Als jemand der in einem Privatspital arbeitet kann ich klar sagen: Es würde nicht mehr funktionieren.
Realistic-Major4888 on
Das Grausliche hier ist, dass unser System darauf basiert, dass Länder in unserer Nähe schön arm bleiben. Solange wir billige Arbeitskräfte importieren können geht alles.
Aber auch hier, sogar mit Pflegegeld ist 24-Stunden-Pflege zuhause nicht für die ärmeren Leute. Wer es nicht selber zahlen kann, der kann nur auf seine Kinder hoffen.
Gleichzeitig gibt es so wenige Pflegeplätze in kommunalen Einrichtungen, dass die Wartezeiten oft desaströs sind. Und sogar da werden noch Altersheime geschlossen, wie gerade erst in OÖ. Bei den schlimmen Arbeitsbedingungen und der schlechten Bezahlung ist ein Mangel an Pflegekräften leider schon normal.
Das werden wir nicht lösen können ohne mehr Geld in die Hand zu nehmen. Wer zahlts? Der Staat? Die Länder? Die Gemeinden? Die Leute selber über eine Pflegeversicherung neben der Pensionsversicherung?
banff037 on
Da läuft doch irgendwas falsch…
Wie das das eigentlich früher? Hat da noch jemand von der Großfamilie gepflegt? Oder Frauen, deren Job die Familie war?
ref-rred on
Zudem sind die meisten 24h-„Pflegekräfte“ ja nichtmal das. Die haben vielleicht einen Erste-Hilfe-Kurs. Meine Mutter hat selbst 24h-Pflege aber das ist ehrlich gesagt nur 24h-Betreuung. Wenn sie wirklich pflegebedürftig wäre wäre die Sache erheblich komplizierter und auch teurer. Wenigstens besteht die Möglichkeit für notwendige Pflegetätigkeiten den Sozialsprengel (Hauskrankenpflege) anzuheuern.
Die wirklich ausgebildeten Pflegekräfte aus Rumänien etc. haben bessere Möglichkeiten Geld zu verdienen als wochenlang ins Ausland zu gehen.
Für 80€ pro Tag(!) kommen halt irgendwann gar keine Leute mehr zu uns.
Sixteen_Bit_89 on
Das werden wir sowieso bald erfahren. In spätestens 20 Jahren wird es richtig spannend, lol.
spideroncoffein on
Ned a mal scheissn gehen würd ma, weil ma alleine ned aufn Topf kommen.
PTthefool on
Sich angaxen natürlich
ragazzia on
Scheißen gehen würd ich sagen. Privat Ärzte sind den Leuten tausende €€€ wert. Aber eine Pflegeperson darf maximal ein österreichisches Durchschnittseinkommen verdienen. 24h Betreuer sowieso maximal soviel wie ein Hornbach Verkäufer…
blindoptimism99 on
Das ist sehr sichtbar bei den PflegerInnen, aber so ist Österreich (und viele westliche Länder) allgemein. Viele der ungutesten Jobs verlagern wir ins Ausland an Leuten mit schrecklichen Arbeiterrechten die einen Hungerlohn kriegen. Dann freuen wir uns über unsere schöne Demokratie und das Sozialsystem. Funktioniert halt nur wenn wer anderer einen Großteil der Drecksarbeit macht.
PossibleExtension777 on
Das wir es aber ohne ausländische Arbeitskräfte nicht schaffen, glaube ich nicht. Denn der Druck der heute schon da ist, ist deshalb da, weil eben Leute eingewandert sind.
Wäre die Bevölkerung seit den 80ern gleich groß geblieben bzw hätte sogar abgenommen, hätten wir heute andere Probleme.
Mittlerweile ist die gebotene Qualität in der Pflege so gering, dass man eh wieder in der eigenen Familie die Angehörigen pflegen muss, wenn man es kann. Man kann keinen dementen Menschen „Fachkräfte“ zumuten, die kaum Deutsch verstehen und dann gewalttätig werden, weil sie mit dem Krankheitsbild nicht umgehen können. Und die „Qualität“ hat stark abgenommen (auch bei den österreichischen Fachkräften). Jemanden mit einem Jahr Ausbildung hätten wir noch vor 40 Jahren nicht mal erlaubt alleine mit Patienten im Zimmer zu sein. Heute übernehmen solche Leute 90% der Tätigkeiten und sind dazu meist noch ohne irgendwelche Aufsicht oder Qualitätskontrolle
skwyckl on
Zusammenbrechen, aber trotzdem wird das den Politikern nicht interessieren, Hauptsache werden sie gewählt
knead4minutes on
läuft glaub ich in allen wohlhabenden ländern so
am bau und in der pflege arbeiten leute aus ländern mit niedrigerem lohn niveau
Bensch_man on
Es geht nur um billige Arbeitskräfte in den niederen Sektoren. Das ist aber immer schon so, und jetzt nichts neues.
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13 Kommentare
Als jemand der in einem Privatspital arbeitet kann ich klar sagen: Es würde nicht mehr funktionieren.
Das Grausliche hier ist, dass unser System darauf basiert, dass Länder in unserer Nähe schön arm bleiben. Solange wir billige Arbeitskräfte importieren können geht alles.
Aber auch hier, sogar mit Pflegegeld ist 24-Stunden-Pflege zuhause nicht für die ärmeren Leute. Wer es nicht selber zahlen kann, der kann nur auf seine Kinder hoffen.
Gleichzeitig gibt es so wenige Pflegeplätze in kommunalen Einrichtungen, dass die Wartezeiten oft desaströs sind. Und sogar da werden noch Altersheime geschlossen, wie gerade erst in OÖ. Bei den schlimmen Arbeitsbedingungen und der schlechten Bezahlung ist ein Mangel an Pflegekräften leider schon normal.
Das werden wir nicht lösen können ohne mehr Geld in die Hand zu nehmen. Wer zahlts? Der Staat? Die Länder? Die Gemeinden? Die Leute selber über eine Pflegeversicherung neben der Pensionsversicherung?
Da läuft doch irgendwas falsch…
Wie das das eigentlich früher? Hat da noch jemand von der Großfamilie gepflegt? Oder Frauen, deren Job die Familie war?
Zudem sind die meisten 24h-„Pflegekräfte“ ja nichtmal das. Die haben vielleicht einen Erste-Hilfe-Kurs. Meine Mutter hat selbst 24h-Pflege aber das ist ehrlich gesagt nur 24h-Betreuung. Wenn sie wirklich pflegebedürftig wäre wäre die Sache erheblich komplizierter und auch teurer. Wenigstens besteht die Möglichkeit für notwendige Pflegetätigkeiten den Sozialsprengel (Hauskrankenpflege) anzuheuern.
Die wirklich ausgebildeten Pflegekräfte aus Rumänien etc. haben bessere Möglichkeiten Geld zu verdienen als wochenlang ins Ausland zu gehen.
Für 80€ pro Tag(!) kommen halt irgendwann gar keine Leute mehr zu uns.
Das werden wir sowieso bald erfahren. In spätestens 20 Jahren wird es richtig spannend, lol.
Ned a mal scheissn gehen würd ma, weil ma alleine ned aufn Topf kommen.
Sich angaxen natürlich
Scheißen gehen würd ich sagen. Privat Ärzte sind den Leuten tausende €€€ wert. Aber eine Pflegeperson darf maximal ein österreichisches Durchschnittseinkommen verdienen. 24h Betreuer sowieso maximal soviel wie ein Hornbach Verkäufer…
Das ist sehr sichtbar bei den PflegerInnen, aber so ist Österreich (und viele westliche Länder) allgemein. Viele der ungutesten Jobs verlagern wir ins Ausland an Leuten mit schrecklichen Arbeiterrechten die einen Hungerlohn kriegen. Dann freuen wir uns über unsere schöne Demokratie und das Sozialsystem. Funktioniert halt nur wenn wer anderer einen Großteil der Drecksarbeit macht.
Das wir es aber ohne ausländische Arbeitskräfte nicht schaffen, glaube ich nicht. Denn der Druck der heute schon da ist, ist deshalb da, weil eben Leute eingewandert sind.
Wäre die Bevölkerung seit den 80ern gleich groß geblieben bzw hätte sogar abgenommen, hätten wir heute andere Probleme.
Mittlerweile ist die gebotene Qualität in der Pflege so gering, dass man eh wieder in der eigenen Familie die Angehörigen pflegen muss, wenn man es kann. Man kann keinen dementen Menschen „Fachkräfte“ zumuten, die kaum Deutsch verstehen und dann gewalttätig werden, weil sie mit dem Krankheitsbild nicht umgehen können. Und die „Qualität“ hat stark abgenommen (auch bei den österreichischen Fachkräften). Jemanden mit einem Jahr Ausbildung hätten wir noch vor 40 Jahren nicht mal erlaubt alleine mit Patienten im Zimmer zu sein. Heute übernehmen solche Leute 90% der Tätigkeiten und sind dazu meist noch ohne irgendwelche Aufsicht oder Qualitätskontrolle
Zusammenbrechen, aber trotzdem wird das den Politikern nicht interessieren, Hauptsache werden sie gewählt
läuft glaub ich in allen wohlhabenden ländern so
am bau und in der pflege arbeiten leute aus ländern mit niedrigerem lohn niveau
Es geht nur um billige Arbeitskräfte in den niederen Sektoren. Das ist aber immer schon so, und jetzt nichts neues.