Hanteln aus Uran!? What is this? Fallout? Rimworld?
InigoPatinkin on
Möglich, dass die kleine Mengen von radioaktivem Material enthalten.
HEROBIXN on
Es gibt jede Woche neue Produktrückrufe. Warum kontrolliert man sowas nicht bevor man ein Produkt auf den Markt bringt sondern lässt lieber die Kunden als Versuchsobjekte testen?
bauce1 on
Mit Uran beschossener Panzerstahl aus der Ukraine?
oldmanout on
Ernstahfte Antwort zu wie das geht:
Bei der Herstellung von Stahl wird immer alter Schrott dazugegeben, da konnte kontaminierten Stahl miteingeschmolzen geworden sein oder eine Strahlungsquelle illegal oder unwissend über das Stahlrecycling mit eingeschmolzen werden. (Oft aus der Mess oder Medizintechnik, oft Cobalt-60)
Es muss eher niedriege Strahlungsbelastung gewesen sein, weil man oft auf Häfen und beim Recycling auf Radioaktivität kontrolliert
applconcepts on
Kunststoff wird nicht selten bestrahlt, je nach Material können so mechanische und chemische Eigenschaften verbessert werden.
Fraxxxi on
diese hanteln haben meist einen kern aus eisen. eisen kann beim recyclen mit radioaktivität „verseucht“ werden, beispielsweise wenn herrenlose strahlenquellen (engl. „orphan source“) dabei sind. eigentlich achten gießereien darauf, dass es nicht passiert, aber wo menschen arbeiten passieren fehler.
globefish23 on
Abgereichertes Uran billiger als Blei?
suit1337 on
Es kommt nicht selten vor, dass bei Produkten aus China oder Indien einfach billiger Schrott (no pun intended) verwendet wird.
Kontaminierter Stahlschrott ist eigentlich „üblich“, hierfür gibt es zwei Gründe: es ist seit den 60er Jahren aufgrund atmosphärischer Kernwaffentests kaum noch möglich nicht kontaminiertes Material zu erhalten. Die Strahlung hier ist allerdings sehr gering, nur ist sie halt höher als nicht kontaminiertes Material.
Weiters kann es durchaus sein, dass stärker belasteter Stahl irgendwo dazugemischt wird – seit es nun ein abgewracktes Schiff mit nuklear Antrieb, ausgedientes Reaktorinventar oder ein paar in Tschornobyl abmontierte Heizkörper, die irgendwo bei Schrotthändlern gelandet sind – da ist alles dabei. Das Hauptproblem ist hierbei die Aktivierung des Eisens zu radioaktivem Cobalt-60. Solcher Stahl ist billiger als anderer Stahlschrott und wird halt wissentlich oder unwissentlich dazugemischt.
Hier beispielsweise ein paar Folien der IAEA bez. eines Vorfalls in Indien bei dem jemand 20 Tonnen Stahl verticken wollte – mit einer Dosisleistung lag hier bei 0,06 bis 250 µSv/h – zum Vergleich, die natürliche Hintergrundstrahlung beträgt je nach Region etwa 0,03 µSv/h – die maximal zulässige Dosisleistung pro Jahr für Einsatzpersonal (Rettung, Feuerwehr) beträgt in Österreich z.B. ~~100 µSv~~ 100 mSv (= 100.000 µSv) pro Jahr (Edit: danke an u/awnylo für die Korrektur).
Fun fact: „Low-Background Steel“ ist Stahl, der eine natürliche Isotopenkonzentration hat – dieser ist immens teuer (wird idR. gezielt unter Tag abgebaut, es wird kein Schrottanteil seit dem kalten Krieg im Herstellungsprozess verwendet) und wird vorrangig für wissenschaftliches Equipment verwendet. Das ist so ziemlich der einzige Stahl der nicht mehr strahlt, als er natürlicherweise soll.
SirWitzig on
Mir hat das mal jemand so erklärt:
Schmelztiegel oder andere Gefäße in der Stahlerzeugung nutzen sich mit der Zeit ab. Um die Wanddicke messen zu können, integriert man in manche der Gefäße Co-60-Quellen. Das Gefäß muss natürlich lange, bevor die Quelle erreicht wird, ausgetauscht werden.
Wenn aber nun ein Stahlwerk in einem Land, in dem man es mit Sicherheitsstandards nicht so genau nimmt, das Gefäß länger verwendet, kann es passieren, dass die Co-60-Quelle mit eingeschmolzen wird. Nach einigen Produktionsschritten und vielen Jahren der Verwendung hat man dann eine Käsereibe, die den Portalmonitor über der Einfahrt zum Schrottplatz in Österreich auslöst…
In dem Fall ist das zum Glück bereits früher aufgefallen.
Master__of_Orion on
Abgereichertes Uran?
RelationshipOne2225 on
Wennst die länger nutzt wirst zum Hulk!

FragmentofInsanity on
Und ich hab immer gewitzelt, dass die bei gleicher Größe für mehr Gewicht nur angereichertes Uran nehmen können.
CreEngineer on
Ohne es jetzt zu wissen aber vmtl ein ähnlicher Grund warum das Goethedenkmal am Ring strahlt. (Hab ich zumindest in der VS gelernt) Da wurde halt billiges Füllmaterial Schlacke/Schrott verwendet das strahlt.
qwasd0r on
Dachte das ist wieder irgendeine Schwurblermasche, um magische Schutzsteine zu verkaufen. 😂
AffectionateToast on
Hab ich vorhin bei Action auch gelesen haha.. demon chore für zuhause
akolomf on
Uran ist halt sehr schwer im gewicht zu volumen verhältnis 😀
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17 Kommentare
Hanteln aus Uran!? What is this? Fallout? Rimworld?
Möglich, dass die kleine Mengen von radioaktivem Material enthalten.
Es gibt jede Woche neue Produktrückrufe. Warum kontrolliert man sowas nicht bevor man ein Produkt auf den Markt bringt sondern lässt lieber die Kunden als Versuchsobjekte testen?
Mit Uran beschossener Panzerstahl aus der Ukraine?
Ernstahfte Antwort zu wie das geht:
Bei der Herstellung von Stahl wird immer alter Schrott dazugegeben, da konnte kontaminierten Stahl miteingeschmolzen geworden sein oder eine Strahlungsquelle illegal oder unwissend über das Stahlrecycling mit eingeschmolzen werden. (Oft aus der Mess oder Medizintechnik, oft Cobalt-60)
Es muss eher niedriege Strahlungsbelastung gewesen sein, weil man oft auf Häfen und beim Recycling auf Radioaktivität kontrolliert
Kunststoff wird nicht selten bestrahlt, je nach Material können so mechanische und chemische Eigenschaften verbessert werden.
diese hanteln haben meist einen kern aus eisen. eisen kann beim recyclen mit radioaktivität „verseucht“ werden, beispielsweise wenn herrenlose strahlenquellen (engl. „orphan source“) dabei sind. eigentlich achten gießereien darauf, dass es nicht passiert, aber wo menschen arbeiten passieren fehler.
Abgereichertes Uran billiger als Blei?
Es kommt nicht selten vor, dass bei Produkten aus China oder Indien einfach billiger Schrott (no pun intended) verwendet wird.
Kontaminierter Stahlschrott ist eigentlich „üblich“, hierfür gibt es zwei Gründe: es ist seit den 60er Jahren aufgrund atmosphärischer Kernwaffentests kaum noch möglich nicht kontaminiertes Material zu erhalten. Die Strahlung hier ist allerdings sehr gering, nur ist sie halt höher als nicht kontaminiertes Material.
Weiters kann es durchaus sein, dass stärker belasteter Stahl irgendwo dazugemischt wird – seit es nun ein abgewracktes Schiff mit nuklear Antrieb, ausgedientes Reaktorinventar oder ein paar in Tschornobyl abmontierte Heizkörper, die irgendwo bei Schrotthändlern gelandet sind – da ist alles dabei. Das Hauptproblem ist hierbei die Aktivierung des Eisens zu radioaktivem Cobalt-60. Solcher Stahl ist billiger als anderer Stahlschrott und wird halt wissentlich oder unwissentlich dazugemischt.
Hier beispielsweise ein paar Folien der IAEA bez. eines Vorfalls in Indien bei dem jemand 20 Tonnen Stahl verticken wollte – mit einer Dosisleistung lag hier bei 0,06 bis 250 µSv/h – zum Vergleich, die natürliche Hintergrundstrahlung beträgt je nach Region etwa 0,03 µSv/h – die maximal zulässige Dosisleistung pro Jahr für Einsatzpersonal (Rettung, Feuerwehr) beträgt in Österreich z.B. ~~100 µSv~~ 100 mSv (= 100.000 µSv) pro Jahr (Edit: danke an u/awnylo für die Korrektur).
[https://www-ns.iaea.org/downloads/rw/meetings/tarragona2009/presentations-thursday/kr-singh.pdf](https://www-ns.iaea.org/downloads/rw/meetings/tarragona2009/presentations-thursday/kr-singh.pdf)
Fun fact: „Low-Background Steel“ ist Stahl, der eine natürliche Isotopenkonzentration hat – dieser ist immens teuer (wird idR. gezielt unter Tag abgebaut, es wird kein Schrottanteil seit dem kalten Krieg im Herstellungsprozess verwendet) und wird vorrangig für wissenschaftliches Equipment verwendet. Das ist so ziemlich der einzige Stahl der nicht mehr strahlt, als er natürlicherweise soll.
Mir hat das mal jemand so erklärt:
Schmelztiegel oder andere Gefäße in der Stahlerzeugung nutzen sich mit der Zeit ab. Um die Wanddicke messen zu können, integriert man in manche der Gefäße Co-60-Quellen. Das Gefäß muss natürlich lange, bevor die Quelle erreicht wird, ausgetauscht werden.
Wenn aber nun ein Stahlwerk in einem Land, in dem man es mit Sicherheitsstandards nicht so genau nimmt, das Gefäß länger verwendet, kann es passieren, dass die Co-60-Quelle mit eingeschmolzen wird. Nach einigen Produktionsschritten und vielen Jahren der Verwendung hat man dann eine Käsereibe, die den Portalmonitor über der Einfahrt zum Schrottplatz in Österreich auslöst…
In dem Fall ist das zum Glück bereits früher aufgefallen.
Abgereichertes Uran?
Wennst die länger nutzt wirst zum Hulk!

Und ich hab immer gewitzelt, dass die bei gleicher Größe für mehr Gewicht nur angereichertes Uran nehmen können.
Ohne es jetzt zu wissen aber vmtl ein ähnlicher Grund warum das Goethedenkmal am Ring strahlt. (Hab ich zumindest in der VS gelernt) Da wurde halt billiges Füllmaterial Schlacke/Schrott verwendet das strahlt.
Dachte das ist wieder irgendeine Schwurblermasche, um magische Schutzsteine zu verkaufen. 😂
Hab ich vorhin bei Action auch gelesen haha.. demon chore für zuhause
Uran ist halt sehr schwer im gewicht zu volumen verhältnis 😀