Versammlung von Ginowan genehmigt Protestdokumente zu mutmaßlichen sexuellen Übergriffen durch US-Truppen Eine Stadtversammlung in der südjapanischen Präfektur Okinawa hat eine Protestresolution und eine schriftliche Erklärung zu kürzlich aufgedeckten Fällen mutmaßlicher sexueller Gewalt unter Beteiligung von US-Militärangehörigen verabschiedet. Die Versammlung der Stadt Ginowan hielt am Freitag eine Krisensitzung ab und verabschiedete die Dokumente einstimmig. In der Stadt befindet sich der Luftwaffenstützpunkt Futenma des US Marine Corps. In den Dokumenten heißt es, dass das japanische Außenministerium und die Präfekturpolizei von Okinawa seit März dieses Jahres von einem der Fälle wussten, ihn jedoch mehr als drei Monate lang nicht der Präfekturregierung von Okinawa gemeldet haben. Der Fall betrifft einen Angehörigen der US-Luftwaffe, der im vergangenen Dezember wegen sexuellen Missbrauchs einer Frau angeklagt wurde. In den Dokumenten heißt es, die Stadt habe bei jedem ähnlichen Vorfall wiederholt Maßnahmen zur Verhinderung einer Wiederholung gefordert. Sie sagen, die japanische Regierung habe jedes Mal versprochen, sich für eine Wiederholung einzusetzen, aber die Menschen in Okinawa seien viele Male betrogen worden. In den Dokumenten heißt es, die Menschen in Okinawa seien voller Wut und Frustration über das ihrer Meinung nach unerhörte Verhalten von US-Militärangehörigen. Sie sagen weiter, dass die kürzlich aufgedeckten Fälle die Menschen in Okinawa erneut schockiert und verunsichert haben. Die Stadtversammlung fordert volle Entschädigung für die Opfer und ihre Familien, einschließlich Entschuldigungen und psychiatrischer Betreuung. Sie fordert außerdem eine gründliche Untersuchung der Vorfälle, die Veröffentlichung von Informationen unter Berücksichtigung der Opfer und ihrer Familien, strenge Disziplin und umfassende Ausbildung für US-Militärangehörige sowie Maßnahmen zur Verhinderung einer Wiederholung und Änderungen des japanisch-amerikanischen Truppenstatusabkommens. Die Versammlung wird diese Forderungen am Freitagnachmittag dem Okinawa-Büro des Außenministeriums und dem Okinawa-Verteidigungsbüro des Verteidigungsministeriums vorlegen. Sie plant auch, die Dokumente an die Zentralregierung zu senden.

    Share.
    Leave A Reply