Laut dem ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyy waren bis Ende Juli mehr als 6.000 Kriegsgefangene befreit worden. NHK hat Fälle von ehemaligen ukrainischen Soldaten gefunden, die gefoltert oder missbraucht wurden. Die Ukraine und Russland führen Gefangenenbörsen durch, und die unmenschliche Behandlung der ukrainischen Gefangenen durch das russische Militär ist zu einem wichtigen Problem geworden. Zum Beispiel wurden die russischen Worte „Ruhm für Russland“ am Bauch eines von Russland freigelassenen ukrainischen Soldaten gebrandmarkt. Eine UN -Mission der Menschenrechtsüberwachung besagt, dass Russland organisierte Folter und Missbrauch durchführt. Es wurde berichtet, dass bis Mai dieses Jahres mindestens 206 ukrainische Kriegsgefangene in russischer Haft gestorben waren. NHK sprach mit einem ehemaligen ukrainischen Soldaten, der aufgrund von Folter sein linkes Bein verlor. Serhiy Zuubaryev war ein U -Bahn -Zugfahrer in Kyiv. Er meldete sich freiwillig, um sich der Armee anzuschließen, nachdem Russland seine Invasion begonnen hatte. Er wurde vom russischen Militär gefangen genommen, als er im Juni 2023 an der Frontlinie kämpfte. Er sagte: „Ich wurde 16 Mal in beiden Beinen erschossen. Sie sagten nichts. Sie haben es einfach zum Vergnügen gemacht.“ Er sagte auch, er könne keine ordnungsgemäße medizinische Behandlung erhalten. Seine Verletzungen wurden schlimmer und sein linkes Bein musste amputiert werden. Er benutzt jetzt ein Beinprothese, war aber nicht in der Lage, zu seinem früheren Job zurückzukehren. Protestkundgebungen gegen die Misshandlung von Kriegsgefangenen durch Russland wurden in ganz Ukraine abgehalten. Familien von Kriegsgefangenen, die in Haft und anderen Menschen in der Ukraine gestorben sind, fordern, dass die russischen Behörden zur Rechenschaft gezogen werden. Eine ukrainische Militäreinheit hat eine Website mit Informationen über russische Gefangenenlager sowie den Missbrauch und die Folter von Soldaten eingerichtet. Es hofft, das Bewusstsein für die Situation zu schärfen. Ein Mitglied der „Azov Brigade“, Nestor Barchuk, sagte: „Wir sollten den Kriegsgefangenen-Austausch auf der internationalen diplomatischen Agenda priorisieren. Es ist wichtig, dass sie über die Bedingungen wissen, die im 21. Jahrhundert in Europa leiden.“
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