
In dieser Statistik werden die durchschnittlichen Stunden pro Arbeitnehmer und Jahr berücksichtigt. Im abgebildeten Zeitraum stieg die Erwerbsquote von Frauen aber deutlich von unter 60% auf über 70%, wovon viele sicher in Teilzeit arbeiten. Nun drückt jeder „neue“ Arbeitnehmer, der früher nicht gearbeitet hat aber jetzt weniger als der Durchschnitt, diese Statistik nach unten, da er zuvor nicht in dieser Statistik aufschien.
Oder anders ausgedrückt: Wenn alle Teilzeitbeschäftigten, die weniger als der Durchschnitt arbeiten, morgen ihre Arbeit kündigen, würde diese Statistik plötzlich deutlich besser aussehen, aber ob diese Art der Messung so zielführend ist?
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Von Zwetschgn
34 Kommentare
Bloße Stunden sind halt auch zusätzlich keine Möglichkeit Produktivität oder Output darzustellen.
Vertraue nie einer Statistik die du nicht selbst gefälscht hast
Agenda Austria ist meistens irreführend…
Und jetzt bitte mit Produktivitäts- und Gewinnanstieg.
Wichtig wäre meiner Meinung nach noch die Anzahl der gesamt geleisteten Stunden und der arbeitenden Bevölkerung
das einzig relevante wären die gesamt geleisteten arbeitsstunden meintwegen pro haushalt. darüber hinaus sind geleistete arbeitsstunden per so sowieso schwachsinn. ich mach einen 40h job in 32h, weil nach meiner stundenreduktion natürlich niemand eingestellt wurde. ich lass halt jetzt mittagessen und tratschen weg (nicht das redditieren, eh klar). warum das ein nachteil fürs unternehmen sein soll, weiß ich bis heute nicht.
Ganz nach dem Schema: Ein Zug der ausfällt, gilt nicht als verspätet.
In 25 jahren also 200 Stunden weniger, d.h. 5 Wochen Vollzeit pro Jahr. Wer weiß, ob die da Überstunden am bevor/danach dazugezählt haben. Generell lässt sich sagen, dass es eigentlich ein Zeichen/Ziel von Wohlstand sein sollte, dass Arbeitszeit reduziert wird und Menschen mehr Zeit zum Leben haben, aber derzeit wird wieder sehr stark das menschenfeindliche ÖVP-Mantra „Die Leit san‘ z’faul“ gepusht (siehe Wirtschaftsmin-wichs-ter).
Edit: hab den falschen Minwichster genannt, nicht Finanz- sondern Wirtschaftsminwichster
Und wenn wir die Statistik nochmal nach hinten verlängern nehmen die Stunden nochmal um einiges ab weil viele Jobs auch mittlerweile von Maschinen gemacht werden.
Wie viele schon angemerkt haben sollte man das gegen die Produktivität mal darstellen und nicht automatisch annehmen mehr Stunden = mehr Produktivität
Bei wiR aRbEitEn zU wEniG hör ich per se schonmal auf zu lesen.
Interessant wären z.B. die Arbeitsstunden pro Kopf. Denn wenn Opa früher 6 Tage/Woche arbeitete aber die Oma nur 0 Tage/Woche arbeitete, wurde früher im Schnitt eigentlich 3 Tage/Woche – sprich: gemütlich Teilzeit – gearbeitet.
In dieser Form ist diese Statistik daher keinesfalls ausreichend zu einer wissenschaftlichen Beurteilung der Fragestellung. Aber ich glaube auch nicht, dass dies überhaupt angestrebt wird.
Hehe..Jo genau, Agenda Austria.
Ich verstehe gar nicht, dass man Aussagen von denen in der Zeitung als Expertenmeinung verkauft.
haha wir arbeiten eindeutig zuviel, scheiss Zeitung
Arbeit sollte nie in Zeit gemessen werden sondern in Produktivität.
Was andere in zehn Stunden nicht schaffen, das schaff ich vielleicht in zwei. Aber wehe ich sitze dann nicht noch 8 Stunden rum und schaue in die Luft. Genau da liegt der falsche Ansatz. Produktivität erhöhen, sicher, gern, innerhalb von Massen die es Menschen erlaubt sicher und menschenwürdig zu arbeiten. Aber die Arbeitszeit ist kein Massstab.
Also die Frauen sind schuld! Die Frauen die nicht 2 oder mehr Teilzeitjobs nachgehen. Hab ichs mir doch gedacht!
Finds erstaunlich mit welcher Wehemenz die ÖVP grade das Teilzeit Thema puscht. Aus allen Lagern gleichzeitig.
Gibts was zu vertuschen und ich habs verpasst?
Warum sollten wir auch mehr arbeiten? Gibt keinen vernünftigen, rationalen Grund für eine Erhöhung der Arbeitszeit.
Viele Frauen werden bewusst von Firmen mit weniger Stunden angestellt, weil es günstiger kommt Überstunden zu zahlen als das Stundenausmaß zu erhöhen.
Geh bitte – was ein Boomer 1970 gearbeitet hat mach ich bis Dienstag an Produktivität. Dann vergleicht mal BIP Griechenland und AT.
Ihr könnt gerne mehr arbeiten – ich bin dann am See. Verdiene Überdurchschnittlich aber durch Systeme und nicht durch Stunden – das ist so 1990…
Arbeitsstunden ≠ Arbeitsleistung.
Agenda Austria = Wirtschaftstreibende Österreichs, Experten = Apologeten des Neoliberalismus, zu wenig Arbeitsstunden = mehr Potenzial zur Ausbeutung vorhanden. Vielen Dank, dass Sie bei meinem TED-Talk dabei waren!
Ja, ist massiv irreführend. Es ist absolut nicht berücksichtigt, dass heute deutlich mehr Menschen arbeiten als früher, nämlich die Frauen, die du erwähnst und die zum Anfang der Statistik teils noch gar keinen Rechtsanspruch auf Beschäftigung und Selbstbestimmung hatten. Zu Zeiten meiner Oma war das unüblich, dass Frau arbeitet und ihr Job konnte ihr jederzeit vom Mann (Ehemann, Vater,…) untersagt und gekündigt werden, was keine Seltenheit war. Es war sogar Usus, wenn Kinder in Aussicht standen und es gab damals keine Verhütungsmittel – dafür aber einen Rechtsanspruch auf Sex des Ehemannes. Die meisten Frauen konnten unter diesen Bedingungen nicht arbeiten.
Heute ist der Pool der Arbeitnehmer viel größer – und damit auch der Anteil an Teilzeitkräften. Für Frauen hat sich einiges verbessert, aber sie sind immer noch nicht gleichgestellt. Meist fehlt es an der Kinderbetreuung oder die Arbeitgeber wollen schlicht keine Flexibilität zeigen, wenn Kind mal krank ist und stellen Frauen daher nicht ein. Fast in jedem Management-Job ist das ein Problem, wo Besprechungen nach wie vor nicht selten um 18:00 stattfinden, weil das bequem ist für die oberen Etagen und man das dann im Restaurant erledigen kann – bei ihnen ist ja eh die Ehefrau daheim beim Kind, weil das Geld super reicht. Rücksichtnahme ist was, das viele im Management gar nicht können obwohl das schlicht ihre Aufgabe wäre.
Viele Arbeitgeber haben auch begonnen die Teilzeit auszunutzen zb im Handel wo viele mehr arbeiten wollen, aber nicht dürfen. Für einen Supermarkt ist es sehr angenehm zwei Teilzeitkräfte über die Schichten zu verteilen, als überlappende Vollzeitkräfte einzustellen, die mit besserer Bezahlung und Ausbildung mehr Aufgaben erledigen könnten. Auch das ist zb überhaupt nicht abgebildet in der Statistik – Teilzeitjobs existieren, weil sie angeboten werden.
Die Statistik ist ziemliche Propaganda. Wo ich aber zustimme ist, dass Arbeit sich wieder lohnen muss. Was dem Arbeitnehmer netto übrig bleibt ist in Österreich deutlich zu wenig – bei Teilzeit und Vollzeitkräften.
Der ständige, mittelalterliche Fokus auf die „Arbeitsstunde“ ist sowieso maximal gestört. Wie zahlreiche Studien zeigen, arbeiten die meisten Büroangestellten im Durchschnitt (!) nur ca. 3h pro Tag tatsächlich produktiv. Der Rest der Zeit wird versch*.
Aber ja, wir leben halt in einem Gesellschaftssystem, das zu 100% auf der „Arbeitsstunde“ aufbaut. Weil nichts anderes zahlt Sozialversicherungsbeiträge. Wir hätten genügend Ressourcen, damit jeder nur mehr max 20h/Woche arbeiten müsste. Dafür müsste man halt das neofeudalistische System umbauen. Werden wir hier alle nicht mehr erleben.
Aktien alle Rauf, Reiche so reich wie Nie, in den USA reicher als alle Aristokraten in Europa.
hunderte Generationen können von einem Erbe leben – selbst Könige mussten dafür noch Kriege führen und andere Länder ausplündern.
Kapitalisten lassen das ihre CEOs machen.
Ich hab schon so einen Hass auf diese Scheiße, diese ekelhaften Parasiten
Und wie schaut die Entwicklung der Produktivität und der Gewinne aus?
Ziemlich offensichtlich ein globaler trend. So gesehen irrelevant wenn man so einen langen Zeitraum betrachtet. Stundenleistung haben allerdings 0 Bedeutung. Siehe Griechenland. Effizienz ist das entscheidende Thema.
Das mit der Teilzeit halte ich für Unsinn. Früher sind die Frauen halt Jahre lang nicht arbeiten gegangen wenn sie Kinder hatte. Heute kehren sie eher in Teilzeit zurück. Das hebt natürlich die Teilzeitquote, hat aber dann keinen Bedeutung mehr im Vergleich zu früher.
Ein Fahrradfahrer, der eine Etappe in 1:30 erledigt ist demzufolge eine faule Sau. Der, der sie in 1:45 gefahren ist, hat schließlich 17% mehr gearbeitet.
naja die kombie Krone + ÖVP + WKO + Agenda Austria sagt ja schon alles.
Hast du vollkommen recht.
Siehe Übersicht 3 in: https://www.statistik.at/fileadmin/publications/Arbeitsmarkt-2024_barrierefrei.pdf
Die Anzahl an Vollzeitaquivalenten erwerbstätigen ist seit 2020 sogar gestiegen. Erklärt also nicht den Rückgang im BIP
Still, mehr Teilzeitbeschäftige heißt weniger Steuereinnahmen was natürlich dann dem Staat fehlt. Ob das in dem Ausmaß schadet wie die övp gerade versucht zu verbreiten ist die Frage
Was?! Eine Statistik von Agenda Austria ist irreführend? Als nächstes erzählst du mir, dass die FPÖ Parteizeitung [unzensuriert.at](http://unzensuriert.at) nicht neutral berichtet und dass der Bauernbund nicht unabhängig von der ÖVP ist.
Wer nur auf Arbeitsstunden starrt, hat die Zukunft verschlafen. Weniger Arbeit heißt nicht weniger Leistung, siehe Produktivität, Automatisierung, Lebensqualität. Statt Panik vor Teilzeit zu schüren, sollten wir lieber die Frage stellen: Wer sorgt für eine Grundabsicherung, wenn Arbeit für Menschen knapp wird? Denn bald ist das größere Problem nicht, dass wir zu wenig arbeiten!
Von welchem Schundblatt ist das?
Es wird halt insgesamt mehr gearbeitet – in Stunden und in Produktivität. Aber was erwartet man von denen