
Ich würde mich freuen, wenn die Mods diesen Post nicht löschen. Denn mich würde es einfach sehr interessieren, wie man auf sowas überhaupt (auf respektvolle weise) eingehen kann. Ich lese so viele wiedersprüche in diesem Beitrag. Und die absolute mehrheit der Menschen denkt genau so, und das triggert meinen weltschmerz ziemlich stark.
Von WillNichtMehrArbeite
30 Kommentare
„Respekt vor dem Leben“ aber dann die Schlachtung damit rechtfertigen, dass man das Schwein vorher ein paar Mal gestreichelt habe? Da fällt es mir schwer zu diskutieren.
„Können wir über solche Argumente diskutieren? “
Nennt kein einziges Argument.
Die absolute Mehrheit der Menschen denkt NICHT so. Hier ist jemand schon so weit reflektiert, dass er/sie weiß, dass Lebewesen für das eigene Vergnügen leiden müssen. Stellt das eigene Vergnügen aber über das Leben der Tiere.
Den allermeisten Menschen ist nichtmal bewusst, dass ihr Fleisch aus Tieren besteht.
1. Ich bezweifle, dass die Mehrheit der Menschen so (oder so ähnlich) denkt.
2. Ich bin selbst omnivor und gelange trotzdem zu dem Schluss: Was für ein entsetzlicher Bullshit.
„Für mich ist das kein Widerspruch.“ – Schön und gut, faktisch macht es das aber nicht weniger zum Widerspruch.
3. Welche Argumente? Ich habe trotz angestrengter Suche keines gefunden.
Das Problem ist doch nicht der „Tod“ der Lebewesen. Das Problem ist, was für ein Leben die Tiere geführt haben und wie sie gestorben sind.
Wer ernsthaft damit kein Problem hat, ist entweder ein kompletter Psychopath oder herzlos. Diese Pseudo- libertäre Harmonie ist wieder der klassische „Leben und Leben lassen“ – Spruch, den so viele Vertreter hier bringen. Funktioniert nur so lange, bis man selbst in der Situation des Tieres wäre. Kein normaler Mensch würde auch nur für eine Sekunde in der Massentierhaltung leben wollen. Und kein Tier sollte so verfrüht sterben, wenn man es durch eine so lächerlich einfache Entscheidung – nämlich ob ich Produkt A oder B im Kaufhaus kaufe -verhindern könnte.
die absolute Mehrheit der Menschen würde einem Veganer sicherlich nicht so entgegenkommen und von Billofleisch reden
„hab die kuh gestreichelt und dann ermorden lassen um sie zu essen“
Die Gegenüberstellung von Omnis, die für Vegane was Veganes kochen, und von Veganen, die das umgekehrt nicht machen, lässt einen wichtigen Unterschied aus. Omnis können ohne Gewissensnot etwas veganes kochen und essen (tun sie auch regelmäßig, sofern sie nicht so Carnivore Diet Leute sind), Vegane können das aber nicht ohne Gewissensnot machen. Das Argument fordert also, dass wir gegen unsere Überzeugungen handeln mit der Drohung, dass wir sonst als undankbar dastehen.
Zum Streichelfleisch: Mal nachfragen, ob sonst keine Tierprodukte konsumiert werden. Ich glaube, die meisten Omnis essen so was höchstens zusätzlich zum Massentierhaltungsfleisch, was ja keine Verbesserung ist.
Da gibt’s nichts zu diskutieren. Wer so denkt ist ein Psychopath und gehört in Sicherheitsverwahrung /s
Grundsätzlich ist das aber ein Copium was man sich über Jahre aufgebaut hat und eine Illusion welcher man sich hingibt. Also wer allen ernstes behauptet man würde den Tieren, wie bei den Wachteln ja nun einen Gefallen tun (Was Grundsätzlich Blödsinn ist, jedes Lebewesen fährt im Winter runter, warum finden wir wohl alle Weinachten so cool wenn es so warm und gemütlich ist?)
Das ist tatsächlich allgemein ein Fall für den Psychologen, da werden tiefe und ernste Probleme allgemeine einfach wegglelächelt.
Ah ja, der noble Akt, die Wachteln von ihrem Leid zu erlösen. Wachteln, die man sich angeschafft hat, um sie zu essen.
Wenn die Personen sich schon Gedanken gemacht haben und trotzdem keinen Widerspruch in ihrem Handeln sehen, dann kann man die Diskussion auch einfach lassen.
Nur weil er behauptet er hat „Respekt vor dem Leben“ oder dem Tier ist es nicht automatisch Respekt. Und das sind auch keine Argumente die er nennt, sondern seine persönliche Sichtweise auf seine eigene abstruse Moralvorstellung, die er versucht schön zu reden indem er von Respekt & Rücksicht spricht.
Ersetze jedes dieser „Tiere“ durch einen Menschen und sag mir dann ob es normal ist wovon er redet. Und nein, damit setze ich nicht den Mensch & das Tier gleich, für mich sind es immer noch Unterschiede, genauso wie ich einen Unterschied zwischen meinem Kind & einem fremden mache.
Jedoch haben am Ende des Tages keine dieser Lebewesen verdient, für Genuss ihres Lebens entzogen zu werden.
Es gibt sehr wenige, durchaus plausible Argumente für das Töten von Tieren für die Ernährung. Dieser ist es nicht.
Am Ende dieses Bullshitargument „Ein Veganer bereitet mir kein Rumpsteak vor, aber ich würde ihn eine Karotte schälen.“ hat mir schon gereicht, mich nicht weiter damit zu beschäftigen
Die Person müsste dieselben Positionen zum Umgang mit Menschen, unter sonst gleichen kognitiven Voraussetzungen, haben. Nichts was erwähnt wird, kann man nicht auch auf das Töten von Menschen beziehen. Ein Menschen-Mörder würde wahrscheinlich ähnlich argumentieren. Deshalb sind solche Positionen gefährlich, würde man sie als valide ansehen. Die meisten die den Konsum von Produkten tierischer Herkunft verteidigen wissen nicht, dass die Argumente in ihrer Struktur bereits von Menschen in der Vergangenheit benutzt wurden, um sehr große Verbrechen zu begehen. Würde man sie damit durchkommen lassen, müsste man dies auch bei ganz anderen Sachverhalten tun.
Ist das nicht die “normale” Sicht von Fleischessern, die eine grundsätzlich Aufklärung genossen haben.
Das Problem mit diesen Leuten ist oftmals das System in welchen sie Aufwachsen. Der Konsum von Tierleichen ist immerhin aus Sicht der Gesellschaft nicht schlimmes.
Da uns beigebracht wird das “ICH” das wichtigste Wesen von allen bin (weil wir uns sonst in der Ellenbogengesellschaft nicht durchsetzen könnten) fehlt es den aller meisten Menschen an echter Empathie außerhalb des eigenen Gefühls-Horizonts.
Das führt dazu das wir relativ wenig gegen Dinge tun können die uns falsch vorkommen und dennoch uns richtig groß fühlen.
Veganer sind da meist ein wenig anders. Sie trauen es sich das system nicht nur als falsch zu sehen sondern es auch so zu benennen. Was daraus folgt ist dann oft auch eine Ausgrenzung derer die diesen Mut nicht aufbringen. Für viele ist vegan werden tatsächlich verbunden mit einem Realitätsbruch.
Bevor nun also eine aufgeklärte Person diesen Realitätsbruch durchzieht sucht sie lieber nach völlig bescheuerten gründen warum dies nicht nötig ist.
Ich habe als Veganer kein Problem mit dem Töten. Wenn mich ein wildes Tier angreift, und ich habe eine tödliche Waffe zur Hand, dann stirbt das Tier. Wenn ich auf so einer Cartoon-Insel mit nur einer Palme lande, dann werde ich mir früher oder später Fische fangen.
Ich habe ein großes Problem mit dem UNNÖTIGEN Töten.
Und ich denke, dass wir uns im Grunde alle darüber einig sind.
…viele Menschen halten immer noch an dem Glauben fest, dass Tierisches in irgendeiner Weise notwendig für die physische oder auch nur geistige Gesundheit wäre.
In Wirklichkeit sind Tierprodukte, nicht nur unnötig, sondern sogar schädlich, und das auf gesundheitlicher und auf ökologischer Ebene, und auch, was den Welthunger angeht.
(so würde ich antworten)
Ich hab das grad mal gegooglet. In Deutschland kaufen knapp 88% der Menschen billigfleisch.
Aber bei so einer Diskussion, kaufen dann plötzlich alle ihr Fleisch vom Bauern ums eck. Oder von der Fleischerei, die man schon seit Jahrzenten kennt.
Und aus irgend einen Grund, wird der Bauer oder die Fleischerei, als sehr positiv betrachtet. Derweil ist man auch Bauer und Fleischer, wenn man Massentierhaltung betreibt.
Die meisten Bauern und Fleischer, betreiben und kaufen, nur von Massentierhaltungen.
Ich wüsste auch nicht was es damit zu tun hat, dass man das Schwein mal gestreichelt hat. Und wo der zusammenhang mit der Katze liegt. Oder hat er die Katze danach gegessen und kauft sich täglich kitten, weil sie so schön zart sind?
Darf ich dich essen, wenn du Depressionen hast?
alles um ausbeutung und tötung zu rechtfertigen
>Wenn ich unsere Wachteln zum Winter hin schlachte, weil sie ab Oktober die Lebensfreude komplett einstellen (Wachteln mögen keine Dunkelheit, und ab Oktober werden die Tage zu kurz.
Oder keine Wachteln halten, damit sie nicht ihre Lebensfreude einstellen und du sie nicht schlachtest.
Komme aus einer grossen Familie mit vielen Bauern… und ja, ich gebe zu, ich bin auch mit so einer Art Denke aufgewachsen, wurde quasi auf dem Dorf auch so erzogen.
Tiere sind „nützlich“. Aber mehr auch nicht. Bauern sind auch im Naturschutz, oder wie meine Familie sogar Demeterbauern… weil der „Naturschutz“ ihnen selbst nützt. Weil die Natur, das Klima und alles für sie „wichtig“ ist…. aus einer Art Selbsterhalt-Perspektive.
Aus der gleichen Perspektive haben sie auch Offenställe, quälen ihre Tiere nicht (aus ihrer Sicht) und unterstützen sie wo sie nur können, einfach weil das ihnen selbst nützt, weil man mit seinem eigenen Nutzmaterial nicht scheisse umgeht, das wär Geldverschwendung…
Aber der eigentliche Gedanke den viele Veganer verfolgen… das Recht des Tieres am eigenen Leben, an der Unversehrtheit, etc, quasi das gleiche wie wir es für uns Menschen verlangen… das sehen sie nicht. Es ist praktisch unmöglich, hier mit Bauern darüber zu diskutieren. Wenn, würde man sie nur damit kriegen, von Tiernutzung wegzugehen, wenn Pflanzenanbau mehr und sicher Geld brächte.
Und ich?
Tja. Ich ernähre mich Vegan. Weil mein Körper auf versch. Eiweisse (gerade von Tieren) sehr negativ reagiert. Weil mein Arzt sagte das es gut für mein Weiterleben wäre wenn ich so täte…
Jedoch…. und das unterscheidet mich von vielen Veganern: Auch ich mach das aus mehreren Gründen, aber nicht den „Hauptgründen“, denen viele Veganer von ihrer Ideologie her folgen.
Ich mach es wegen:
– Selbsterhalt (Pflanzlich essen ist gut für mich, erhält meine Gesundheit, also quasi ein egoistisches Ziel)
– Technisch-Rationale Überlegung zum Umweltschutz und Klimarettung: Fleisch zu züchten ist zu Energieintensiv, zu viele Schritte, zu viel Abfall, zu viel Industrie damit eine Kuh oder ein Schwein ernährt werden kann. Das ist alles zu viel Verschwendung. Grundgedanke wiederum egoistischer Selbsterhalt und Erhalt der Welt für mein Kind. Tierzucht abzuschaffen schafft mehr Lebensmittel für mehr Menschen und verringert Methanausstoss, Überdüngung, Energieverschwendung und Wasserverschwendung…
– Was ist mit tierischem Leben? Meine Gedanken dazu? Das lass ich mal. Vermutlich würde ich hier von vielen als asozialer Psychopath eingestuft. Und ja, ich hatte die selben Gedanken von Leiden beenden als ich meinen Hund hab einschläfern lassen wie als ich die totale Maschinerie für meine todkranke Mutter verweigerte und auf Palliative Pflege bis zum Exitus mit starken Schmerzmitteln bestand. Ich…. naja… ach lassen wir das.
Ich mag Dunkelheit und den ein Winter auch nicht, aber will deshalb jetzt nicht gleich getötet werden 😭
Es fehlt der gemeinsame Konsens um darüber zu diskutieren.
Der Autor des Textes sieht grundsätzlich kein Problem Tiere (im weiteren Sinne) begründet zu töten, vegan lebende Menschen finden das nur in besonderen Ausnahmefällen in Ordnung.
Eine Diskussion kommt unweigerlich an den Punkt ob Tiere legitime Nahrung sind. Der Autor sagt „ja“, Veganer sagen „nein“ – dieser Konflikt lässt sich nicht argumentativ auflösen
Omnis können sich 12 Stunden am Tag für Tierschutz einsetzen und den Abend mit einem Bio-Steak vom Grill ausklingen lassen, weil die Prämisse, die diese beiden Sachen in einen unüberbrückbaren Konflikt bringen würde in ihrem Weltbild nicht existiert.
Wer kennt sie nicht, die Emo-Wachteln mit Winterdepression die sich schon auf die Schlachtung freuen.
„Ich respektiere das Leben in dem ich es beende 🙂 „
Wachteln fahren ihre Eierproduktion herunter und sind über den Winter somit nicht rentabel. Lebenslust verlieren am Arsch.
würde diese person die eigene katze zum gleichen schlachter geben der kühe ermordet? vermutlich nicht. alles an diesen argumenten ist bullshit und will nur die eigenen grausamkeiten rechtfertigen wegen kognitiver dissonanz. da gibt es nichts zu diskutieren.
Von einem Veganer verlangen Fleisch zuzubereiten finde ich mehr als unverschämt und respektlos.
Die Leute verwechseln heutzutage viel zu häufig Meinungen mit Argumenten und Fakten.
Das hat keine Substanz, nichts. Das ist einfach Wohlfühlgelaber, mit dem sich eine Person die Ausbeutung und den Konsum von Lebewesen schönredet.
Ich hab auch kein Problem mit dem Tod anderer Lebewesen. Das hat absolut nichts davon zu tun, wie wir uns Menschen über nicht-menschliche Tiere stellen, über sie herrschen, sie nach unseren Bedürfnissen züchten, ausbeuten, quälen, ermordern.
Respekt vor dem Leben und dem Tod hat man nicht dann, wenn man das Lebewesen isst oder andere Güter aus ihnen erzeugt.
Nicht nur sind die existierenden Wesen in der Industrie durch die Bank weg Qualzuchten, sondern sie existieren, leben und sterben nur für unsere Bedürfnisse – maximale Ausbeutung.
Spielen wir das Thema Wachteln doch einfach einmal durch. Du (nicht du Op nehme ich an, einfach generell) sagst also, dass ein Tier, das überwintert, getötet werden muss, weil es seine Lebensfreude verliert.
Erstmal wtf, der Sommer und damit die Lebensfreude kommt wieder. Wer bist du, dass du „Lebensfreude“ bestimmen kannst? Und dann machst du dir diese fehlende Lebensfreude noch zu Nutzen indem du die toten isst? Ich sehe da sehr wenig „respekt“.
So argumentiert ist es ok, schwerst depressive Menschen zu töten, da sie ja momentan keine Lebensfreude haben.
Jetzt gehen wir einfach mal davon aus, das was du sagst stimmt so und man MUSS Wachteln im Winter töten. Dafür gibt es dann eine einfache Lösung:
Halte keine Wachteln.
Man sieht aber schon einfach den Grad der Dummheit des Argumentierenden, wenn er das klassische „verlang das mal von nem Veganer“-Argument bringt. So etwas zu sagen zeugt von einem grundlegenden Mangel an logischem Denkvermögen. Als würden ihm Brot, Kartoffeln, Kokosmilch, Seitan oder ähnliches etwas aufzwingen, das nicht eh schon Teil seiner Diät ist.
Wenn derartige Gerichte gegen seine Überzeugung wären lässt sich hier ein Fleisch und Käsekonsum ableiten auf dessen Basis er sehr sehr viel Billofleisch konsumiert das er komplett verdrängt. Ich hab die Kuh gestreichelt, klar…