Dies ist der erste Winter ohne „Groningen-Gas“, aber Gas kommt immer noch aus kleinen Feldern in Groningen und anderen Orten in den Niederlanden. In diesem Video erzählen wir Ihnen vom Aufstieg und Fall des niederländischen Gases und was in der Zukunft passieren wird.

    Die Entdeckung des Groninger Gasfeldes im Jahr 1959 brachte enormen Reichtum in die Niederlande und veränderte den Energieverbrauch drastisch, indem den Haushalten billige, effiziente und saubere Energie zur Verfügung gestellt wurde. Der niederländische Staat profitierte jahrelang von den Milliardeneinnahmen, allerdings auf Kosten der Einwohner Groningens. Durch die Gasförderung sank der Boden ab, was zu Erdbeben und erheblichen Schäden an Häusern und Infrastruktur führte. Trotz Warnungen wurde die Gasförderung jahrelang fortgesetzt und gipfelte 2012 in dem schweren Erdbeben in der Nähe von Huizinge. Nach jahrelangen Protesten, Recherchen und politischem Druck wurde beschlossen, die Gasförderung in Groningen einzustellen, obwohl kleinere Gasfelder in den Niederlanden immer noch ausgebeutet werden. Die Einnahmen aus dem Gas wurden größtenteils für direkte Wohlstandssteigerungen ausgegeben, ohne einen langfristigen Fonds wie in Norwegen. Dies führte zum Phänomen der „holländischen Krankheit“, bei der vorübergehender Reichtum zu wirtschaftlicher Verwundbarkeit führte. NAM weigert sich, den vollen Schaden zu ersetzen, und die Diskussion über Haftung und finanzielle Entschädigung geht weiter. Obwohl das Gasfeld Groningen technisch geschlossen ist, bleibt die Abhängigkeit von Erdgas ein aktuelles Problem, was teilweise auf geopolitische Spannungen und die begrenzte Unabhängigkeit von ausländischen Energiequellen zurückzuführen ist.





    Von Balance-

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