbst in dem Sport aktiv bin.
      Ich glaub auch dem Sport hat’s gut getan weil auch ein paar Athleten von content creation Leben können und nicht mehr nur die absolute top Leistung Geld verdient.

      Reels sind allerdings die Hölle, den Tab darf man gar nicht erst aufmachen

    20. Unholy_Lilith on

      Naja. Die Leute nutzen es schon selber (oder eben nicht). Die Mehrheit nutzt nun mal die Plattformen (selbst wenn man Whatsapp rausrechnet), was erwartet man sich dann. Ist vermutlich wie rauchen, wenn man anfängt wirds zur Sucht. Und manche haben halt nie angefangen.

    21. ServiceBorn3866 on

      Ich stimme dir zu.

      Was für Möglichkeiten hätten wir…
      * Verbieten? – Was kommt dann, dann hast einen Staat, der seine BürgerInnen wie unmündige Kinder behandelt – geht nicht.
      * Aufklären? – Klar könnten wir den Umgang mit Social Media in die Schule einbringen. Nur das könnte auch nach hinten losgehen. KInder, die sonst noch nicht mit Social Media viel zu tun haben, könnten reingezogen werden.

      Ich habe keine Lösungen. Bin neugierig auf andere Ideen.

    22. Bananenkommunist on

      Soziale Medien sind das wofür man sie nutzt. Du kannst mit einem Hammer ein Haus bauen oder jemanden den Schädel einschlagen. Der Hammer ist nicht böse. Das Problem ist die profitorientierte Gesellschaft nicht social media.

      Es braucht mehr gesellschaftliches Bewusstsein, dass wir alle ausgebeutet und für dumm verkauft werden.

    23. Habe die schlimmste social media von allen, aka linkedin, quasi gelöscht. Bin damit sehr zufrieden. Hab schon einige mal mit dem gedanken gespielt insta zu löschen, aber habe mich dazu entschieden einfach 2/3 meiner kontakte zu muten und (fast) keine corporate seiten oä zu subscriben. Sehr angemehm. Facebook hab ich irgendwie noch aber benütz ich eigentlich gar nicht. Bleibt noch youtube und reddit – habe damit noch keinen idealen umgang gefunden.

    24. AcanthocephalaSad293 on

      Ich unterrichte seit Jahren Digitale Grundbildung (damals noch Informatik).

      Ich nehme das Thema Manipulation jedes Jahr durch und meistens verstehen die Kinder, was ich meine.

      Immer wieder melden sich dann Eltern (Facebook Warrior) bei mir, wie ich ihr Kind denn so beeinflussen kann.

      Tja, was soll ich sagen.

    25. Wir akzeptieren es ja nicht. Und es gibt ein gesellschaftliches Bewusstsein für dieses Problem. Ich sehe dauernd Beiträge oder Nachrichten dazu, die das kritisch kommentieren.

      D.h. wenn man halbwegs reflektiert durch das Leben geht, nützt man keine/kaum diese algorithmengesteuerten „Medien“ bzw. eher Werbe- und Propagandakanäle gemischt mit psychiatrischer Anstalt. Da bekommt man normalerweise sofort Hirn-, Ohr- und Augenkrebs. Ich sehe keinen Mehrwert in sowas. Außer für die, die Geld damit verdienen, auf Kosten der eigenen psychischen Gesundheit.

      Stimme dir also eh grundsätzlich zu, und hoffe eh, dass dies möglichst viele verstehen und richtig einzuordnen wissen. Gratulation bzw. viel Erfolg dabei, nicht mehr auf diesem Zirkusrad mitzufahren.
      Dazu braucht es Bildung und v.a. weitreichende Leseerfahrung. Damit verbunden ist dann die Fähigkeit Informationen zu filtern, richtig einzuordnen, zu strukturieren. Dann wirft man nen Blick drauf und erkennt sofort: alles nur dummer Schas.

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