Eine Maschine musste am Vormittag in Wien unvorhergesehen landen. Es handelte sich um einen Airbus A321 der Wizz Air, der von Mailand-Malpensa nach Warschau unterwegs war. Nach der Landung auf dem Flughafen Wien-Schwechat wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden, die Maschine verließ den Airport noch in den Vormittagsstunden wieder – mehr dazu in noe.ORF.at.Auf dem Flughafen Salzburg kam es wegen einer Drohung zu einem Polizeieinsatz. „Der Bereich des Flughafens wird routinemäßig überprüft“, sagte Flughafensprecher Alexander Klaus. Um welche Drohung es sich handelte, gab die Exekutive nicht bekannt. Die Abfertigung von Passagierinnen und Passagieren sei nicht beeinträchtigt, „es finden lediglich verschärfte Kontrollen an den Zugangsbereichen statt“. Wenig später war der Polizeieinsatz beendet – mehr dazu in salzburg.ORF.at.Das Innenministerium erklärte gegenüber der APA, dass die Ermittlungen laufen. Die Hintergründe waren noch unklar. Nähere Details konnten noch nicht bekanntgegeben werden, sagte ein Sprecher.

    Flugzeuge von Austrian Airlines am Flughafen Wien

    APA/Georg Hochmuth

    Auch der Wiener Flughafen war von Drohungen betroffen

    Drohungen gegen Flug von Helsinki nach WienLaut der finnischen Fluggesellschaft Finnair gab es auch eine Bombendrohung gegen einen ihrer Flüge von Helsinki nach Wien. Der Flug wurde von der Linie Jettime durchgeführt und landete planmäßig in Wien.Ebenfalls gab es einen Bombenalarm für eine Maschine der finnischen Fluggesellschaft Finnair, die von Helsinki nach Rom unterwegs war. Sie wurde von den italienischen Luftstreitkräften sicher an ihren Bestimmungsort eskortiert und landete auf dem Flughafen Rom-Fiumicino.

    Hofmann: „Polizei nimmt jede Drohung ernst“Christian Hofmann (ORF) berichtet vom Flughafen Wien. Die Polizei nehme jede Meldung ernst, so Hofmann. Größere Einschränkungen im Flugverkehr gab es laut Flughafen nicht.

    Aus Bulgarien wurde berichtet, dass drei Maschinen wegen Bombendrohungen außerplanmäßig landen mussten. Eine Maschinen kam aus Kopenhagen, eine aus Madrid, sie landeten auf dem Flughafen der Hauptstadt Sofia. Die dritte kam aus London und landete in Plowdiw.Einen ähnlichen Fall gab es im Nachbarland Rumänien: Eine Maschine der Gesellschaft Wizz Air erhielt auf ihrem Flug von Mailand nach Bukarest eine Bombendrohung, landete aber sicher und planmäßig in Rumäniens Hauptstadt, berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax. Der Inlandsgeheimdienst SRI untersuche das Flugzeug, hieß es.Auch Belgien, Frankreich, Dänemark und TschechienEine auf dem Brüsseler Flughafen Zaventem zur Landung gezwungene Maschine war belgischen Medienberichten zufolge eine der polnischen Fluggesellschaft LOT.Auf dem französischen Militärflughafen Evreux rund 100 Kilometer nordwestlich von Paris landete ein Linienflug zwischen Dublin und Rom, wie das Amt des französischen Ministerpräsidenten Sebastien Lecornu mitteilte. Es handle sich um einen Airbus A320 der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus. Die 151 Passagiere und sechs Crewmitglieder wurden in Sicherheit gebracht.

    Menschen am Flughafen in Rom

    Reuters/Remo Casilli

    Verwirrung herrschte auf Europas Flughäfen, hier auf dem italienischen Airport Fiumicino

    Auf dem Flughafen Kopenhagen gab es Drohungen gegen zwei Flüge. Bei der Durchsuchung der Flugzeuge sei aber nichts Verdächtiges gefunden, teilte die Polizei der Nachrichtenagentur Ritzau mit: „Nach unserer Einschätzung besteht beziehungsweise bestand keine Gefahr für Passagiere oder andere Personen, die sich im Flughafen aufhalten.“Mehrere Bombendrohungen beeinträchtigten auch den Flugverkehr in Prag. Man habe Warnungen über improvisierte Sprengsätze an Bord von vier Flugzeugen erhalten, teilte die tschechische Polizei auf der Onlineplattform X mit. Nach der Landung auf dem internationalen Vaclav-Havel-Flughafen würden die Maschinen von Spezialisten durchsucht. Gleichwohl stufe man die Relevanz der Drohungen als niedrig ein.Zuletzt wiederholt DrohungenMehrfach hatte es in den vergangenen Tagen Bombendrohungen gegen mindestens sieben Flüge und ein Kreuzfahrtschiff in Europa gegeben. Sie führten zu Störungen auf Flughäfen in ganz Europa, betroffen waren unter anderem vier Maschinen von Ryanair, Wizz Air und AUA. Alle Flugzeuge konnten sicher landen, es wurden keine Sprengsätze gefunden.Bisher bekannte sich niemand zu den Drohungen. Sie fallen jedoch in eine Zeit, in der europäische Regierungsvertreter sowohl Russland als auch dem Iran hybride Angriffe und Sabotageakte vorwerfen. Moskau und Teheran bestreiten derartige Kampagnen.

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